Geschafft!

Dieses Bild war auf den Tag genau heute vor einem Jahr das erste in diesem Blog. Das Blog hieß noch „Eine Stadt – zwei Seiten“, ich hatte eigentlich vor, die vielen Baustellen der Stadt zu dokumentieren (die seitdem eher zugenommen haben *grummel*), aber weil ich nicht ungerecht sein wollte, sollte an jedem zweiten Tag die liebevolle Seite der Stadt gezeigt werden, wobei die Bilder für sich sprechen sollten. Tja, nett gedacht, aber sehr schnell langweilig, außerdem hat die Stadt viel mehr Seiten als nur zwei, und die Bilder sind selten so gut, daß sie für sich sprechen, also mußte Text dazu.

Immerhin habe ich es geschafft, ein Jahr lang täglich (mindestens) ein Bild ins Blog zu setzen, wie ich es mir vorgenommen hatte – soviel Disziplin bin ich eigentlich nicht gewohnt von mir.

Und wie geht’s jetzt weiter? Na, ist doch klar, morgen erscheint das Bild vom 18.07.07 usw. usw. – das Leben ist ein Kreislauf, die sprichwörtliche Wiederkehr des immer Gleichen … nein nein, kleiner Scherz, es kommen neue Bilder und Geschichten, nur nicht mehr ganz so oft, die Stadt gibt so viel her, daß ich noch Jahre weitermachen kann.

Ganz herzlich und unsentimental bedanke ich mich für Euer Interesse und hoffe, Ihr bleibt mir erhalten.

Flora (2)

Die ältesten Teile der Flora gehen zurück bis ins Jahr 1816. Ca. 100 Jahre später erhielt sie ungefähr ihre heutige Form, so daß man sich darauf geeinigt hat, im Jahr 2014 das 100-jährige Jubiläum zu feiern (man hätte auch 2020 nehmen können, aber das andere Datum liegt näher).
Der Park hat übrigens – vom Eingangsbereich abgesehen – die Form eines englischen Landschaftsgartens.

Über 10.000 Pflanzen werden hier gepflegt – uff, das ist eine Menge, wer kann da den Überblick behalten?

Immer gelassen bleiben, in der Ruhe liegt die Kraft, das kriegen wir schon hin – selbst wenn man mal einen Namen vergessen hat – die Pflanze wächst, und das ist die Hauptsache, oder?

Kempener Str.

Hubschrauberlandeplatz am St.-Vinzenz-Krankenhaus, damit einem bei Notfällen schnell geholfen werden kann. Und weil es auch eine gynäkologische Abteilung gibt, brauchen andere Flugkörper natürlich auch einen Wegweiser – also, immer dem Schnabel nach.

Flora (1)

Die Flora ist eine 11,5 h große Gartenanlage neben dem Zoo, angelegte Pfade führen durch große Blumenbeete, kleine Teiche, seltene Bäume und andere Pflanzen. Gewächshäuser zeigen Blumen und Pflanzen, die die kalte Witterung nicht vertragen, und – wichtig – ein Gaststättenbetrieb mit Terrasse ist auch vorhanden.

In den nächsten Tagen erzähle ich vielleicht noch ein wenig mehr, die Augen gehen einem über von der Blütenpracht, während der Eingangsbereich eher durch seine strenge Gartenarchitektur zu repräsentieren versucht – woran er aber kläglich scheitert, denn der riesige Springbrunnen in der Mitte hat kein Wasser, das ganze macht einen leicht überdimensionierten und daher lächerlichen Eindruck, der sich aber glücklicherweise nicht im ganzen Garten fortsetzt.

Eisenmarkt / Aachener Str.

Ein Denkmal zu Lebzeiten, das gab’s hier bis dahin noch nicht: Als es 1992 aufgestellt wurde, hatte der berühmte Volksschauspieler Willy Millowitsch (1909 – 1999) noch ein paar Jahre vor sich. Ich habe ihn nie live erlebt, das Theater Millowitsch gibt es aber noch, es wird von seinem Sohn Peter erfolgreich weitergeführt.
Die in künstlerischer Hinsicht mißlungene Figur wurde zum großen Teil von Harry Owens gestiftet, dem Begründer des „Traumtheater Salome“. Dieses Zelttheater, gekennzeichnet hauptsächlich durch Akrobatik, Tanz und (etwas zu gewollte) Poesie, versuchte, sich im Schweif von Zirkus Roncalli zu etablieren.

Rheinufer

Nanu, was ist denn das für ein Lärm? Laute, blecherne Rock’n-Roll-Musik, unterbrochen von irgendwelchen Ansagen, wabert über das Wasser. Bald lüftet sich das Geheimnis: „Seid ihr gut drauf?“ ruft der dicke Mann in rot. „Jaaa!“ schallt es verhalten zurück. „ICH HÖR EUCH NICHT“, brüllt der Mann, „JAAAAAA“, brüllt es zurück. Nach drei Minuten ist das Grauen außer Hörweite.

Horbeller Str.

Rasen. Eine tote Straße, Sackgasse. Kein Mensch weit und breit. Vielleicht bedeutet das Schild: „Hier werden sie erstochen“, und deswegen meiden alle diesen Ort. Also nichts wie weg. Ein paar hundert Meter nur, und es erscheint (tataa!) einer der ödesten Plätze, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Hilfe, wo ist die nächste Straßenbahn?

Äußerer Grüngürtel

Der Decksteiner Weiher ist ein langgezogener künstlicher See im äußeren Grüngürtel, wenn man ihn einmal umrundet hat, kann man, im Bewußtsein, einen anständigen Spaziergang gemacht zu haben, getrost wieder nach Hause gehen. Zwischendurch stärkt man sich mit einem wirklich leckeren Eis von einem Italiener, der hier am Wochenende freundlicherweise immer steht, auch wenn nicht viel los ist.

Am Decksteiner Weiher

Der 1. FC feiert seinen 60. Geburtstag im Vereinshaus, dem sogenannten Geißbockheim. Der Geißbock ist das Wappentier des Vereins, seit ihm im Jahr 1950 ein solches Tier geschenkt worden ist. Die Identifikation geht so weit, daß auch die Spieler „Geißböcke“ genannt werden, die dann folgerichtig im Geißbockheim trainieren. Im Gebäude gibt es auch ein öffentliches Lokal, in dem man gute Chancen hat, örtliche Fußballprominenz zu treffen – mir nützt das leider gar nichts, ich sammle keine Unterschriften, und Fußball interessiert mich auch nicht. Aber den Kuchen kann man essen.