Berliner Eindrücke (1)

Hat Schildermaler Kevin etwa ein Praktikum in Berlin absolviert? Angesichts der Tatsache, daß das hier auch ein Handyladen ist, bleiben wir lieber draußen …

… und besuchen die Bonbonmacherei in den Heckmann Höfen an der Oranienburger Str. Hier werden alle Bonbons nach traditionellen Rezepten und mit alten Maschinen selbst hergestellt. Besonders beliebt sind die Berliner Waldmeisterblätter. Doch, schmeckt intensiv, aber ich hab’s nicht so mit großen Stücken Zucker im Mund. Aber meine Begleiterin war hocherfreut.

Gegenüber von der immer noch verhüllten Gedächtniskirche entsteht ein neues Geschäfts- und Büroareal, „Bikini Berlin“. Keine Ahnung, wer sich den Namen ausgedacht hat – an was sollen wir dabei denken, an junge Damen in sexy Zweiteilern, oder an das Atoll, daß zu Atomtestzwecken vollständig zerstört wurde? Ich befürchte, letzteres, moderne Geschäfts- und Büroarchitektur, das sieht man überall, hat Unwirtlichkeit zum Programm.

Bücherflohmarkt vor der Humboldt-Universität – hier macht Stöbern Spaß.

Im Café des Historischen Museums gibt es ausgezeichneten Apfelstrudel mit Vanilleeis – ein echter Tipp! Aber wahrscheinlich eher was für Touristen.

Einheimische … Vögel kriegen hier was zu futtern. Nett, da setzt sich ein Kiezaktivist für die Natur in Kreuzberg ein, hier ist sein Blog.

Aus Kreuzberg kommt auch „die tageszeitung“, kurz taz genannt. Ob das drohende Gebäude im Hintergrund schon zur Springerpresse gehört, die ganz in der Nähe residiert? Möglich wär’s.

Man wacht morgens auf – und plötzlich ist die Welt weiß. Hat nur einen Tag gehalten, aber die Kinder auf dem Spielplatz freut’s …

… und die Erwachsenen auch.

Der Goerlitzer Bahnhof ist ein U-Bahnhof, obwohl er überirdisch liegt. Hier fährt die Linie 1, glücklicherweise unabhängig vom anderen Straßenverkehr und irgendwann auch mal unter der Erde. Daher paßt das schon.

0 Antworten zu “Berliner Eindrücke (1)

  1. Sag mal wo treibst du dich denn rum? An seltsamen Orten…Obwohl X-berg paßt schon, aber Friedlhain, Mitte, Prenzlberg sind doch interessanter, na, vielleicht kommt das noch.
    Ich liebe die überirdischen Bahnhöfe der U1. Vor allem meinen Kindheitsbahnhof, das Schlesische Tor. Von da aus runter gehen zur Spree und vorher beim Türken für 1 DM (damals) abwechselnd süßes und salziges Gebäck holen.
    Den Bücherflohmarkt an der Uni hab ich oft abgegrast. Übrigens bieten fast alle Berliner Büchereien Bücher vor und hinter der Tür an, die durchgrabbelnswert sind. Jedenfalls damals.
    Mein Tip für Essen & Co: Die Oranienburgerstraße runter wandern. Da lacht das Herz des Genießers. Oder rund um den Rosenthalerplatz etc. Überhaupt Mitte, immer kleine Läden ansteuern oder Inder, dort auf jeden Fall ein Lassi bestellen!
    Siehe hier:

    (Auf der Oranienburger ist das.)

    Gefällt mir

  2. Berlin ist groß, und wenn man viel unterwegs ist, kommt man auch viel rum. 🙂 Am Schlesischen Tor gibt es eine türkische Bäckerei, die haben so unglaublich guten Kuchen, dazu für einen Spottpreis – gut, daß ich da nicht wohne, ich würde dick und rund werden.
    Die Inder, stimmt: Ich habe noch in keiner deutschen Stadt so gut indisch gegessen wie in Berlin. Unser Stamm-Inder ist in der Oranienstr. direkt am Goerlitzer Bahnhof (nicht zu verwechseln mit der Oranienburger Str.), klar, kennst Du, diese nette Gegend mit den vielen Cafés und Kneipen. An einem Mango-Lassi habe ich mal genippt, sehr lecker, aber mächtig, fast eine volle Mahlzeit.

    Gefällt mir

  3. Vermutlich ist das dieselbe Bäckerei, die ich auch meinte. Alles sehr viel für wenig Geld, wie immer beim Türken.

    Ich habe so das Gefühl, daß Westdeutsche immer in dieselben Stadtviertel fahren und fast nie in den ehemaligen Ost-Teil (übrigens auch umgekehrt). Ich bin gespannt, was bei dir noch kommt.

    Inder am Görli? Existiert das „Kafka“ noch? Da hab ich früher immer regelmäßig gebruncht, gigantische Mengen für 15 Euro. Da war man den ganzen Tag lang satt. Gastronomie ist leider seit Euroeinführung unglaublich teuer geworden. Außer natürlich bei Fisch Wilters….*smile*

    Gefällt mir

  4. Ich kann für mich mit Sicherheit behaupten, daß ich nicht das Geringste gegen den Ostteil habe, allerdings auch nichts Besonderes für ihn, ich nehme, wie es kommt, je nach Ausstellung oder Veranstaltung, die wir besuchen.
    Das Kafka gibt es nicht mehr, da ist jetzt der Inder, der vorher nur in der Nachbarschaft war, das „Amrit“, inzwischen haben sie auch Filialen in anderen Stadtteilen, habe ich gehört: Essen für vier Personen, sehr lecker und soviel, daß man pappsatt ist, inklusive Getränke: 45 Euro. Nach meinen Erfahrungen ist die Gastronomie in Berlin allgemein etwas günstiger, kann das sein? jedenfalls in Kreuzberg.

    Gefällt mir

  5. …als ich Kind war, gab es die Himbeer- und Waldmeisterbonbons noch in großen Gläsern im Laden, es gab auch Fenchelbonbons gegen Husten und so ganz bunte saure, die bekam man dann in braunen Papiertüten verkauft, wo sie danach, in die Hosentasche gesteckt, natürlich zusammen klebten…aber sie schmeckten einfach wunderbar…

    Gefällt mir

  6. Ah ja, jetzt verstehe ich, was Du meinst. Was mich betrifft, kann ich sagen, daß ich mit ganz Berlin nicht sonderlich vertraut bin, also in dem Sinne, daß ich irgendwie einen Gesamtplan im Kopf habe und ungefähr weiß, was wo ist, und das, obwohl ich schon seit ca. 15 Jahren mindestens einmal im Jahr hier war. Berlin ist einfach so irre groß. Kreuzberg kenne ich inzwischen ganz gut – allein dieses Viertel ist ja schon eine völlig eigene Stadt, jedenfalls kommt es mir rheinischem Provinzler so vor. 😉 Wo es uns immer wieder hinzieht, sind die Museen um den Alexanderplatz, Potzdamer Platz wegen der Berlinale (wenn wir Glück haben) und das wunderbar versnobte Literaturcafé in der Fasanenstr.

    Gefällt mir

  7. Ja, in dem kleinen Lädchen gibt es natürlich auch noch viel mehr Sorten, meine Begleiterin wußte kaum, welche sie zuerst nehmen soll. 😉 Und die Küche ist im selben Raum, wenn man Glück hat, kann man dem jungen Mann beim Bonbonmachen zusehen.

    Gefällt mir

  8. Wer ist eigentlich das „wir“ von dem du immer schreibst?

    Es ist sogar so, daß innerhalb Berlins das auch so ist: die Ossis bleiben immer in ihren Stadtteilen, die Wessis auch. Beide sagen: Ach, da kenn ich mich nicht so aus.

    Mir fällt nur auf, daß sich Touristen immer irgendwie an Orten aufhalten, an denen ich als Berlinerin nie bin: Potsdamerplatz etwa oder Checkpoint Charlie, die Friedrichstraße, der Ku’damm etc..
    Aber klar, man muß natürlich wissen, wo man hingehen kann/soll. Und Prenzlberg geht einem ja mittlerweile auch auf die Nerven.
    Ich denke nur gerade: so eine genial interessante Stadt für Fotomotive, aber ich sehe auf blogs immer dieselben Bilder.

    Gefällt mir

  9. Immer dieselben Bilder? Anwesende Blogs ausgeschlossen, oder? Oder willst Du Dich etwa beschweren über meine Fotos? *lach* Die hast Du noch nirgends gesehen, oder doch?
    Stimmt, Berlin erscheint mir auch übervoll an Motiven, viel mehr als Köln, wo ich manchmal überlege, was ich denn noch so fotografieren kann, ohne mich ständig zu wiederholen.

    Wir – das sind meine beste Freundin und ich. Meistens gehen wir zusammen auf Reisen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s