Brüsseler Str.

Die Sonne scheint im Zwergenstaat, der Himmel hängt voller Geigen … äh … Äpfel, alles scheint in Ordnung zu sein – innerhalb des Bezugssystems der Zwerge. In einem größeren Zusammenhang jedoch stellt die vermeintliche Wirklichkeit sich anders dar:

Die Zwergenwelt ist ein Guck-Kasten, eine Glotze im Schaufenster, und die Sonne richtet sich nach den Einstellungen einer Zeitschaltuhr.

Übrigens: Vom Domturm aus oder von noch höher sehen die Menschen auch sehr klein aus …

11 Antworten zu “Brüsseler Str.

  1. Du meinst den am Alexanderplatz, stimmt’s? Du hast Recht, sogar besonders klein, ich war nämlich neulich mal da und mußte stundenlang anstehen. Endlich oben, habe ich mich doch sehr über die schmutzigen Fenster gewundert … gut, meine eigenen könnte ich auch mal wieder putzen, dafür kostet es bei mir aber auch keine 10 Euro Eintritt 😉

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  2. 😉
    Auszuschließen ist das nicht. Was ich aber eigentlich meinte, ist folgendes: Jeder ist so verstrickt in die Geschehnisse seines eigenen Lebens, daß es gut tut, sich des Öfteren mal zu fragen, ob die je eigene Wirklichkeitswahrnehmung vielleicht auch von relativ eng gesteckten Blickwinkeln umgrenzt ist. Augen auf, den Blick über den Tellerrand hinaus, heißt die Devise – es gibt immer auch noch anderes!

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    • Die Leute, die sich mein Leben als Fernsehsendung ansehen, haben es nicht besser verdient, da habe ich kein Mitleid, wenn sie sich langweilen, selbst Schuld. Ob die auch ein „Like“-System haben?

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        • Danke für den Link – ich hoffe, ich kann zukünftig ohne den Gedanken „Achtung, Leute, es geht los“ in eine Käsestulle beißen.
          Ich habe kürzlich den Roman „Simulacron Drei“ von Galouye gelesen (von Fassbinder unter dem Titel „Welt am Draht verfilmt), da ist die simulierte Welt eine Versuchsanordnung zur Feststellung von Konsumentenverhalten. Die Simulacron-Bewohner (die nicht wissen, daß sie nur Teil eines Computerprogramms sind) fangen an, sich von ihrer Bestimmung zu emanzipieren, weshalb ihre Welt kurz vor der Abschaltung steht – für die Beobachter ist sie einfach nuzlos geworden.

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          • „Welt am Draht“, an den Film erinnere ich mich, wusste nur nicht mehr, dass er von Faßbinder war. „Simulacron Drei“ kenne ich natürlich auch, Den Roman muss jeder SF-Fan gelesen haben. Danke, dass du daran erinnert hast.

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