Breslauer Platz

Im Zuge der Neugestaltung des Breslauer Platzes, des Hinterhofes vom Hauptbahnhof, wurde vor ein paar Tagen der aufwendig umgestaltete U-Bahnhof geöffnet, seit 2004 war man hier am Werkeln.

Die Eingänge haben schon für viel Aufregung gesorgt: Anwohner sind empört über die pompösen säulengesäumten Eingänge, im Volksmund spricht man von der Akropolis von Köln. Die Stadt wünschte sich ein „Entrée“ für die ganze Stadt und Herr Roters findet das nun super gelungen. Ein bißchen wirkt es wie jemand, der sich für die Oper fein machen will und sich einen Zylinder aufsetzt. Aber mal abwarten, wie es wirkt, wenn der ganze Platz fertig ist.

Innen ist die Architektur, verglichen mit der gekachelten Badezimmeranmutung der meisten anderen U-Bahnstationen, großzügig, offen, modern. Ich bin beindruckt.

Nur an den Treppen hat man eine Zwischendecke eingezogen, was dem Raum etwas Kathedralenartiges verleiht. Rechts im Bild werden Live-Videostreams an die Wand geworfen, aber keine Reklamebilder, sondern von den Nistplätzen der Alexandersittiche in einem Kölner Park. Hm … okay, warum nicht. Das Fehlen fast jeglicher Werbung fällt jedenfalls positiv auf, ich hoffe, das bleibt so.
Wenn ich in Zukunft verreisen will, werde ich nur hier aus- und zusteigen, soviel steht fest.

0 Antworten zu “Breslauer Platz

  1. Mir gefallen solche Säulengänge. Wenn man Besuch bekommt kann man ihn dort posieren lassen. Auch mit der „Badezimmerfliesung“ einiger U-Bahn Stationen hast du recht. Das muss in den 70ern schwer in Mode gewesen sein.

    Mit U-Bahnstationen könnte man etliche Fotobände füllen und ich vermute nicht wenige von ihnen werden in den nächsten Jahrzehnten unter Denkmalschutz gestellt.

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  2. Ich habe schon mal überlegt, Fotoserien zu machen, U-Bahnhöfe böten sich an. Bushaltestellen, Fahrradabstellplätze, öffentliche Urinale, lange Straßenzüge und ihre abschnittsweisen Veränderungen. Oder welche Leute zu welcher Tageszeit einen bestimmenten Platz bevölkern. Leider muß ich nebenbei noch arbeiten, Mist.

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  3. Das erste gefällt mir auch am besten. Und das dritte, wegen der grafischen Gestaltung und des Fluchtpunkts, die beiden Dreiecke, deren Spitzen aufeinander zustreben – ein Foto, das nicht geplant war, sondern einfach nur passiert ist. Schön, wenn man erst hinterher sieht, daß da, quasi ohne bewußtes Zutun, was Gutes entstanden ist.

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  4. …ja, die Wiederholung der Elemente sowohl in den „Flächen“ rechts und links – Säulen, Säulen, Streben, Fensterrahmen –
    …und die waagerechten Betonbalken darunter, die beiden Flächen einen Halt geben, sie miteinander verbinden…das ist toll…
    auch wenn es nicht geplant war, vielleicht ist es ja mit guten Fotografen wie mit guten Musikern, die haben das einfach im Blut…

    …nur die schwarze Fläche oben ist mir zu dominant, nimmt mir zu viel Platz ein, vielleicht, wenn Du dort noch einmal vorbei kommst…

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  5. *lach* vielleicht sollte ich dann immer weibliche Begleitung dabei haben, die evt. bezeugen kann, daß ich rein fotografische Absichten habe.

    Ah, die Troika, ich erinnere mich. „Zwischen uns paßt kein Blatt“, war nicht die einzige Lüge, die der Schröder von sich gegeben hat. Und wenn man sich die heutigen Kandidaten ansieht, hätte Herr Roters nicht die schlechtesten Chancen.

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  6. …und die Kamera vielleicht ein wenig nach links wenden, so dass die Linie gerade auf die obere rechte Ecke zustrebt…vielleicht ist es möglich, so die Wirkung zu erhöhen, ohne dass die anderen Elemente sich allzu sehr verschieben…

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