Innenstadt

7.500 Schlaglöcher hat der letzte Winter in Köln produziert, 5.000 davon sind bereits bearbeitet, also mit Teer notdürftig wieder zugemacht. So steht es jedenfalls in der Zeitung. Das muß mindestens zehn städtische Mitarbeiter in Lohn und Brot gehalten haben, diese Zahlen zu ermitteln, weder Wind noch Wetter scheuend haben sie sich mit Block und Bleistift bewaffnet durch die Straßen gekämpft und gezählt, bravo! Und die restlichen 2.500 Löcher? Eine große Versicherungsfirma ist kürzlich mit gutem Beispiel vorangegangen: Sie hat das Stopfen von 60 Löchern aus eigener Tasche bezahlt. Gut, für die Versicherung ist das natürlich eine „win-win-Situation“: Ist die Straße voller Löcher, können die Autofahrer nicht so rasen und es passieren weniger Unfälle. Dadurch entstehen zwar weniger Versicherungsfälle, aber auch der Grund, sich überhaupt zu versichern, wenn doch gar keine Gefahr besteht, fällt langfristig weg. Vorsicht ist des Risikos Feind, und das Risiko ist der Anlaß eines Versicherungsabschlusses. Und nun weiß ich auch schon, wer die nächsten 60 (wieso eigentlich 60?) Löcher stopfen sollte: Autowerkstätten. Oder Krankenhäuser.

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0 Antworten zu “Innenstadt

  1. Und was hat der Polizist gesagt, nachdem er Deinen Atem gerochen hat? „Ein Bigmac plus Pommes/Mayo und eine große Cola – weiterfahren!“ Was die Polizei von heute alles können muß, Respekt!

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  2. Darüber kann ich nur lachen! Weißt du wie die Straßen hier aussehen?! Die meisten jedenfalls. Und was Kopfsteinpflaster angeht: sehr romantisch, aber nicht zum drauf fahren geeignet. Wessis und ihre Luxusprobleme! 😉

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  3. Ha! – für den Osten vielleicht Luxus, was braucht man in den blühenden Landschaften schon groß Straßen, da hat man gefälligst zu bleiben, wo man ist, basta! Im Westen dagegen, wo der größte Teil des Bruttosozialprodukts erwirtschaftet wird, ist alles busybusybusy, da kann man sich nicht erlauben, von so etwas Profanem wie Schlaglöchern ausgebremst zu werden. Als wenn man nicht schon genug Ärger hätte mit den Fußgängern! Ampeln!!

    Für Autofahrer finde ich Kopfsteinpflaster genau richtig, vielleicht bewirkt das Schütteln irgendwas Positives im Kopf. Für Fahrradfahrer ist es natürlich nicht zumutbar und eine Riesensauerei!

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  4. Da hast du natürlich mal wieder recht! :)) (und wie könnte ich widersprechen, das tue ich doch laut Witz höchstens bei mir selber, wenn Man/n 5 Minuten wartet, sagt Bogie und der muß es ja wissen, ich schau dir in die Augen Kleines….)

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  5. Tagchen!

    Bogey sagte im Original: „Here’s looking at you, kid“,
    was soviel heißt wie „Hoch die Tassen“. (Slang)
    In der deutschen Synchro wurde daraus „Schau mir in die Augen, Kleines“.
    Vermutlich waren die Verantwortlichen besoffen..;-)
    Somit hält sich seit der deutschen Übersetzung dieser Schmarrn.

    Aber sei’s drum..;-)

    P.S. Zum Schlagloch fällt mir jetzt nix ein..;-D

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  6. In der Enzyklopädie der populären Irrtümer steht sogar folgendes:
    „Aus der deutschen Fassung „Ich schau Dir in die Augen, Kleines“, die dem englischen Ausdruck fast Wort für Wort entspricht, seinen Sinn aber völlig entstellt, lässt sich schließen, dass das originale Manuskript in zwei Stufen übersetzt worden sein muss. Der erste Übersetzer fertigte eine Wort-für-Wort Übersetzung an, in die ein zweiter Übersetzer versuchte einen Sinn zu bringen; vermutlich ohne den Film zu kennen. Einigen Aussagen zufolge ist auch das englische Original falsch. Im Drehbuch soll demnach „Here’s good luck for you“ gestanden haben, ein Trinkspruch, den Bogart vernuschelt und so sinnentstellt habe.“

    Das erinnert mich an einen Kriminalroman von Dorothy Sayers, der früher auf deutsch hieß: „Fünf rote Heringe“, im Original „Five red herrings“. Im Buch kommt nicht ein einziger Hering vor, ganz zu schweigen von roten, was den Übersetzer aber nicht weiter gestört hat. „Red herring“ ist die idiomatische Umschreibung von „falsche Fährte“.

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  7. Also die Schlaglöcher in der Stadt sind schon enorm.
    Aber was für den Autofahrer die Schlaglöcher sind, sind für die Radfahrer die Glasscherben.
    Es ist eine Katastrophe in der Stadt mit dem Rad zu fahren. Ich habe dieses Jahr schon sechs Mal (!) den Schlauch wechseln müssen.
    Nein, ich bin blind und sehe wo ich fahre, aber diese kleinen Scherben sehe ich wohl nicht schnell genug oder sie sind beim Vorbeifahren zu klein, um sie zu sehen.
    Jetzt habe ich mir diese Woche einen sehr teuren Radmantel gekauft und hoffe, jetzt ist Schluss mit den defekten Schläuchen. Dabei fahre ich nur gut 6 Kilometer bis zur Arbeit, was ja nicht unbedingt weit ist.

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  8. Laß mich raten: Schwalbe Marathon Plus. Die habe ich jedenfalls seit ein paar Jahren, mir ist es nämlich genau so gegangen wie Dir, ich hatte einfach die Schnauze voll davon, und tatsächlich habe ich mit den neuen Mänteln keine Schwierigkeiten mehr. Teuer, stimmt, aber eine gute Investition. Ich bin auch jeden Tag mit dem Rad unterwegs, es ist mir unbegreiflich, wieso diese besoffenen Idioten immer ihre Flaschen auf der Straße zerdeppern müssen.
    Wenn jetzt noch die Autofahrer lernen, was ein Fahradweg ist, wäre es fast paradiesisch, aber da habe ich wenig Hoffnung. 😉

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