Universitätsstr.

Oh wie schön! Eine Wiese, mitten in der Stadt …

… gepflanzt auf dem Grünstreifen zwischen den sechs Spuren der Universitätsstr. Das ist ja die reinste Anarchie, da haben doch wieder bestimmt ein paar wildgewordene Ökofreaks … nein nein, das hat alles seine Richtigkeit: Das Kölner Amt für Grünstreifenbepflanzung (oder wie das heißt) hat dieses Jahr einen Test gemacht, den sie sich wahrscheinlich in anderen Städten abgekuckt haben: Wie sieht das eigentlich aus, wenn wir Feld-, Wald- und Wiesenblumen anpflanzen? Ich würde sagen: Sehr schön, bravo, weitermachen. Aber, wie gesagt, das war erstmal ein Test, es kann gut sein, daß sich im nächsten Jahr wieder die Fraktion der analen Charaktere (das ist übrigens keine Beleidigung, sondern ein wissenschaftlicher Begriff) durchsetzt und auf Stiefmütterchen in Reih und Glied besteht. Dann muß man wohl wieder Bomben werfen:

Saatbomben (bei dieser Gelegenheit schöne Grüße an die Mitarbeiter der NSA und ähnlicher Behörden). Ich könnte mir aber vorstellen, daß das in unserem Land illegal ist, deshalb, liebe Leute: Nur auf eigenem Grund und Boden.

Moment, was steht da an dem Automaten … ich les mal gerade vor:
„Einfach Saatbomben ziehen und dahin werfen, wo es bunt werden soll. Die Saatbomben enthalten unter anderem Samen von gefährdeten Pflanzen wie Kornblume, Frauenspiegel, Schafgarbe, Rittersporn, Beifuß sowie Wildkräuter. Saatbomben haben ihren Ursprung im Guerilla Gardening. Diese Bewegung stammt aus den 70er Jahren von dem Londoner Richard Reynolds und hat sich über New York allmählich auch nach Europa ausgeweitet.“

0 Antworten zu “Universitätsstr.

  1. Ist das Foto wirklich von jetzt, oder kommst du jetzt erst dazu, diese Grünstreifenwiese zu posten und das Foto stammmt von einem früheren Zeitpunkt im Jahr?
    Egal wie, es ist ja wirklich fantastisch mang die Autos so einen bunten Flecken Natur zu finden. Hier und in Hamburg habe ich es auch ganz vereinzelt gesehen, dass Anwohner versucht haben diese verkackten und plattgewalzten Rondelle um einen Baum herum mit Blümchen zu verschönern, aber meistens ist das im wahrsten Sinne des Wortes im Keim erstickt. Außerdem laufen ja leider Freitagabend bis -nacht gern randalierende Schwachköpfe herum und reißen aus, was schön gewachsen ist und verlockend blüht.
    Also alles in allem, Daumen hoch für so viel bunte Natur.
    🙂

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  2. Gut aufgepaßt, die Blumenfotos sind vom 13.7.
    Das ist hier leider auch so, eine Nachbarin ein paar Häuser weiter, die sogar große Blumenkästen auf dem Bürgersteig stehen hat, erzählte kürzlich, daß die Blumen regelmäßig geklaut werden. Aber sie gibt nicht auf, eine bewundernswerte Gelassenheit.

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  3. Die Fotos habe ich Mitte Juli gemacht. Ich hatte davon in der Zeitung gelesen, sonst wäre es mir auch nicht aufgefallen. Ich hoffe, das Resultat wird vom Amt positiv bewertet, dann werden im nächsten Jahr vielleicht noch mehr Grünflächen mit diesen Blumen bepflanzt. Das muß doch auch viel einfacher und billiger sein als mühsam langweilig gemusterte Beete mit Stiefmütterchen und Tulpen anzulegen.

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  4. Ah, dann hab ich das bunte Spektakel knapp verpasst! An der Universitätstr. (und ich meine sogar, in Fahrt-/Blickrichtung des 2. Fotos‘) musste ich auch immer lang fahren…hätte mir Freitagsnachmittags um 15 Uhr im Pendlerstau gut gefallen!

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