Museum Ludwig

Lange Zeit war es strengstens verboten, im Museum zu fotografieren. Inzwischen gehen immer mehr Museen dazu über, es zu erlauben, wahrscheinlich, weil man es sowieso nicht verhindern kann: Jeder Mensch, der ein Handy hat, hat auch einen Fotoapparat, dessen Benutzung für viele in allen Lebenslagen so selbstverständlich ist, daß das Aufsichtspersonal kaum dagegen ankommen würde.

Ich finde das sehr schön, denn so kann ich euch ein paar Bilder von der großartigen Architektur des Museum Ludwig zeigen. Hier ein Blick in die Eingangshalle und auf die Unterseite der monumentalen Treppe.

Lichtführung durch die charakteristischen Shed-Dächer, von außen sehen sie so aus.

Eine Zwischentreppe.

Wer mal nach Köln kommt, oder hier umsteigen muß, sollte unbedingt einen kleinen Abstecher machen, das Museum befindet sich gleich neben Dom und Hauptbahnhof, der Besuch lohnt sich.

0 Antworten zu “Museum Ludwig

  1. Ich kenne sogar Leute, die extra wegen des Museums nach Köln fahren. Schöner Eintrag, und natürlich sollte man bei einem Köln-Besuch das Museum nicht auslassen.

    Was das Fotografieren in Ausstellungen angeht, ist es für Museen und andere Ausstellungshäuser besonders dann ein Problem, wenn sie nicht ihre eigene Sammlung, sondern Leihgaben zeigen, und unter den Leihgebern gibt es viele, die sogar für von professionellen Kunstfotografen für den Ausstellungskatalog gemachte Fotos erst „absegnen“ wollen und eine Veröffentlichung ohne ihre Freigabe nicht dulden. Der Vorstellung von einem schlechten Foto ihres millionenteuren Sammlerstücks verursacht ihnen Alpträume. Dem Fotografie-Verbot kommt man als Ausstellungsmacher nach, indem man an jeder Ein- und Durchgangstür entsprechende Hinweise anbringt. Doch auch in solchen Ausstellung habe ich unzählige Male beobachtet, wie Besucher ganz unauffällig – wie Du schon sagst – mit dem Handy knipsen. Man sollte dann nur den automatischen Blitz ausgeschaltet haben, denn den kann auch der friedliebendste Aufseher nicht ignorieren. 😉

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  2. Grandios schön die Architektur!

    Das allgegenwärtige Dilemma, das ich auch so gut kenne. Fotografieren ja nein?! Und ich immer mit meiner auffälligen Kamera. Es ist jedesmal ein Abwägen. Vor allem wenn Personen drauf sind. Wenn man sich da mal die juristische Lage ansieht, müßtest du viele deiner Bilder im Blog löschen und ich auch.

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  3. Ich sehe das mit dem Verbot des Fotografierens in Museen etc. etwas zwiegespalten.

    Auf der einen Seite will ich Erinnerungen mitnehmen. Natürlich sind die auch in meinem Kopf, aber manchmal will ich die Bilder Leuten zeigen, die vielleicht nicht die Möglichkeit haben, es selbst zu erleben. Oder ich komme selbst nicht mehr dazu. Manche Orte besucht man ja doch nur ein Mal im Leben.

    Auf der anderen Seite – et hält den Verkehr auf. Is ja schon wahr. Wenn da einer steht und das drölfte Foto von ein und dem selben Exponat macht, nervt das gewaltig. Die anderen wollen ja auch mal knipsen gucken.

    Man muss wohl ein wirklich geübter Fotograf sein, um die Waage zu halten: ganz schnell ein umwerfend gutes Foto machen. So ging’s mir, als wir Weihnachten eine Tropfsteinhöhle besucht haben. Dort war das Fotografieren auch untersagt, weil es die ohnehin schon knapp bemessene Zeit nicht hergab. Ich hab natürlich trotzdem fotografiert und bis auf wenige Ausnahmen sind alle Bilder erstaunlich gut geworden.
    Dafür, dass es nur meine miese Handykamera war, weil ich meine große Olympus nicht mitnehmen wollte, und das Licht im wahrsten Sinne des Wortes „grottig“ war…

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  4. Stimmt, das ist eine gute Ergänzung: In den aktuellen Ausstellungen ist das Fotografieren auch hier meistens verboten.
    Die „Diane Arbus“-Ausstellung z.B. vor ein paar Jahren in Berlin war gepflastert mit Fotografierverbotsschildern, aber die Leute hielten sich nicht daran. Wozu auch, sagen sie sich, selbst wenn sie erwischt werden, gibt’s eine Ermahnung, und dann kann man das Handy ja immer noch wegpacken.

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  5. In polnischen Kirchen und Museen ist das Fotografieren oft erlaubt – aber nur gegen eine zusätzliche Gebühr, diese Geier! Das Aufsichtspersonal läuft herum und kontrolliert, ob alle Fotografen eine entsprechende Plakette tragen, wehe, wenn nicht! Dann wird man übel zusammengeschissen, ist mir einmal passiert, weil ich es überhaupt nich eingesehen habe, dafür extra zu zahlen.

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