Am alten Posthof

Hier feiert die „Geiz ist geil“-Mentalität Triumphe: Anfang des Monats eröffnete die irische Textilkette Primark in Stadtzentrum eine ihrer Filialen, eine der größten in Deutschland: Auf vier Etagen können ca. 5.000 Artikel gekauft werden, zu Preisen, die die Konkurrenten „Hager & Mager“, „Piep & Beclopptenburg“ und die anderen nicht bieten können. „Und das, obwohl wir die selben Näherinnen in Indien und Bangladesh mit Niedrigstlöhnen ausbeuten wie die anderen“, verkündet man stolz (nicht wörtlich, aber dem Sinne nach). Man verzichte auf einen Teil der Gewinnmarge und mache Geld durch höheren Umsatz, außerdem verzichte man auch auf den Dienst am Kunden: Auf eine Beratung werde der Kunde in dem Geschäft vergeblich warten, berichtet freudestrahlend einer der hauptamtlichen Mitarbeiter. Außerdem sind die Klamotten durch den niedrigen Preis natürlich so wenig wert, daß sie schneller entsorgt werden als die teuereren von der Konkurrenz, damit man wieder schnell neue kaufen kann, hier beim Aldi der Modebranche. Welche Auswirkungen das auf die Umwelt und die Arbeitssituation der Herstellerinnen in Fernost hat? „Mein komplettes Outfit heute kostet 42 Euro plus 10 Euro, für das, was man nicht sieht!“, sagt die Primark-Chefin von Köln – mit anderen Worten: „Ist mir doch scheißegal, Hauptsache, wir machen Kohle ohne Ende!“

0 Antworten zu “Am alten Posthof

  1. Hi Videbitis,

    ich verbitte mir in solch einen Markt zu gehen.
    Irgendwann ist auch mal gut mit „Geiz“, „Billig“ und „Günstig“.
    Und unterstützen mag ich sowas schon gleich gar nicht.

    Ja, auch ich habe nicht nur bio-fair-vegan Klamotten :roll:…
    ABER, ein bisschen drauf achten kann man schon und naja… ein paar Sachen davon hab ich eben doch… *lach*… :))

    LG mosi

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  2. …ich kaufe Klamotten ausschließlich auf dem Flohmarkt…billig und hochwertig…der Einsatz sind etwas Zeit und ein scharfer Blick…billig und umweltschonend…

    …solche Verkaufstempel sind menschenverachtend, bei dus(s)eliger Beschallung in unmenschlicher Atmosphäre – ich empfinde es als unmenschlich, wenn keine Menschen mehr da sind, die einem die Umkleidekabine zuweisen und mich beim Anprobieren begleiten – das lehne ich ab…

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  3. Ich muss gestehen, dass ich dort gelegentlich einkaufen gehe. Was mir gefällt, ist u.a. das englische System an der Kasse, das geht wesentlich schneller. Die Klamotten, die ich dort bislang gekauft habe (teilweise vor 3-4 Jahren) und auch regelmäßig trage, halten (vielleicht geh ich auch nur zu vernünftig mit meinen Klamotten um?).

    Da ich selber im Verkauf tätig bin, missfällt mir aber auch vieles. Ordnung vermisst man dort komplett, alles hat einen Wühltisch-Charakter, aber vor der Tür steht ein Securitymensch und passt auf alles auf – wirkt auf mich etwas widersprüchlich. Über den Kundenservice brauche ich gar nicht zu reden, den gibt’s da ja einfach nicht. Aus meiner zweigeteilten Sicht (Kundin und Händlerin) etwas armselig, aber ich persönlich würde das auch nicht brauchen. Die Warenherkunft bzw. der Herstellungsprozess ist tatsächlich undurchsichtig; es gab ja auch schon Gegendarstellungen seitens des Unternehmens, man weiß eigentlich nie so ganz, wo was herkommt und unter welchen Bedingungen es gemacht wurde.

    Letztendlich, das ist eine Erfahrung, die ich als Händlerin gemacht habe, hängt es wie immer vom Kunden ab. Und die Leute wollen einfach nur die tollsten Sachen für möglichst wenig Geld. So ist der Markt, leider. Fluch und Segen.

    Mein Fazit in der Hinsicht: alle finden Primark scheiße, dennoch gehen alle hin. *schulterzuck*

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  4. auch in hannover gibt es primark, doch gehe ich dort keine kleidung kaufen.
    eben aus den von dir genannten ausbeutungsgründen.
    solch menschenverachtende arbeitssysteme unterstütze ich nicht mit meinem geld.
    kleidung, bis auf unterwäsche und socken, kaufe ich meistens second-hand.
    bisher habe ich gute erfahrungen damit gemacht.
    mein kleiderschrank ist voller kleidung, zu denen ich „liebelingskleidung“ sagen kann.

    allerdings muß ich gestehen, einmal bei h&m eingekauft zu haben.
    einen hut für 10 €, den ich sehr gern trage und mir gelegentlich auch ein kompliment einbringt.

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  5. Ich habe auch kaum fair gehandelte Kleidung, ich mag sowieso nicht einkaufen, und dann auch noch darauf zu zu achten, wo es her kommt, ist ja noch lästiger. Ich finde ja, die Verantwortung für die Mißstände in der Bekleidungsindustrie dem Kunden vollständig aufzubürden ist auch nicht richtig, vielmehr sollte die Politik per Gesetz dafür sorgen, daß humane Mindeststandards eingehalten werden. Aber bei Primark ist es relatv leicht zu wählen als Verbraucher: Den Händler kann man vollständig boykottieren, da macht man nichts falsch. Aus dem selben Grund kaufe ich übrigens auch nicht bei Aldi, Lidl und Co.

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  6. Gut, ich habe leicht reden, mir macht Klamottenkaufen überhaupt keinen Spaß, aber es ist einfach auch vernünftiger, gute, wertige Kleidung zu kaufen und sie so lange zu tragen, wie es geht.

    Eine Kollegin von mir hat mal geschaut, wie es da zugeht: Der reine Streß, wie früher bei den Schlußverkäufen reißen die Leute sich die Waren aus den Händen. Der Laden appelliert an die niedrigsten Instinkte. Ekelhaft.

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  7. Ich nicht! Basta! 😉 Am Eröffnungstag waren ein paar Tausend Menschen da, schon vor der Türöffnung standen die Leute in einer langen, langen Schlange in der Fußgängerzone. Ich finde, gegen ein Sonderangebot hier und da ist nichts zu sagen, aber diese komplette Billigheimermentalität, die jede Ethik über Bord wirft und einfach nur reiner Geiz ist, ist sehr abstoßend. Man sollte als Kunde da nicht kaufen, aber man sollte auch als Händler nicht an die niedrigsten menschlichen Begierden und Verhaltensweisen appellieren, sowas gehört einfach verboten.

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  8. Man muß ja nun auch kein Heiliger werden, kann man ja auch gar nicht, da keiner die Zeit hat, ständig nachzuschauen, welche Waren unter welchen Bedingungen hergestellt werden, von den relativ hohen Preisen, die faire Produkte kosten, mal abgesehen. ich finde wirklich, die Politik sollte Gesetze für ethische Mindeststandards erlassen, auch auf dem Nahrungsmittelsektor, und nicht alles dem „freien“ Markt überlassen, der ja in Wirklichkeit gar nicht frei ist, sondern den mächtigsten Konzernen gehört.

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  9. Servus!

    Verrate mir mal deine Sockengröße, dann lass ich dir zu Weihnachten
    einen 10er-Pack zukommen..;-D
    Im Ernst: Die Primärklientel solcher Läden sind (junge) Frauen.
    (Und zumeist Männer kritisieren diese Discount-Läden.)
    Wie du schon erläutert hast, sind ja nicht nur Primark, H&M, AWG, Takko etc.
    die „Bösewichte“ der Branche, sondern auch die Lebensmittel-Discounter
    mit Klamotten-Sortiment. (Lidl, Aldi) Alle wollen vom Kuchen etwas abhaben.
    Verlogener sind aber im Grunde die Markeninhaber. Levi’s/Wrangler-Jeans werden
    auch in den Billigklitschen genäht, jedoch mit weitaus höheren Margen im
    Handel verkauft, als No-Name-Jeans. Herstellungskosten einer Levi’s-Jeans –
    etwa 10-20 Euro / Verkauf – 80-100 Euro. Abzocke/Verarsche pur.
    Üblicherweise wird im Bekleidungshandel (Stationär/Versand) der EK verdoppelt.
    Daher sind auch die scheinbar großen Preisnachlässe bei Schlußverkaufsaktionen
    möglich. Nur immer schön Sand in die Augen streuen…
    Tja. Letztendlich ist es egal, wo man Klamotten kauft bzw. dafür ausgibt.
    Genäht wird (fast) alles in Indien, Bangladesh, China. Selbst Fairtrade-Siegel
    werden gefakt. (Ausser man ist wohlhabend und lässt sich die Bekleidung beim
    Schneider des Vertrauens anfertigen/maßschneidern.)
    Deine Kritik ist angebracht, ändern wird sich NICHTS. (Weder Boykott noch
    kritische Berichterstattung wird dieses Business aufhalten.)

    Gruß aus der guten Stube!..;-)

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  10. Ach, echt? Es wird sich nichts ändern? Und ich dachte, nach meinem kritischen Eintrag muß die Filiale wieder schließen. :>> Nein, im Ernst, natürlich hast Du recht, der neoliberale Markt ist entfesselt, bar jeder ethischen Erwägungen, daran werden wir erstmal nichts ändern. Aber vielleicht wußte der ein oder andere meiner 200 Leser noch nichts davon, ein bißchen Aufklärung kann zumindest nicht schaden. Primark ist besonders übel, weil sie den Preiskrieg zusätzlich anheizen: Die Konkurrenten werden versuchen, ihre Preise ein wenig anzugleichen, allerdings nicht durch Verminderung ihres Services, sondern durch zusätzlichen Druck auf die Hersteller in Indien und Bangladesh.

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  11. ich finde, man darf die armen kleinen nicht vergessen: wenn sich doch die mode alle 2 wochen komplett ändert, dann ist es doch nicht schlimm, wenn einem die klamotten nach zweimaligem waschen vom körper fallen. und dann können die jugendlichen mit eher schmalem taschengeld auch ausreichend dem konsum fröhnen. unsere kleinen brauchen diese ausbildung im billig-preis-segment dringend. man kann doch heut keinem jugendlichen mehr zumuten, ein teil länger als sagen wir mal 2 monate tragen – dann wären sie so oldfashioned und würden nur gemobbt werden. das können wir nicht verantworten! 😉

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  12. Tagchen!
    Ich denke, dass der maximale Druck schon ausgeübt wird. Bei Aldi/Lidl werden
    T-Shirts für 5 Euro verschleudert. (Da muss man nicht zu Primark)
    Textil-Discounter gibt es doch schon ziemlich lange. Primark macht es halt
    im großen Stil. Das Geschäftsmodell von H&M, Takko usw. ist identisch.
    „Billigheimer“ gab es übrigens schon in den 70ern. Die Woolworth-Läden
    waren die Vorläufer der heutigen Textil-Discounter. Erinnerst dich noch?
    (Bevölkert von Geringverdiener / Gastarbeiterfrauen)
    Tja. Mag sein, dass der/das Denim einer 80-Euro-Wragler etwas robuster ist,
    im Vergleich zu einer 20-Euro-Jeans ohne Markennamen. Genäht werden die Jeans
    in den selben Klitschen. Um das Gewissen zu beruhigen, taugen ergo Marken-Jeans
    nicht. Sie (die Markeninhaber) suggerieren „Fairtrade“ mit Hochpreisen.

    Ich kaufe übrigens nur diese Marke: http://www.tinyurl.com/k7s7jju – Sitzen gut,
    die Stoff-Qualität ist okay. (Saubere Nähte) Und wie siehts bei dir aus?..;-)

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  13. Als Primark in Hannover eröffnete, standen vor den Eingängen lange Schlangen, und Sicherheitsleute regelten den Einlass, immer nur drei, vier Leute gleichzeitig. Das Personal wirkt sozial depriviert und rekrutiert sich vermutlich aus Leuten, die sonst überhaupt keinen Job kriegen. Ich möchte nicht wissen, wie wenig die verdienen. Es hat eigentlich nicht unbedingt was mit Geiz ist Geil-Mentalität zu tun, wenn Leute bei Primark einkaufen. Manche verdienen in ihrem Job einfach so wenig, dass sie begeistert für fünf Euro shoppen gehen. Es ist die logische Konsequenz des neoliberaler Politik und des Raubtierkapitalismus. Arme produzieren für Arme, und Arme bewachen sie.

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  14. Keine Einwände, es war auch eher bildlich gesprochen. Über meinen ehemaligen Arbeitgeber (Nebenjob, als ich am Abitur saß, 3 Jahre Kassiererin bei einer großen deutschen Supermarktkette mit rotem Logo) maulen auch „alle“, sogar ich, dennoch gehen „alle“ da einkaufen (auch ich^^). Und auch da geht’s um die Billigpreise.

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  15. „Geiz ist …“ Also, ich finde ja, Geiz ist abstoßend. Mit dem Slogan „Geiz ist geil“ hat man erreichen wollen und wohl auch erreicht, dass Leute sich nicht mehr oder zumindest weniger schämen, erkennbar bei Billiganbietern zu kaufen. Es erinnere mich nämlich an Zeiten, wo ohne Gesichtsverlust bei Aldi nur einkaufen konnte, wer eindeutig nach „armer Student“ oder noch eindeutiger nach „armer Rentner“ aussah. Jeder andere vermied es tunlichst, mit einer Aldi-Tüte herumzulaufen. „Geiz ist geil“ hat also auch die Diskriminierung von Menschen, die billig einkaufen müssen verringert. Nachteil: Es kaufen nun auch solche Leute billig ein, die die Schnäppchenjagd als Sport betreiben. Die muss man ab und zu daran erinnern, dass ein Schnäppchen nur dann ein Schnäppchen ist, wenn ich einen wirklich hochwertigen Artikel zu einem besonders günstigen Preis ergattert habe. In Berlin ziehen die Primark-Kunden beladen mit den Packpapiertüten (Immerhin sind wir doch umweltbewusst!) die ganze Schlossstraße runter, und es sind so viele, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass sie alle auf Läden wie Primark angewiesen sind. Ich bin nach der Eröffnung einmal in die hiesige Filiale gegangen (ohne etwas zu kaufen) und habe danach keinen Fuß mehr in den Laden gesetzt. Grauenhaft.

    Was mich wundert: Neulich las ich die mich einigermaßen berührende Geschichte einen Jungen, der seine alleinerziehende Mutter anflehte, ihm doch keine Sachen mehr bei kik zu kaufen sondern lieber was aus dem Second-Hand, denn die kik-Klamotten erkennen die Mitschüler und würden ihn deshalb blöd anmachen. Warum passiert mit den Primark-Klamotten nicht dasselbe? ist das Warensortiment zu groß, als dass man sich damit als Billigkäufer outet? Oder ist Geiz inzwischen wirklich geil? Oder ist Primark einfach angesagt weil aus Irland? Oder was?

    So ärgerlich es ist, wenn auch Markentextilien in Billiglohnländern hergestellt werden, dann hoffentlich nicht in den schlimmsten der menschenunwürdigen Fabriken. Und ich denk schon, dass ein Boykott von Billigprodukten – wenn er schon die Billigproduktion nicht verhindert – sie zumindest nicht befördert.

    Und um noch mal auf meinen ersten Satz zu kommen: Geiz ist wirklich ätzend!

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  16. Was, Primark ist in Wirklichkeit gar kein Klamottenladen, sondern eine Erziehungsinstitut zur Erlangung der höheren Konsumreife? Ach so, das kann natürlich sein, schnell kaufen und wieder wegwerfen, damit man wieder neu Geld ausgeben kann, muß nachhaltig eingeübt werden, das schlägt sich dann in anderen Bereichen nieder. Als Abschluß wird dann ein Konsumverblödungszertifikat 1. Klasse vergeben.

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  17. Für Leute, die nicht viel haben zum Leben, sind solche Läden besonders attraktiv, da hast Du recht. Allerdings bin ich mir sicher, daß auch viele Leute da einkaufen, die sich teuerere Kleidung leisten könnten. Das ist ja bei Aldi auch nicht anders, immer wieder hört man von durchaus wohlhabenden Leuten, sich rühmend, wie gut der Wein etc. dort trotz des geringen Preises sei.

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  18. Geiz, Gier, Neid, Maßlosigkeit, Eitelkeit, wer diese Eigenschaften auf sich vereint, ist der optimale Konsument.

    Danke für den Hinweis: Ein Schnäppchen ist nur dann eins, wenn der Händler aktionsweise seine Gewinnmarge reduziert, nicht etwa, wenn ein Artikel schon von vornherein billig hergestellt wurde. Schon, als es noch Winter- und Sommerschlußverkäufe gab, umgingen die Händler diesen Grundastz, entgegen der ursprünglichen Intention, indem sie für diese Ereignisse extra billige Ware herstellen ließen. Kapitalismus ist meist nicht menschenfreundlich, und wenn doch, dann nur aus Zufall.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe gehört, daß Primark ähnlich Outfits wie die Konkurrenz herstellt, so daß man der Kleidung – anders als bei kik – nicht ansieht, woher sie kommt.

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  19. Servus!
    Du hast sicher Lacoste-Krokokil-Aufnäher vorrätig und bringst
    sie zur Gewissensberuhigung an deinen Shirts an, gell..;-D
    Nochmal: Der Rückschluss, dass relativ teure Klamotten den Näherinnen
    in Bangladesh zugute kommt, ist nicht haltbar. (Es geht nicht um feinen Zwirn
    bzw. Edelrobe, sondern um Alltagskleidung.) Kostet das 40-Euro-Shirt 40 Euro,
    weil in der Nähfabrik bessere Bedingungen herrschen? Die Näherinnen besser
    bezahlt werden? (Im Vergleich zu 10-Euro-Shirts) Klär mich bitte auf..;-)

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  20. Gern:
    Das vielleicht nicht. Aber, wie ich oben schon schrieb: Wenn der Preis immer mehr gedrückt wird wie jetzt durch Primark, dann sehen sich die anderen Anbieter gezwungen, auch mit den Preisen herunterzugehen. Nun können die aber nicht wie Primark einfach ihre Klamotten aus dem Karton heraus verkaufen, sie wollen ja ihren Service beibehalten, wo werden sie also versuchen, einen Teil der Verluste durch die von Primark losgetretene Niedrigpreisspirale wieder hereinzubekommen? Voraussichtlich bei den Herstellern in Fernost. Die niedrigen Preise bei Primark führen so indirekt zu einer Veschlechterung der Situation der Näherinnen.

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  21. Gut beobachtet, was den einstigen SSV und WSV angeht. Da habe ich in den elegantesten Geschäften schon Klamotten entdeckt, die dort regulär garantiert nicht gehandelt wurden. Als ich in der Berliner City (West) arbeitete – lang, lang ist’s her – haben meine Kollegin und ich das wirklich wie ein Sport betrieben und haben bestimmte Stücke, die uns gefielen, schon vor dem Schlussverkauf „beobachtet“. Wie lange konnte man dem Sinken des Preises zuschauen, ohne das einem jemand das begehrte Teil vor der Nase wegschnappte. Das hat auch Spaß gemacht. Und natürlich hätten wir es nicht herausposaunt, etwas billig „geschnappt“ zu haben. So was wie die heute üblichen Werbesprüche wäre uns nicht über die Lippen gekommen.

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