Berlin, Hackesche Höfe

In den Hackeschen Höfen, einem riesigen Gebäudekomplex, der acht miteinader verbundene Höfe umschließt, gibt es hauptsächlich Souvenirgeschäfte, z.B. einen ganzen Laden auschließlich mit Ampelmännchenartikeln.

City Lights zum mit nach Hause nehmen, vielleicht könnte man die irgendwie mit dem Toilettenschloß verbinden.

Das Berliner Wappentier darf natürlich auch nicht fehlen, egal ob als weiches Kuscheltier …

… oder harter Staubfänger.

Hampelmänner und -frauen gibt’s auch – die Souvenirbranche schreckt vor nichts zurück. Schade, daß es keinen Westerwelle gibt, dann hätte ich noch ein Dekostück fürs Klo.

Die Hackeschen Höfe wurden 1906 im sogenannten Scheunenviertel fertig gestellt, daß als Armenhaus Berlins galt. Die Mischung aus Gewerbe, Fabriken, Büros, Kulturbetriebe und Wohnungen sollte ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Der erste Hof war für das kulturelle Leben bestimmt, und auch heute noch befinden sich dort ein Kino und ein Theater.

Bereits in den 20er Jahren verließen aufgrund der desolaten Nachkriegswirtschaftslage viele Betriebe die Höfe, und ein Kaufhaus zog ein und belgte einen goßen Bereich. Nach dem 2. WK ließ die DDR den Gebäudekomplex verkommen – kein Geld, vermutlich, aber immerhin 1977 unter Denkmalschutz stellen.

1997 wurde er komplett saniert und ist seitdem eine der teuersten Immobilien Berlins. Was hier die Mieten kosten, möchte ich nicht wissen – Architekten, Internetfirmen, Rechtsanwälte haben hier ihre Büros.

Wie sich der wilde Schokoladenladen hier halten kann, ist mir ein Rätsel, vielleicht deswegen, weil er in der hintersten Ecke liegt.

0 Antworten zu “Berlin, Hackesche Höfe

  1. Oh-ja… nach Berlin muss ich auch mal wieder.
    Der letzte Besuch ist schon… bestimmt 5 oder 6 Jahre her.

    Finde ich immer wieder gut, Deine Impressionen… abseits der „normalen“ Fotografie. Und die Infos zu den Bildern… klasse.

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  2. Danke, freut mich! 🙂

    Berlin ist toll, ich fahre immer wieder gern hin. Dieses Jahr ist mir allerdings der Winter leicht auf die Nerven gefallen, vereiste Gehwege überall, die nur minimal freigeräumt waren.

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  3. ah – und wie kommt das, daß Du Berlin so magst? Und was ist mit Paris? Ich war schon lange nicht mehr da, bestimmt schon über 17 Jahre ist es her, aber vorher oft, und ich habe es in sehr guter Erinnerung.

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  4. ich bin aus Ostberlin und habe viel Zeit meines Lebens in Ost- und Westberlin verbracht,
    schöne lebendige Stadt mit vielen netten Leuten, offen und freundlich

    Paris ist aber auch sehr schön und Venedig und Perpignan und…doch keine ist so wie Berlin!

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  5. ah, die hackeschen höfe – da war ich vor ein jahren auch ein paarmal, es hat sich aber offensichtlich schon wieder einiges geändert. die ampelmännchen halten sich offensichtlich immer noch wacker bzw. sie breiten sich sogar noch weiter aus. hatte damals einen schlüsselanhänger, aber als klolicht natürlich auch interessant, quasi so wie im flugzeug 🙂 sehr hübsch auch die hampelmänner — ich sehe schon, dein klo scheint ein ort zu sein, der zumindest in der vorstellung viele schöne fundstücke enthält —

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  6. Komisch für Berliner ist das meist nur eine Tourifalle und wir meiden das, wo es nur geht.
    In dem Kino dort habe ich vor knapp 10 Jahren mal den unglaublich surrealen, aber eigentlich sau-guten und vor allem sehr britischen „Die neun Leben des Tomas Katz“ gesehen.

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  7. Jaa, Tourifallen, finde ich super, da muß ich immer hin, es gibt kaum Orte mit größeren Absurditäten. Die Hampelmänner und -frauen z.B. finde ich ganz allerliebst. Gut, zuviel (vor allem an Menschen) darf es natürlich nicht werden …
    Die Kreuzberger Kneipen machen übrigens auch nach und nach dicht, die Mieten werden immer teurer. Stattdessen rücken Cocktailbars nach. Die Gentrifizierung ist im vollen Gange.
    „Thomas Katz“ ist nicht mein Lieblingsfilm, aber er ist schon abgefahren, das stimmt. Wenn Du eine Kopie möchtest, sag Bescheid.

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  8. Danke, hab ich da. Er ist sehr strange. Aber so was von britisch, unglaublich. Die Tube und das, ich liebe es.
    Dave an den Bildschirmen: „No Dave….“

    Die Hampelmänner sind göttlich, ja.

    Und du scheust ja vor NIX zurück, ich erinnere mich nur noch an den Weihnachtsmarkt-Wahnsinn Ende 2008! Da wäre ich glatt verrückt dran geworden. Dagegen sind ja die Hackischen ein Waisenkind!

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