Friesenstr.

Das Brauhaus Päffgen gibt es bereits seit 1883, und tatsächlich wird das Kölsch noch hier im Hause gebraut. Andere Brauhäuser haben die Produktion längst in vollautomatische Produktionsstätten vor den Toren der Stadt verlagert. Das Päffgen-Kölsch wird nicht in Flaschen abgefüllt, und der Ausstoß ist so gering gehalten, daß neben dem Brauhaus nur neun andere Kneipen in Köln das Bier ausschenken dürfen. Am Wochenende abends ist hier ziemlich viel los, was wohl daher kommt, daß sich das Friesenviertel in den letzten Jahrzehnten in ein Remmidemmigebiet gewandelt hat, sonntagnachmittags dagegen geht es beschaulich zu. Vom Essen sollte man allerdings die Finger lassen: Den Sauerbraten, immerhin eine rheinische Spezialität, habe ich woanders schon sehr viel besser gegessen, und die Bratkartoffeln, die so aussahen, als kämen sie aus einer Tiefkühltüte, wurden ohne Speck und Zwiebeln serviert. Das kriegt ja sogar jeder Imbiß besser hin.

0 Antworten zu “Friesenstr.

  1. Das Bisschen, was ich essen, kann ich auch trinken. *grins*

    Nee, im Ernst, das mit dem Essen ist schade. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass manche Lokale, die sich wegen eines angestammten Ambientes (und dann noch Bier dazu!) großer Beliebtheit erfreuen, meinen, sich mit der Küche keine Mühe geben zu müssen. Das würde sich wohl auch nur ändern, wenn die Gäste durch ihr Fortbleiben zeigten, dass sie beides wollen: gutes Bier und leckeres Essen.

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