Samstag in St. Gereon

Nanu – was ist denn da los in der Kirche St. Gereon? Was? Aber nein, wir sind überhaupt nicht neugierig, aber man muß doch schnell mal nach dem Rechten schauen.

Ah ja – eine Hochzeit. Es gibt gesellschaftliche Rituale, die ich für sinnvoll halte, Begräbnisfeiern zum Beispiel, aber kirchliche Hochzeiten? Ich habe keine Ahnung, ehrlich gesagt, die Tendenz geht eher Richtung: Nein, sind sie nicht.

Egal, wir wünschen viel Glück, möge das weitere Leben ebenso bunt sein wie die Bekleidung der interkulturellen Gästeschar.

0 Antworten zu “Samstag in St. Gereon

  1. …wenn es ein Ritual wäre, was den Übergang in eine neue Lebensphase anzeigt…ohne die gesellschaftlichen Erwartungen, das Paar muss nun auch bis zum Ende seiner Tage zusammen bleiben usw….dann finde ich eine Hochzeit gut…die hohe Zeit, in der ein eigenständiges Leben beginnt, Kinder gezeugt werden…

    …Feste finde ich immer gut…nur, heiraten muss ja eigentlich nicht sein, da Scheidungen so teuer und anstrengend sind…

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  2. Ich habe beides erlebt, ich war schon Gast auf Hochzeiten, die ganz nach altem Stil steif und förmlich abliefen, Anzugträger, Sonntagsstaat, alles ist aufgeladen mit Bedeutung, die aber, genau betrachtet, nur ein fader Schein ist, hohler Pomp, mit viel Geld aufgebrezelt. Auf sowas kann ich gut verzichten. Aber ich war auch schon auf einer Hochzeit, das war eine tolle Party, ein rauschendes Fest, ohne jede Vekrampftheit, da stand das Feiern im Vordergrund, nicht das Ritual. Sowas gefällt mir auch. Aber um solche freudigen persönlichen Rituale zu feiern, braucht man weder Amt noch Kirche noch die Erlaubnis von sonstwem.

    Irgendjemand schlug mal vor, wenn man schon amtlich verheiratet sei, dann solle man die Scheidung ebenso feiern wie die Hochzeit, denn man habe doch eine Beziehung durchlebt und sie erfolgreich an ihr Ende gebracht. Mit dem Bewußtsein braucht man sich dann auch nicht gegenseitig böse zu sein. Das hat doch was.

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  3. Sowohl als auch. Die Scheidungsrate liegt zwischen 30 und 50 Prozent, was ich für ganz okay halte: Wenn eine Beziehung durchlebt und zu Ende ist, sollte man sie nicht künstlich oder wie früher aus wirtschaftlicher Not aufrecht erhalten. Aber warum läßt man einen ganzen Berufszweig sich damit eine goldene Nase verdienen? „Wir gehören zusammen“ – das kann man auch ohne Staat und Kirche feiern, wenn man unbedingt Geld ausgeben will, gibt man eine Zeitungsanzeige auf, in der genau das steht, und veranstaltet ein großes, aber zwangloses Fest unter Freunden und Verwandten. Und wenn man sich dann wieder trennt, weil man die Beziehung erfolgreich bis zum Ende durchlebt hat, wiederholt man das ganze – in der Zeitung steht dann: „Schade, leider haben wir es schon geschafft“, aber auf der anschließenden Feier freut man sich darüber, etwas vollendet zu haben – ohne für Rechtanwälte und Richter auch nur einen Cent auszugeben.

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  4. …finde ich eine Superidee, schließlich feiert man das Ende des Lebens ja auch…allerdings sollten alle Feiern möglichst fröhlich ablaufen und auf den Neubeginn ausgerichtet werden, man kann ja eine Trauerecke einrichten…

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  5. Wer heiratet, hofft doch, dass die Ehe glücklich wird. In diesem Sinne verstehe ich den Aufwand, weil man hofft, noch lange davon zehren zu können, wenn der graue Ehealltag eingekehrt ist.Andererseits weiß jeder, wie unsicher die Zeiten für Beziehungen sind. Es gibt soviele Einflüsse von außen. Dagegen versucht man sich abzusichern, indem das Ritual mit Bedeutung aufgeladen wird, vergleichbar den unzähligen Liebesschlössern an der Hohenzollernbrücke.

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  6. Servus!

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie es eine Braut mit so
    einem Schleppenkleid wohl anstellt, aufs Klo zu gehn. (Wenn es denn
    dringend sein muss.) Hast du da ’ne Ahnung?..;-)

    Tja. Zuerst sind es aufgesteckte Ringe vor dem Traualtar und später
    dann Ringe unter den Augen beim Scheidungsrichter.
    Gruß aus der guten Stube!..;-)

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  7. Ich habe mein Brautkleid immer ganz ausgezogen, wenn ich mal pinkeln mußte, anders geht’s nicht. 😉

    Ich kenne allerdings überaschend viele verheiratete Paare, die schon über 20 Jahre zusammen sind, Scheidungen sind selten in meinem Bekanntenkreis.

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  8. Kannst du bitte mal ein paar Fotos von dir im Brautkleid
    posten. Würd ich gern mal sehen!..;-D

    Hab dir mal die entsprechende Seite vom Statistischen Bundesamt
    verlinkt. Siehe hier: http://www.tinyurl.com/pxlopde
    2013 / 169.800 Scheidungen. Rechnet man das hoch (Pro geschiedenem Pärchen – 4),
    kommt man auf exakt 679.200 Augenringe!..;-)

    Tja..
    Na dann..;-)

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  9. Klar, das kann jeder machen, wie er/sie will. Ich als eingeladener Gast entscheide aber auch von Fall zu Fall, ob ich mitfeiern oder lieber fernbleiben will. Und ich bin ja nur ein Gast-Beispiel: Wenn man die Feier so gestaltet, daß keiner eigentlich so richtig Lust hat, sollte man sich fragen, ob das noch so richtig ist, was man da tut.

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  10. Den Kleidern der Gästinnen nach zu urteilen, war es eine partiell indische Hochzeit…interessant! :yes: Da wäre ich auch neugierig geworden, sowas sieht man im erzkatholischen Köln ja eher weniger.

    An sich sind kirchliche Hochzeiten für mich persönlich auch nicht mehr modern. So werden meine angeblich bessere Hälfte und ich auch „nur“ standesamtlich heiraten. Männe drückte es mal ganz romantisch aus (solche Momente sind selten, aber es gibt sie): „Ich brauche Gottes Segen nicht für unsere Ehe. Den Segen hat er mir schon gegeben, als wir uns kennengelernt haben“. Recht hat er.

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