Eine Betriebsweihnachtsfeier

… kann manchmal sehr öde sein: Der Chef kommt nur, wenn er eine Weihnachtsgeschichte vorlesen darf, was man ihm natürlich nicht verwehren kann. Bevor man also zugreifen darf zum Glühwein aus dem Tetrapack von Aldi und den Keksen von einem anderen Supermarkt, muß man sich eine rührselige Geschichte anhören, mit der Heinz Rühmann und andere vor gefühlten einhundert Jahren ebenfalls schon genervt haben. Immerhin hatten die eine Sprecherausbildung. Danach darf der Sohn irgendeiner Sekretären auf der Hammond-Orgel Odufröhliche spielen. Wenn man keine Kollegen dabei hat, die auch Spaß am Lästern haben, ist sowas grauenhaft.

Aber es geht auch anders: KollegInnen einer Abteilung treffen sich, jeder hat was Leckeres mitgebracht. Man sitzt an einem Tisch, Prosecco sorgt für angeregte lustige Gespräche und man probiert sich durch alle Speisen, die alle – keiner wollte sich lumpen lassen – ausgezeichnet sind. So war es bei mir am letzten Samstag.

Zwei Tage später waren von neun Leuten sieben krank, alle Magen-Darm. Die Attentäter konnten noch nicht ermittelt werden. In den Fokus der argwöhnischen Aufmerksamkeit gerieten natürlich sofort die beiden Nicht-Erkrankten, aber als alter Krimi-Fan kann ich versichern: Die Verdächtigsten sind garantiert unschuldig. Der Fall bleibt ungelöst. Ob allerdings im nächsten Jahr wieder so eine Feier stattfindet? Man wird sehen. Abwarten, was zwischendurch passiert.

Passend zu dieser schönen Geschichte aus der Reihe „Besinnliches zur Adventszeit“ ein Winterfoto von meinem Hinterhof.

0 Antworten zu “Eine Betriebsweihnachtsfeier

  1. Düsseldorfer Senf, als Kölner?! Also bitte, der Fall ist für mich schon gelöst. Express: „Wahnsinniger impfte Senftuben mit Durchfallbakterien! Attentat auf harmlose Kölner!“ Dahinter steckt die Bewegung DSDD (Düsseldorfer Senf den Düsseldorfern).
    Also die Bremsklötze demnächst lieber unscharf oder mit mitgebrachtem Eigensenf verzehren, dann klappt’s auch mit der Schüssel!

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  2. Mensch, das habe ich gar nicht gesehen! Des Rätsels Lösung! Die Tube muß äußerlich kontaminiert gewesen sein, denn gegessen hat den eigentlich keiner. Danke für den Tipp: Eigensenf, das ist’s. Gebe ich ja sowieso überall dazu.

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  3. Einer aus der Riege muß also Düsseldorfer oder wenigstens Düsseldorf-Sympathisant sein. Müßte sich rausfinden lassen. Die gerechte Strafe wäre ihn mit kölscher Karnevalsmusik zu beschallen, mit allem, Bütze- und Schunkelzwang. Oder 48 h Fußbroichs gucken. Mindestens! So was nennt man Entdüsseldorfizierung! Hoch wirksam.

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  4. Gute Idee – Fußbroichs abwechselnd mit Karnevalsmusik. Literweise wird demjenigen Kölsch statt Alt eingeflößt. Aber verletzt das nicht die Menschenrechtskonventionen? Außerdem befürchte ich, das endet wie bei „Clockwork Orange“: Die Anti-Köln-Prägung setzt sich letztlich doch wieder durch.

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  5. Ja, außerdem ist der Düsseldorfer an sich Kummer gewöhnt, Karneval hat er ja auch! Und dann die Häßlichkeit seiner Heimatstadt, man sollte eher für ihn sammeln, daß er in Köln leben darf. Die Stadt ist zwar auch nicht meine Traumstadt, aber alles ist schöner als D’dorf. Hab die Stadt nie leiden können.

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