Maybachstr.

Das ist nett: „Einen schönen Tag noch!“, rief die Laterne, als wir vorübergingen, und lüpfte höflich ihren Hut. Sachen gibt’s …

0 Antworten zu “Maybachstr.

  1. In einem SF-Film wurden die Passanten sogar mit Namen angesprochen. Und wenn das Schaufenster mich schon erkennt, könnte es blitzschnell eine Anfrage an Facebook, Amazon und Google senden und einen mit Produkten überraschen, die zu einem passen könnten, ein neues Fahrradblitzventil oder sowas. 😉
    In der Vergangenheit hat es ja schon widersprechende Spiegelbilder gegeben, erinnerst Du Dich? Ich glaube, es ging um Kaffee. Auch gruselig.

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  2. Nein, ich erinnere mich gerade nicht.
    Aber die Idee mit dem Schaufenster ist großartig. „Ah, Herr Meier, wie geht’s im Swingerclub? Wußten Sie, daß heute Kondome im Angebot sind- ja, Herr Meier, greifen Sie zu. Auch bei Ihnen in der Friedrich-Ebert-Straße 89 wird man es zu schätzen wissen…“
    Jaja, brave new world!

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  3. „Auch in Ihrer Größe – extraklein!“ Hacker hätten ihre wahre Freude.

    Kaffeewerbung: Großes Fest, alle sind voll des Lobes für die hervorragenden Fähigkeiten der Hausfrau – und trinken ihren Kaffee nur halb aus. Oh je! – grande catastrophe! Be(un)ruhigendweise erscheint das Spiegelbild der ob ihrer Unfähigkeit Gemarterten (die Ärmste, jetzt ist sie auch noch schizophren geworden, denkt der besorgte Zuschauer) und empfiehlt ihr die Krönung. Nächste Szene: Großes Fest – und alle Tassen leer. Hurra, die Hausfrau könnte sofort sterben, so selig ist sie, da sie gerade den Höhepunkt ihres Daseins erleben durfte.

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  4. Oder: das mitdenkende Kaufhaus. Du betrittst den Laden und dann kommt: „Meier, Herbert, 1,78 m, 89 Kilo, Schuhgröße 44! Trägt gerne Jeans, haßt Karomuster, bevorzugt grün.“ und wupp werden nur passende Waren heraus gesucht und du sparst dir das lange suchen.“ Wenn das nicht toll ist!

    Jaja, damit kriegen se einen, nichts ist schlimmer, als wenn Wäsche zu hart (Lenorgewissen!), Kaffee zu fad, Gardine zu grau ist.
    So klappt’s nicht mit dem Nachbarn und das ist bitter. Ich würde sagen, hier wird Konsum zur reinen Nächstenliebe. Und das ist doch wirklich die Krönung.

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  5. Super! Insgeheim werden beim Betreten deine Körpermaße gescannt, und dezent werden dir nur Hosen angeboten, die ein bis zwei Nummern größer sind in der Hüfte als letztes Mal, und ohne dich damit zu belästigen.
    Da fällt mir ein: Beim Frisör wäre das wirklich gut. Die fragen einen sowieso jedesmal nach dem Namen, dann könnten sie eigentlich auch gleich ein Foto dazu packen, wie das nach dem letzten Schnitt ausgesehen hat, dann erspart man sich jede Menge überflüssige Diskussionen. Aber die Frisöre kapieren das irgendwie nicht, daß ein Frisörbesuch kein soziales Event ist (jedenfalls nicht für Männer), sondern nur eine möglichst schnell zu erledigende Dienstleistung. Fehlt nur noch, daß Tilly meine Fingespitzen in Spülmittel badet und man mir ein Tasse abgestandenen Aldi-Plörre anbietet.

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  6. Oh, da kennst du C. noch nicht, der liebt es beim Friseur zu sitzen und zu quatschen. Aber er ist ohnehin der Inbegriff eines Frauenverstehers. 😉 Der hat auch neulich mit mir Schuhe gekauft und mir dabei geduldig beratend zur Seite gestanden.

    Die Idee mit dem Scanner ist natürlich genial! Wer möchte denn nicht, daß ihm jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Ahäm, naja, so fast…Man denke auch mal an eine Frittenbude mit Facebookprofil! Nie wieder gefragt werden, ob man was auf die Pommes will.
    Übrigens, die besten Pommes meines Lebens hab ich neulich in Oldenburg gegessen! Da werden Fritten zur Delikatesse!
    Hier auch ein interessanter Artikel dazu:
    http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Wirtschaft/Nachrichten/NWZ/Artikel/1614738/%26bdquo%3BFrittenstrom%26ldquo%3B+aus+Oldenburg.html

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  7. Oldenburg ist neben Göttingen (und Varel natürlich) meine Lieblingsstadt. Es müssen nicht immer die großen sein, die einen beeindrucken. Aber das fachwerkische Miltenberg hat auch was. Allerdings im Sommer auch Tourimassen. Leider.

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  8. Oldenburg ist wirklich sehr schön, aber nach acht Jahren wurde die Stadt mir zu klein, und es zog mich hinaus in die große weite Welt *lach*. Aber da war ich auch noch jung, wer weiß, heute fände ich es vielleicht ganz angenehm, da zu wohnen.

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  9. Ja, ich denke, das ist so, jung braucht man Großstadt, später nicht mehr. Mir würde das vollends genügen, nach 9 Jahren auf dem Land bin ich sowieso nicht mehr auf Großstadt eingestellt.
    Als ich neulich in Bayern war, dachte ich: außerdem hab ich eine Sehnsucht danach mal irgendwo zu leben, wo nicht alles verfallen, gammlig, voller Armut und ohne Persepektive ist.

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  10. Noch früher, Mitte der 70er. Ich hatte da mit meiner späteren Ehefrau ein möbiliertes Zimmer, die erste eigene Wohnung, in deren Waschbecken ich meine Einberufung und meinen Wehrpass verbrannt habe, so dass es tagelang verstopft war.

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