Baudriplatz

Wochenende! Kuchen!!

Wenn das Wetter es zuläßt, sitzt man hier schön, am Café Eichhörnchen im Stadtteil Nippes (wenn ich die Kamera etwas höher gehalten hätte, könntet ihr es auch sehen). Die Kuchenauswahl ist bemerkenswert, sowohl die Anzahl als auch die Qualität, für das kleine Café. Immerhin gibt es 80 Außenplätze, was im Sommer schon mal zu langen Wartezeiten führt, habe ich gelesen, denn es gibt grundsätzlich nur eine Bedienung, die auch noch den Kaffee kochen und die Getränke einfüllen muß, egal wieviel hier los ist.

Innen sieht es auch sehr gemütlich aus, das wäre aber nur was für mich, wenn es immer so leer ist. Allerdings soll das hier ein beliebter Müttertreffpunkt sein (vereinzelt wahrscheinlich auch Väter), und das ist ja auch richtig so, warum sollen Leute mit lauten, rotznasigen, ungezogenen, rücksichtslosen Kindern nicht auch das Recht haben, ihre sozialen Bedürfnisse an öffentlich zugänglichen Orten zu befriedigen? Ich bleibe dann derweil zu Hause.

15 Antworten zu “Baudriplatz

  1. Gefällt mir auch sehr. Besonders die große Fensterfront ist toll und die schönen Tische draußen. Und der Kuchen sieht zum Anbeißen aus.
    Bleibt die Preisfrage. Ich sah neulich ein Stk. Torte 3 Euro. Fand ich ziemlich hochpreisig, ist aber vermutlich mittlerweile normal, oder? (Das war eine Cheese cake Torte mit einer dicken Schicht aus rotem Beerenobst oder wahlweise eine klassische Schwarzwälderkirsch)
    Mir fällt auf, ich esse nie Torte, weder unterwegs noch privat.

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    • In diesem Fall ist das sinnvoll, ich danke Dir. Im Normalfall will ich ja meine eigenen Fotos zeigen und nicht die von Google.;-)

      Ja, der Polt … dem kann man gar nichts verübeln, auch keinen blöden Scherz.;-)

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      • Bonsoir!

        Ist klar!;-) Ich wollte mit dem Streetview-Link auch verdeutlichen, dass es bei einer „Abbildung“ ebenso darauf ankommt, welchen Ausschnitt, welchen Winkel, welche Lichtverhältnisse, welches Objektiv, welche Blende etc. man wählt. Du bildest ja sichtbar mit Bedacht mittels einer guten Kamera ab. (Sehr gute Bildqualität) Die Google-Aufnahmen vermitteln eher einen schnöden Eindruck vom Cafe und Umfeld. Deine Fotos dagegen geben dem Cafe einen „besonderen“ Touch. Man denkt an „Alternative Szene“ / Öko, Bio“. Eigentlich wird damit die Realität verfälscht, „ins rechte Licht gerückt“. Du erzeugst ein individuelles Stadtbild. (Ich weiß, ich weiß. Der Fotograf will es so..;-)

        Ich nehm mir hin und wieder Zeit, und durchquere per Streetview verschiedenste Straßenzüge. Hier z.b. in der Hauptstadt von Bangladesh. (Dhaka) … http://tinyurl.com/q6pa2em
        Manchmal versinke ich richtig darin. Die Möglichkeit der Fortbewegung und die 360° Ansicht erzeugt einen besonderen Reiz. Wenn Google dies noch künftig mit den aktuellen VR-Brillen kombiniert, ist man dann mittendrin. Die perfekte Illusion eines Stadtrundgangs.

        Zu Polt: Es handelt sich nicht um einen „blöden“ Scherz, sondern um ironischen Humor!..;-)

        P.S. Merci für die Korrektur!

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        • Das ist wirklich eine interessante Frage (echt ganz ironiefrei): Sind die Fotos von Google wirklicher als die Fotos, die jemand bewußt macht, um die Stimmung des Ortes einzufangen? Der „besondere Touch“ ist ja da, und das wird nicht nur von mir so empfunden, ich habe mir die Kommentare auf yelp angesehen: Bei aller Kritik an dem Café – den Platz mögen alle.
          Diese Trostlosigkeit, die Google-Streetview vermittelt, ist mir auch schon an anderer Stelle aufgefallen: Ich bin mal per Mausklick durch bestimmte Straßen von Berlin, Prenzlauer Berg „gefahren“, wo ich auch schon mal mit den Füßen durchgelaufen bin – ich hätte es fast nicht wiedererkannt.

          Aber Du hast natürlich recht, ist schon irre, daß man am Computer durch Städte cruisen kann, wo man sonst kaum hinkommt.

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          • Servus!

            Die Fotos von Google sind natürlich NICHT wirklicher. Selbst wenn man sich mit eigenen Augen ein Bild macht (vor Ort), wird das Gesehene beeinflusst. (Eigene Stimmung etc.) Auch ein trostloser Ort kann – bedingt durch die Aufladung mit Emotionen – als schön empfunden werden. Die Google-Kameras fangen die Umgebung „roh“ ein.
            Du suchst dir bestimmte Ausschnitte, wählst Blende, Belichtungszeit, Tageszeit (Lichtverhältnisse). Du inszenierst. (Als Fotograf) Aber gerade deshalb wirken deine Fotos ansprechend, professionell. (Inkl. deiner Begleittexte) Betrachte es als Wertschätzung..;-)

            Gruß aus der guten Stube!

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            • Ich danke Dir! – auch für die Anregung, mir über Fotografie im Zusammenhang mit Streetview Gedanken zu machen. Um Deine Gedanken von „Verfälschung“ im Sinne von „Inszenierung“ weiterzuspinnen, frage ich mich, wie die uninszenierte Wirklichkeit aussieht und wie ein Mensch das feststellen kann – die Kamera ist ja nur eine Verlängerung des Auges, wenn man den Apparat wegnimmt, ist der Blick des Blickenden der gleiche, und das (durch Emotionen gefärbte) „Foto“ landet nicht auf der Speicherkarte, sondern gleich auf der menschlichen Festplatte, dem Gehirn. Wie sieht die Stadt nun tatsächlich aus? Einen objektiven Blick gibt es nicht, der Sehsinn ist ja immer subjektiv.
              Das CityLeaks-Festival, von dem ich kürzlich erzählte, stand (etwas kryptisch) unter dem Motto: „Die Stadt, die es nicht gibt“, und ich vermute, genau das war gemeint: Da die Blicke, die eine Stadt identifizieren, je nach Betrachter unterschiedlich sind, ist die eine Stadt eigentlich eine Fiktion.
              Ich blogge vielleicht noch darüber.

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  2. Es gibt erstaunlich viele Cafés mit dieser Außenbestuhlung. Da muss eine Möbelfirma dick im Geschäft sein. – Übrigens scheint es typisch für Eltern-Kinder-Lokale zu sein, dass man viel Geduld mitbringen muss. Nicht nur mit den herumtobenden Gören, sondern auch beim Warten auf das bestellte. Irgend ein Zusammenhang muss da bestehen.

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    • Ist mir noch gar nicht aufgefallen, aber man sitzt gemütlich, besser, als auf hartem Holz.
      Wenn sich Mütter und Kinder erstmal niedergelassen haben, sind sie vielleicht ganz froh darüber, daß alles ein bißchen länger dauert, das verbraucht Zeit außerhalb der eigenen vier Wände. Ich habe schon verschiedentlich von jungen Müttern gehört, wie langweilig so ein Leben als junge Mutter sein kann, was nicht heißt, daß man nicht viel zu tun hat mit dem Nachwuchs.

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  3. das wort nippes hat hier im hochdeutschen die bedeutung für beiwerk, zierat. im weitestens sinne wohl auch kleine dekosachen.

    nippes ist laut wiki ein stadtteil von köln, den du uns hier mit dem café vorstellst. nippes kenne ich auch im zusammenhang mit, dass etwas nicht besonders wertvoll sei. nippes eben. trifft das auf den stadtteil zu?

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    • Nein, ganz und gar nicht. Früher, ist schon lange her, habe ich hier mal für ein Jahr gewohnt, und seitdem hat es sich sogar noch verbessert. Wenn man mir hier eine Wohnung anbieten würde, käme ich in Versuchung. Und in Zollstock und in Sülz ist es übrigens auch schön.;-)

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