Volksgarten

Der Volksgarten macht seinem Namen alle Ehre: Viel Volk, das es sich hier gut gehen läßt. Man kann auch einfach nur mal so durchfahren und schauen, ob man jemanden kennt.

Oder – rechts im Bild – mit den Schwänen um die Wette Tretboot fahren (also – äh … die fahren natürlich nicht Tretboot).
Kindergeburtstag ist im Freien relaxter, Grill und ein kleines Fäßchen Bier dabei, da kann nichts schief gehen.

Synagoge

Jüdisches Leben gibt es in der Stadt schon, seitdem sie besteht. Diese Synagoge wurde Ende des 19. Jahrhundert gebaut, am 9. November 1938 verwüstet und nach dem 2. Weltkrieg weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut.

Schokoladenmuseum

In direkter Nachbarschaft zum Sportmuseum (s. gestern) befindet sich das Schokoladenmuseum.

Durch die hohe Besucherzahl trägt es sich selbst: Es ist das meistbesuchte Museum der Stadt und bundesweit unter den Top-Ten (Quelle: Wikipedia), der Eintritt kostet 6,50. Kurz nachdem es 1993 geöffnet wurde, war ich mal da, und soweit ich mich erinnere, lohnt der Besuch nicht: Jede Menge großformatige Fotos, eine miniaturisierte Produktionsstraße und ein Schokoladenspringbrunnen – blöd.

Im Gewächshaus wachsen – na, was wohl? Schokoladentafeln? Marzipanbrote? Falsch, das gibt’s woanders: Im Eingangsbereich ist ein Schokoladengeschäft, das man auch ohne Eintritt betreten kann – sehr verführerisch.

Das Gebäude, die Verbindung von Alt und Neu, finde ich sehr gut gelungen. Von der frei zugänglichen Terrasse hat man einen schönen Rundblick auf den Rhein.

Sportmuseum

In einer ehemaligen zweistöckigen Zollhalle aus dem 19. Jahrhundert im Rheinauhafen ist seit ein paar Jahren das „Deutsche Sport und Olympia Museum“ untergebracht. Nach eigener Aussage wird neben den Wechselausstellungen dem Besucher mit der ständigen Ausstellung 2500 Jahre Sport nahegebracht – da mich kaum etwas weniger interessiert als Sport, scheue ich die Ausgabe von 5 Euro Eintritt, um zu überprüfen, ob das auch stimmt.
Auf dem Flachdach sind ein Tennisplatz und ein 18×40 Meter großer Fußballplatz (sic!) angelegt … Sachen gibt’s!

Südfriedhof

Der Südfriedhof ist relativ jung: 1901 wurde er geöffnet und hat heute ein Ausdehnung von 63.000 m². Er ähnelt einer großen Parkanlage mit üppigem Baumbestand und lichten Flächen. Auffallend sind weite Flächen mit begrasten Reihengräbern: Hier liegen über 10.000 Opfer der beiden Weltkriege, Fliegeropfer, Kriegsgefangene, ‚gefallene‘ Soldaten. Es gibt sogar zwei Ehrenfriedhöfe, wo Angehörige der britischen bzw. der italienischen Armeen begraben sind. Seit 1997 wird eine kleines Areal nur für verstorbene Obdachlose reserviert, die keine Angehörigen hatten, die Pflege wird von Spenden finanziert.

Roonstr.

Das Atelier-Theater, in den 80ern von Kalle Pohl gegründet, wird inzwischen von der Kabarettistin Rosa K. Wirtz geführt. Das Theater ist klein und gemütlich, es treten fast täglich nur Kabarettisten und Comedians auf. Im Sommer gibt es im angegliederten Café die Reihe „Gratis – aber nicht umsonst“, bei freiem Eintritt kann man sich junge Nachwuchskünstler anschauen und -hören. Eine gute Sache, ich hoffe, ich schaffe es dieses Jahr endlich, auch mal hinzugehen.

Händelstr.

Nanu – ein neues asiatisches Viertel geplant? Warum auch nicht? – die Deutschen sterben aus, also sollten uns Gäste aus anderen Ländern willkommen sein, die bei uns arbeiten wollen. Daß die dann auch ihre eigene Kultur mitbringen, ist klar – und gut so, nur so kann sich eine Gesellschaft weiterentwickeln.

Aber bislang ist das Viertel nur in einem überdimensionalen Schuh, keine Ahnung, was uns die Werbeleute damit sagen wollen.

Himmel über Köln

Huh – da braut sich was zusammen. Meinetwegen kann’s ruhig ordentlich donnern, der Regen soll heftig fallen, daß die Autos anhalten müssen, weil ihre Scheibenwischer nicht gegen die Fluten ankommen – vom prasselnden Regen abgesehen tritt in der Stadt eine unnatürliche Ruhe ein. Aber dann soll es auch gut sein, alles soll blitzen wie blank geputzt, und die heiße Sonne soll die Straßen schnell wieder trocken dampfen.

Rathenauplatz

Der Rathenauplatz ist ein 28.000 m² großer rechteckiger Park im Studentenviertel. An beiden Stirnseiten hat er große Kinderspielplätze, auf den breiteren Wegen spielen die Erwachsenen Boule, beobachtet von philosophierenden Pennern, die bei warmem Wetter ein paar Bänke besetzen und selbstzufrieden ihr Flaschenbier schlürfen.
Der Biergarten wird von der Bügergemeinschaft Rathenauplatz e.V. betreut, das Öko-Bier ist nicht billig, aber lecker, ebenso wie der selbstgemachte Kartoffelsalat mit Bockwurst. Im Sommer spielen hier Sonntagnachmittags manchmal Jazzcombos. Bei richtiger Sommerhitze, in der es kein Mensch mehr in seiner Wohnung aushält, ist der Park allerdings meist völlig überfüllt, so daß es keinen Spaß macht, sich in dieser Freibadatmosphäre aufzuhalten.
Wenn man Freunde mit Kindern hat, ist dieser Platz optimal: Die kleinen Nervensägen sind ganz scharf auf die Spielplätze, und man selbst kann sich geruhsam bei einem frisch gezapftem Bier oder einem Milchkaffee unterhalten.

Deutschlandfunk-Hochhaus

Der Deutschlandfunk wurde in den 50er Jahren ausschließlich aus einem Grund gegründet: Man wollte mit einem Langwellen-Sender der Propaganda des DDR-Radios, das ebenfalls auf Langwelle sendete, Paroli bieten – mit Westpropaganda. So entstand neben den Regionalsendern (NDR, WDR etc.) ein Bundesradiosender, der mit dem Fall der Mauer eigentlich überflüssig wurde.
In den 90er Jahren wurden ARD und ZDF beauftragt, das Deutschlandradio mit zwei Programmen zu gründen, dessen Informations- und Kulturprogramm nun vom Deutschlandfunk gestaltet und gesendet wird.
Inzwischen kann man das Programm auch über UKW und Satellit erreichen.
Über das markante Gebäude habe ich leider keine Informationen gefunden, aber es sieht aus, als sei es aus den 70er Jahren.