Im Hauptbahnhof

Das ist eine sogenannte Vital-Box: Gekochte und angebratene Spaghetti mit Gemüse, und darauf nochmal eine Extraportion Gemüse (wahlweise steht auch Reis und/oder Hühnerfleisch zur Verfügung), dazu Soja- oder Erdnußsoße, das Ganze für fünf Euro: Lecker! – eine volle Mahlzeit.
Viele, die jeden Tag arbeiten müssen, kennen das: Der Kantinenfraß ist vielleicht nicht ungenießbar, aber öde, fad oder überwürzt, zum Abgewöhnen. Also nimmt man sich Brot mit, die gute alte Stulle, aber wenn man das eine Weile gemacht hat, bekommt man Lust auf was anderes, und da abends oft Zeit und Lust fehlen, sich was zu kochen, holt man sich irgendwas auf die Hand. Wie oft habe ich schon mit Heißhunger Pizza und Pommes gegessen, allerdings meistens mit einem unguten Gefühl und dem Wissen: Gesund ist das nicht. Deshalb ist mir diese Nudelbox eine willkommene Abwechslung: Kaum Fett, frisches, noch bißfestes Gemüse, eine ansehnliche Portion, was will ich mehr.

Es gibt in der Stadt inzwischen einige Asia-Imbisse, die meisten habe ich ausprobiert: Sie sind schlecht. Viel Nudeln, kaum Gemüse/Fleisch, mir ist vollkommen schleierhaft, wieso man da öfter als ein Mal hingehen sollte. Ganz anders im „Asiagourmet“ im – oh Wunder – Hauptbahnhof. Der Umsatz hier ist hoch, deshalb kann man immer davon ausgehen, daß alle Speisen frisch zubereitet sind. Wer keine Lust hat, mit einer Plastikgabel aus einer Pappschachtel zu essen: Alle Gerichte gibt es auch auf Porzellan. Wenn man im Imbiß ißt, sind die Speisen allerdings etwas teuerer.

32 Antworten zu “Im Hauptbahnhof

    • Am Kröpke den Laden habe ich noch nicht wahrgenommen. Die Passage vom Bahnhof Hannover bis Kröpcke bietet aber auch soooooooo viele asiatische Leckereien! Wenn ich aber spät abends mit einem der letzten Züge in Köln ankqmme, kehre ich sehr gerne bei Asiagourmet ein. Alternativ gehe ich zum sushiladen 😉

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    • Freut mich zu lesen, daß es auch in anderen Filialen gut schmeckt. Insgesamt gibt es ca. 40 Läden dieser Kette in 20 Städten, wenn sie die Qualität durchgängig halten, ist das ein Erfolgsmodell.

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    • So ist es – fast! Gebratene Tauben, die durch die Gegend fliegen, habe ich noch nicht gesehen, und ein bißchen Kleingeld braucht man natürlich trotzdem. Aber wenn mich jemand fragen würde: Kaufst Du mir auch eine Portion, würde ich das sofort machen.

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  1. Servus!

    Ich möchte dir ja den Appetit nicht verderben, aber…
    Auch aus schleimigen Zutaten, lassen sich „Leckereien“ zaubern.
    Beispiel ist der aktuelle Vapiano-Fall. (Imbiss-Kette)
    Auszug (Eidesstattliche Versicherung eines ehemaligen Mitarbeiters):
    „Die Nudeln, die wir verkauft haben, hatten manchmal einen grünlichen
    Schimmer. Der Kunde merkt das nicht, da kommt ja Soße drüber.“
    Anderer Ex-Mitarbeiter einer Filiale in Hannover: „Die Hühnchen, die ich
    verkaufte, haben zuweilen eklig gerochen. Da hat mein Chef gesagt:
    Mach einfach den Wok heisser, dann schmeckt man es nachher nicht mehr.“

    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Lokal,
    in einer Gaststätte etwas gegessen habe. (Geschweige denn Imbiss-Fraß)
    Überall wird betrogen/getäuscht. Leute lassen sich von „Show-Cooking“
    blenden. „Da sieht man ja, was/wie zubereitet wird.“ Haha. Ja, man sieht die
    Zubereitung. Schön den Wok heiss machen und rein mit den schleimigen
    Nudeln. Gut würzen und fertig ist der Fraß. Ich selbst würde eher einem
    Straßenimbiss in der Innenstadt von Kalkutta vertrauen, als einem deutschen
    Hochglanz-Asia-Imbiss.

    Naja. Wenn ich beobachte, was die Leute im Supermarkt aufs Kassenband
    legen, drehts mir die Zehennägel hoch. Unsere Altpapiertonnen
    (Wohnhaus) sind regelmäßig voll mit Pizzakartons von Oetker/Wagner.
    Kartoffeln selber kochen? Auf keinen Fall. Es gibt ja vorgekochte Kartoffeln
    beim Discounter. Schnell mal eine Schnitzelsemmel bei REWE mitnehmen
    ist ja so praktisch. (Auch wenn die davor schon stundenlang in der Auslage
    vor sich hintriefte.) Das übliche Totschlagargument der „Allesfresser“:
    „Dann kann man ja gar nichts mehr essen“.

    Gruß aus der guten Stube!..;-)

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    • Stimmt alles, was Du sagst. Es ist immer ein bißchen Risiko dabei, wenn man Essen geht, selbst in einem Sternerestaurant kann man nicht sicher sein, ob ein übellauniger Hilfskoch nicht vielleicht in die Suppe gespuckt hat.

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      • Salve!
        (Merci für die Korrektur!)

        Naja. Solange die Spucke kein „Hochgezogener“ ist, könnte man das ja verkraften..;-)
        Neulich war ich in der Metzgerei meines Vertrauens um mir Rinderhack zu besorgen. Ich suche mir generell ein schönes Stück Fleisch aus und lasse es dann vor meinen Augen durch den Fleischwolf drehen. (Niemals würde ich schon durchgedrehtes Hachfleisch kaufen.) Weder beim Metzger noch im Supermarkt. Pfui Deibl!)
        Vor mir war ein männlicher Kunde dran. Der orderte ebenso Hackfleisch. Da die obligatorische Schale (Auslage) leer war, ging die Verkäuferin „nach hinten“ (Raum ausserhalb des Ladens) und kam kurz danach mit einer Schale Hack in den Laden. Was „da hinten“ geschieht, sieht ja der unkritische (belämmerte) Allesfresser nicht. Nämlich, wie Fleischreste, Fettschwarten und dergleichen durch den Fleischwolf gedreht werden. Dies geschieht im Grunde in jeder Metzgerei. (Aus was das Hackfleisch in der verpackten Discounterschale besteht, ist eigentlich logisch zu erahnen. „500g Hack für 1,99“. -würg- Ich dagegen weiß, aus was mein Hackfleisch besteht. (Und nehme einen angemessenen Preis in Kauf.)

        Ich möchte bezweifeln, dass es nur „ein bißchen Risiko“ ist. Das Risiko ist höher als du denkst. (Du denkst es dir nur selbst gering, um Verstand/Vernunft zu beruhigen.) Denk das nächste Mal an meine Worte, wenn du dir einen Asia-Snack besorgst..;-)

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        • Wenn ich überhaupt Fleisch kaufe, dann in einem Biomarkt. Das ist so selten, daß ich den höheren Preis gut verkraften kann. Und Hackfleisch sowieso nie mehr – in die Bolognesesoße kommt inzwischen Sojagranulat, den Unterschied schmeckt man kaum.

          „Du denkst es dir nur selbst gering, um Verstand/Vernunft zu beruhigen.“ – das ist natürlich ein Totschlagargument, denn es sagt: Entweder ich gebe Dir recht, dann hast Du recht, oder ich stimme Dir nicht zu, dann hast Du auch recht.:-)
          Tatsächlich ist meiner Meinung nach das Risiko in dem Asialaden sehr gering, besonders, wenn man nur Nudeln und Gemüse nimmt.

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  2. Bonjour
    Monsieur Videbitis!

    Du kannst dich ja sicher daran erinnern, als vor ein paar Jahren sogenannter „Analog-Käse“ angeprangert wurde. (Wurde/wird gerne als billiger Käseersatz für Fertiggerichte verwendet. (Pizza etc.) Diese Öl-Wasser-Farbstoff-Aroma-Pampe hat jetzt einen ganz anderen Stellenwert. Nun ist es Veggie-Käse.
    Dank der Veggie-Kampagnen wird dieser Analog-Käse in anderem Lichte verhökert. Betrug war gestern.
    Veggie-Hipster kaufen Veggie-Analog-Käse.

    Eine Bolognesesoße mit Sojagranulat kann eine Bolognesesoße mit Hackfleich geschmacklich nicht ersetzen. (Ausser dem Sojagranulat sind künstliche Fleischaromen zugesetzt.) Ich vermute mal, dass du mit dem bewährten Maggi nachhilfst. Stimmts?..;-D
    Ich weiß ja nicht, ob du generell kein Fleisch mehr isst. Wenn doch – was spricht gegen Hackfleisch, solange du ein Stück Fleisch selbst auswählst und es vor deinen Augen durch den Fleischwolf drehen lässt, oder es selbst zerkleinerst? Faktisch kann dir mit dieser Methode niemand unappetliche Schwartenmelange andrehn.

    Ich selbst bin kein maßloser Fleischfresser. (Es sind auch ethische Aspekte im Spiel.) Dosis facit venum..;-)

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    • Ja, das habe ich auch schon gelesen, das mit dem Analog-Käse. Neulich hat die Sterne-Köchin Sarah Wiener u.a. darauf hingewiesen, daß Sojamilch ein mit viel Energie hergestelltes industrielles Produkt ist – und hat sich einen shit-storm zugezogen. Tja.

      Eine Bolognesesoße mit Hackfleisch oder mit Sojagranulat kann ich geschmacklich nicht unterscheiden, jedenfalls nicht, wenn ich sie mache; warum sollte ich also noch Hack nehmen? Maggie kommt mir übrigens nicht ins Haus, ich würze mit Suppengemüse (besonders geriebener Knollensellerie bringt viel Geschmack). Aber wenn mir jemand selbstgemachte Hackfleischbällchen anbietet, sage ich nicht nein.

      Ich mach’s wie Du, ich esse nur noch selten Fleisch, aber anders als Du: Auswärts, in Restaurants. Ich weiß ich weiß – das Risiko ist mir bewußt.;-)

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      • Servus!

        Meine selbsthergestellten Fleischpflanzerl würdest du lieben!..;-)

        Zutaten:
        300g Rinderhack („Meisel“ – Mageres Teilstück / Vorderviertel /Schulter)
        (Frisch durchgedreht! Kein Milchkuhfleisch!)
        1 gutes Ei
        1 eingeweichte Semmel (Brötchen)
        2 mittelgroße Schalotten (gehackt)
        1/2 Teelöffel Zitronenzester (unbehandelte Zitrone)
        1 Teelöffel Grano Padano (frisch gerieben!)
        Schnittlauch, Oregano, Salz, Pfeffer, Zitronensaft (nach Gusto)

        Alles zusammen in einer tiefen Schüssel gut verkneten
        (mit den Händen!) und eine Stunde gekühlt ziehen lassen.
        Kleine Pflanzerl formen (ich bevorzuge etwa 7cm Durchmesser)
        Gutes Olivenöl (keine Billigplörre!) in eine beschichtete Pfanne
        geben und die Fleischpflanzerl bei mittlerer Hitze schwimmend braten.
        (Mehrmals wenden) Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

        Als Beilage:
        Tomaten/Gurkensalat, Baguette)
        (Dressing: Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Oregano, Prise Zucker)

        Die Rezeptur (Fleischpflanzerl) habe ich mittels „Try&Error“ selbst
        entwickelt. Ich erlaube dir hiermit, das Rezept zu übernehmen..;-)

        Gruß aus der kulinarischen Stube!
        (Irgendwie habe ich jetzt Hunger..;-D

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        • Ich danke Dir! Das werde ich unbedingt mal ausprobieren. Zitronenzester, das klingt raffiniert. Ein paar Fragen habe ich noch: Was ist „Meisel“? Was heißt schwimmend braten? Wieviel Öl nimmst Du, halb hoch z.B. erscheint mir viel. Und wie lange brätst Du die Frikadellen? Ich esse sie gern ganz durch.

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          • Schlaflos in Bajuwarien..;-)

            „Meisel“ ist ein süddeutscher bzw. österreichischer Begriff: Siehe hier: http://tinyurl.com/nfrcpa9 Hochdeutsch – Schulterfilet (Muss nicht zwingend sein, eignet sich aber besonders gut.)

            „Schwimmend braten“: Natürlich nicht die Pfanne vollständig mit Öl befüllen..;-) So dass die Fleischplanzerl eben etwa auf halbeHöhe von Öl umgeben sind.

            Garzeit: Variiert. Indikator ist unter anderem – dunkle Kruste. Mit einer Gabel immer wieder testen. Gut durchgebraten sind sie, wenn die Pflanzerl auf Druck zurückfedern. (Gabel flach auflegen) (Am besten eins immer wieder antesten. Herausnehmen und ein Stück probieren.)

            Wenn sie beim ersten Mal nicht gut gelingen, dann halt beim zweiten oder dritten Mal. Da muss eben man durch..;-)

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