Kann man sich das vorstellen? Man hat zwar einen Keller in einem wunderschönen Fachwerkhaus, in den kann man aber nichts hineinstellen, weil in ihm ein fast 90 km langer Fluß entspringt? Und doch ist es so: Die Ahr entspringt in diesem Keller …
… mitten im Eifelstädtchen Blankenheim (ganz links auf der Karte, draufklicken, dann wird sie größer).
Die ersten Meter in Freiheit sind recht kultiviert – kaum zu glauben, daß hier 700 Liter pro Minute entlangfließen (Quelle: Wikipedia).
Blankenheim macht einen sehr relaxten Eindruck. Viel Fachwerk, eine gotische Kirche am Hang und auf dem Berg eine mittelalterliche Burg, in der jetzt eine Jugendherberge ist.
In der Kirche waren wir natürlich auch …
… und dahinter, wo Sisyphos in immer rechtzeitigen Windböen gerade Laub zusammenfegt.
Wer in solchen Häusern wohnt, hat Sinn für Schräges und daher vermutlich auch Humor …
… wie auch diese Figur auf einem Dachfirst nahelegt:
Geistreich sind sie auch, diese Landbewohner …
… und in diesem Café aßen wir eine ausgezeichnete Erbsensuppe. Alles perfekt!
Alles? Ein Blick ins Ambiente beruhigt einen gewissermaßen: Es ist nicht alles perfekt hier (zu Perfektes ist beängstigend).
Nur ein paar Meter weiter: Landschaft – Ruhe.
Meinst du nicht, man hat die Quelle gefasst und dann ein Haus darüber gebaut?
Wäre interessant, da ein bisschen über die Geschichte zu erfahren, wobei das ohnehin nur mit Sagen untermauert sein wird. „An dieser Stelle hat sich der Teufel immer die Füße gewaschen und weil er nicht am Kopf nass werden wollte, wenn es regnete, hat er einfach ein Haus darüber gebaut. Dann kam ein junges Mägdelein, das den Teufel zum Manne nahme und das ist der Vorfahre unseres Bürgermeisters.“
Der Schlafwandler ist köööööstlich! Tatsächlich ein witziges Völkchen, das dort lebt.
Was ist mit dem Lokal los? Außer, dass mir das Ambiente nicht gefällt, scheint es mir sehr perfekt zu sein. Selbst die Speisekarten stehen in Reih und Glied. 🙂
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:))
Wir übernehmen die Sage einfach so, wie Du sie geschrieben hast, klingt doch super! Statt des Bürgermeisters nehmen wir den Besitzer des Cafés, der bemüht ist, den ersten Preis in geschmackloser Inneneinrichtung im Stil von 70er-Jahre-Imbissen zu gewinnen, wenn das nicht teuflisch ist … Perfekt in meinem Sinne wären Sofas, Sessel, Kerzen und leise Musik von Pink Floyd oder Schumann – hätte das Café so ausgesehen, hätte ich mich neben dem Wohlfühlen ein wenig gegruselt und vermutet, daß auf solch ein rundum gelungenes Erlebnis nur irgendetwas ganz Schlimmes folgen kann. Aber soweit ist es glücklicherweise ja nicht gekommen. Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus? 😉
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Ich habe mir fast gedacht, du meintest es so. Mich schrecken solche Einrichtungen nicht, die hat man damals für Hotels und Restaurants aus dem Katalog (Voglauer) kaufen können. Da gab es unzählig gleich aussehende Lokale. Wenn einer im Rausch wo aufwachte, wusste er auf die Schnelle gar nicht, in welchem Wirtshaus er eingeschlafen ist.
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