Urlaub 3. Station, Bayerischer Wald (2)

Noch einen Berg bestiegen: Den „Großen Arber“ nennt man auch den „König des Bayerischen Waldes“, weil er der größte Berg hier ist.

Na gut, ich geb’s zu, wir sind in einer Gondel hochgefahren und auf einem gut ausgebauten Weg wieder hinuntergelaufen, das schont die Kräfte für andere Erlebnisse.

Vorsicht vor wilden Tieren wie dieser Schneeeule, die sich offenbar in Zeit und Raum verirrt hat.

In Bodenmais gibt es Flachmänner im Angebot – die können eigentlich nicht von hier sein, die bayerischen Männer sind alle rund und wohlgenährt (tätää! – Bußgeld an die Witzepolizei? Ich verkauf den Joke an einen hiesigen Büttenredner, dann hab ich’s wieder raus.)

Apropos Essen: Alles, was man in der bayerischen Gastronomie bestellt, ist viel und meistens fleischig und dabei wirklich günstig. Und wenn man in einem Bierzelt ein kleines Bier ordert, bekommt man 1 Liter. Diese Menge an Kalorien macht sich bei der einheimischen Bevölkerung bemerkbar.

Die Flachmannwerbung hat natürlich einen anderen Hintergrund: In der Gegend wird schon seit Jahrhunderten Glas hergestellt. In Bodenmais gibt es ein Kristallglasparadies, ein riesiges Geschäft, wo man alles mögliche aus Glas kaufen kann.

Unter anderem auch Dinge des täglichen Gebrauchs. Was sollen die Archäologen in 5000 Jahren über unsere heutige Zeit denken, wenn sie graben und Stiefel und Handtaschen aus Glas finden? Die glasbekleideten Bewohner dieses Landstrichs im 21. Jahrhundert müssen nicht ganz dicht gewesen sein … Gut, vielleicht denken die das sowieso, aber doch bitte aus anderen Gründen!

Die über 8 Meter hohe Glaspyramide in Zwiesel besteht aus 93.000 Weingläsern und ist somit die größte der Welt. Aha. Gibt es eigentlich auch die Kategorie „Überflüssigster Rekord der Welt“? Dada gibt es eben überall, auch da, wo man gar nichts davon weiß.

Genug geunkt – hier kann man sehr gut ein paar Wochen verbringen. Oder eine Woche. Jedenfalls kann man hier auch sehr gut schlafen.

0 Antworten zu “Urlaub 3. Station, Bayerischer Wald (2)

  1. Hast du die Schnee-Eule mitgenommen? Das würde mich interessieren.
    Gläserne Schuhe gab es schon im Märchen. Nix Neues also.
    Die wohlgenährten Bayern erinnern mich an den Anfang des Filmes „Out of Rosenheim“.
    „hoam’s ma Frau g’sehen, so eine Storke…“

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  2. Nee, habe ich nicht. Das hast Du auch nicht wirklich vermutet, oder? Aber ich habe mir eine sehr schöne gläserne Teekanne gekauft, die ich auf dem Rest der Reise behandelt habe wie ein rohes Ei.

    Der Dialekt braucht wahrscheinlich einen wohlgenährten Körper, an Strauß konnte man das sehr schön sehen, wie sein ganzer Torso bebte, während der Kopf gleichzeitig relativ starr war, wenn er die gebellten Worte tief aus seinem Leib holte.

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