Paar auf der Zülpicher Str.

Der Erzbischof von Köln, Kardinal Meisner, sagte kürzlich in einer Predigt: „Liebe Genossinnen und Genossen, …“ – quatsch!, das sagte er natürlich nicht, sondern: „Liebe Schwestern, liebe Brüder …“, was aber genau so falsch ist, denn er meinte alle, die ihm zuhörten, und so eine große Familie hat der gar nicht. „Da stimmt doch mit unserem Volke nicht…s … mehr!“, las er von seinem Manuskript ab, nachdem er behauptet hatte, jeden Monat würden Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland eine Großstadt in der Größe von Koblenz oder Remscheid „auslöschen“, im Jahr also zwölf Großstädte. Koblenz ist ja ganz schön, aber zwölf davon … und in Remscheid war ich noch nie, glaube aber nicht, daß es wünschenswert wäre, alle zehn Jahre 120 neue davon zu haben.

Aber Spaß beiseite: Wenn man den Gedanken nun weiterdenkt, was für große Großstädte ergäbe das, wenn man all die Einwohner mitzählt, die durch traditionelle Empfängnisverhütung nicht gezeugt werden, oder sogar die, die – man verzeihe mir die Offenheit – bei einem einsamen Samenerguß nicht auch nur die geringste Chance haben, gezeugt zu werden, weil sie in einem Papiertaschentusch landen. Das ergibt Großstädte, deren Umfang kann man sich kaum vorstellen. 24 mal Köln in einem Jahr, vielleicht. Und wenn die dann alle Karneval feiern … nee, Herr WachtMeisner, tut mir Leid um ihre potentiellen Schäfchen, aber wir lassen alles so, wie es ist. Vielleicht, mein „lieber Bruder“, kümmern Sie sich mal um die, die bereits da und in Not sind. Und Remscheid und Koblenz ist das, glaube ich, auch lieber.

0 Antworten zu “Paar auf der Zülpicher Str.

  1. …ich mag sie nicht, die katholischen hochgestellten Brüder in Amt und Würden…wie arrogant und selbstherrlich, verlogen und dumm, einfach nicht zu ertragen…

    …ein stimmungsvolles Foto, das untere gefällt mir sehr, was nicht heißt, das nicht auch das obere gut ist…

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  2. Und auch der die frommen Brüder könnten ganze Großstädte gezeugt haben, wenn sie nicht der Knabenliebe verfallen wären. Aber das ist ja ein Glück, wenn der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, wie es heißt, dann hätten wir Großstädte voller Bigotterie, und wer wollte da schon leben.

    Ach so, schöner, witziger Text!

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