Urlaub Hermannsweg: 6. Etappe – Hörste

Wieder mal ein Turm, „Eiserner Anton“ wird er genannt, warum, habe ich nicht herausgefunden. Der Fabrikant, der ihn gestiftet hat, nannte ihn Bismarck-Turm, zu Ehren des Otto von. Wir warten, bis die Mountainbike-Fahrer genug geguckt haben.

Apropos: Links hoch ist wirklich sehr steil, daß schafft selbst der geübte Biker kaum. Man begegnet relativ vielen Moutain-Bikern, aber man verträgt sich, auch wenn die Wege manchmal schmal sind.

Ein sehr großes „Ehrenmal“, für die „Gefallenen“ (gemeint sind die Dahingemetzelten) des 1. Weltkrieges.

Einer der letzten überlebenden Offiziere des hier geehrten Regiments, Curt Roß, sagte 1978 in einer Ansprache: „… unsere vorausgegangenen Brüder werden uns einmal fragen, ob wir genug dafür getan haben, daß ihr Opfer den Sinn erhalten hat, daß sich solche Gewaltsamkeit nicht wiederhole.“ Das kann man schnell beantworten: Im Gegenteil. Der Bundespräsident schlägt schon die Trommel, es sei „manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen“ – und sie erstmal anderen in die Hände zu drücken, die ersten Maschinengewehre sind geölt und verpackt fürs wilde Kurdistan.

Wenn man Wald im Hintergrund hat, hat man Platz, um alle möglichen Denkmäler hinzustellen, sagt man sich offenbar in den anliegenden Städtchen, denn da wollen sowieso keine Autos parken. Im Ort ist das ja anders. Dieser Steinhaufen ist für Hermann Löns, der hier auch mal wanderte (ich darf auf keinen Fall berühmt werden, sonst ehrt der nächste Haufen Videbitis). Der Dichter war eher keine angenehme Person, wenn man dem interessanten Wikipedia-Artikel glauben darf. Lesenswert!

Über Hörste, unserem Etappenziel, kann ich nicht viel sagen, die Häuser vermitteln den Eindruck eines Speckgürtelortes, wo Leute in Häusern mit großen Vorgärten schlafen. Über das Hotel schweigen wir lieber, ist ja klar, daß nicht alle Hotels 5 Sterne haben können. Aber das Essen war gut.

Fortsetzung folgt.

0 Antworten zu “Urlaub Hermannsweg: 6. Etappe – Hörste

  1. Auf der Figur sind drei Schafe gemalt, die die Gestik zeigen, die man sonst von drei Äffchen kennt: Nicht sehen, nichts hören, nichts sagen. Deswegen haben die Kinder/Schüler oder Lehrer das dazugesetzt: Hinsehen, zuhören, sprechen ist die bessere Alternative. Aber ich denke, sie würden Dir natürlich zustimmen, gefühl- oder gedankenlose Plapperei hört man ja ständig, dazu muß man niemanden auffordern.

    Nein, das ist der „Löchrige Grünnasenbär“, aber ob der Milch gibt, da bin ich skeptisch.

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  2. Im Wald versteckt, da stören sie halt nicht, und wenn mal ein Wanderer vorbeikommt, hat er was zu schauen und zu fotografieren. Der Erbauer, Maurer, Künstler, Steinmetz usw. hat schön was verdient bei der Herstellung, der Auftraggeber lädt zur festlichen Einweihung alle möglichen Leute ein, es gibt zu essen und zu trinken, vielleicht sogar ein Fest mit Musik, alle freuen sich, prima. Und dann steht das da, schadet ja nix.

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