Damit keiner sagen kann, ich würde würde doch bestimmt übertreiben: Gestern Nachmittag aufgenommen.
Schlagwort: Köln
Breite Str.
Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, die leeren Sylvestersektflaschen stehen noch auf den Straßen, schon geht’s wieder los mit dem eigentlich wichtigem Fest in dieser Stadt. Kaufhäuser richten ganze Abteilungen ein, um die Nachfrage anzuheizen und/oder ihrer Herr zu werden. Die Gastronomie sieht ihrer Hauptsaison entgegen und putzt schon mal die CDs mit den Liedern der „Black Föös“ oder von den „Höhnern“ – das Grauen hält Einzug. Tätääää …
Museum Ludwig
Gestern war ich im Museum Ludwig, ich habe nämlich bei einem total dusseligen Preisausschreiben eine Jahreskarte für die hiesigen Museen gewonnen. Außerdem durfte ich mir ein Bild aussuchen und mit nach Hause nehmen. Ich habe dieses gewählt:
Ha ha – stimmt gar nicht, wohl das mit dem Gewinn, aber natürlich durfte ich kein Bild mitnehmen. Aber wenn, dann hätte ich das genommen (es ist von Henri Matisse und ca. 1909 entstanden), nicht etwa, weil ein Werk dieses Malers vor zwei Monaten einen Versteigerungspreis von 23 Mio. Euro erreicht hat, sondern weil es mir so gut gefällt.
Meine zweite Wahl wäre folgendes Bild von Ernst Ludwig Kichner gewesen von 1911:
Andere Farben, aber auch sehr eindrucksvoll. Wenn also jemand ein paar Mio. übrig hat: Ich habe nächsten Monat Geburtstag und noch Platz an den Wänden.
Am Sportpark Müngersdorf
Wie jedes Jahr nehmen sich auch diesmal viele Leute vor abzunehmen. Diäten, das ist doch eine Quälerei, die krankhafte Züge annehmen kann und im Extremfall auch gar nicht gut aussieht (s.o.). Die beste Methode, schlanker und nebenbei auch fitter zu werden, ist Bewegung und halbwegs ausgewogenes Essen: Regelmäßig Spazierengehen hilft schon, besser ist natürlich Walken oder Joggen, Fahrradfahren schont außerdem die Umwelt. Fleisch auf höchstens einmal die Woche zu reduzieren ist gar nicht schwer, der Genuß dabei ist umso größer, und mit dem Alkohol verhält es sich genau so. Ja.
(PS: Wer’s noch nicht gemerkt hat: Das ist so eine Art Selbstbeschwörung …)
Rheinpromenade
Wofür die Leute ihr Geld ausgeben, ist mir grundsätzlich egal, auch wenn mir sehr viel Sinnvolleres einfällt, als es in die Luft zu jagen und zu verbrennen. Aber kann man das nicht bitte etwas leiser machen? Umweltfreundlicher? Und kann man vielleicht den Dreck, den man da überflüssiger Weise erzeugt hat, wieder mit nach Hause nehmen?
Aachener Str. (Innenstadt)
Der Oberbürgermeister, das ist schon so einer. Nett gemeint natürlich von der PR-Abteilung, aber ob die zwangsumgesiedelten Hartz-IV-Empfänger sich darüber freuen, wie das an ihnen eingesparte Geld ausgegeben wird? Aber es ist ja Weihnachten, nur Miesepeter und Spielverderber fragen da nach … fettes Fest, Herr Oberbürgermeister!
Im Übrigen schließe ich mich ihm natürlich an: Allen Menschen (nicht nur dieser Stadt) friedliche freie Tage.
Cäcilienstr.
Schlaf, Auto, schlaf …
Damit man direkt ins Innere der Stadt fahren kann, direkt vor die Türen der Kaufhäuser, ja keine überflüssige Bewegung, auch wenn es wegen des Verkehrsaufkommens zu Fuß schneller ginge, braucht es natürlich adäquate Abstellplätze für des Bürgers liebstes Kind, überdacht – es könnte doch nass werden – und bewacht, man will schließlich unbeschadet die neue Mikrowelle nach Hause kutschieren.
U-Bahn
Das ist der geplante Verlauf der neuen Nord-Süd-U-Bahn, die schon seit einiger Zeit für viele Baustellen und Verkehrschaos in der Stadt sorgt und 2010 fertig sein soll. Warum sie gebaut wird, ist mir schleierhaft, diese kurze Strecke lohnt den Aufwand nicht, und zur Verkehrsberuhigung wird sie auch nicht beitragen. Ich vermute, der Hauptgrund ist der, daß dieses Projekt jede Menge Geld kostet und Arbeitsplätze garantiert, und das ist das, wovon unsere Wirtschaftskultur lebt. So macht es auch gar nichts, daß die ursprünglich auf 700 Millionen Euro geschätzten Kosten inzwischen auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen sind, einmal angefangen, wird das auch zu Ende geführt. Und, was die Finanzierung betrifft, ist das wahrscheinlich auch nicht das Ende, da kommt noch was drauf …
Erinnern Sie sich noch? Dieser Kirchturm wäre fast umgefallen wegen der Grabungen.

