An St. Agatha

Im „English Shop Cologne“ können Engländer, Iren und Amerikaner Produkte aus ihrer Heimat einkaufen, wenn sie von Currywurst und Döner die Nase voll haben. Endlich mal wieder eine schöne Dose Baked Beans von ‚Heinz‘, das ist Heimat pur! Deutsche dürfen hier natürlich auch einkaufen, aber ehrlich: Spaghetti mit Würstchenstücken in Tomatensoße aus der Dose – soweit sind wir noch nicht, oder? Wer das mag, schrickt auch nicht vor dem Dosengericht ‚The Full Monty‘ (= Das volle Programm) zurück: Weiße Bohnen mit Kartoffelstückchen und Würstchen in einer Soße. Das ist übrigens ein Frühstücksgericht.

Das ist doch wirklich eine Erweiterung des Angebots, ich habe mich schon immer gefragt, warum es in Deutschland Kartoffelchips nur in zwei Geschmacksrichtungen und nur in großen Tüten gibt. Hier gibt es kleine Tüten (in den großen oben sind viele kleine) mit vielfältigen künstlichen (oder vielleicht auch „naturidentischen“) Aromastoffen: Garnelengeschmack, Räucherschinken, Steak mit Zwiebeln, Woucestersoße, gegrilltes Hähnchen usw. Ich mag ja ‚Salt & Vinegar‘ sehr gern (Salz und Essig).

Soviel Gewürz macht durstig, wie wär’s mit einem Bier, etwa ‚Bishop’s Finger‘ oder einem ‚Waggle Dance‘ (= Schwänzeltanz), das so heißt, weil es Honig enthält? Aber Guiness gibt es auch, oder leckeres alkoholisches Cidre. Was das Schwein auf dem Kühlregal macht, ist mir allerdings ein Rätsel.

In geringem Umfang werden auch Non-Food-Artikel angeboten, also z.B. Pint-Gläser, Fahnen und Bobby-Helme – was der Mensch eben so braucht.

Ein großartiger Laden, ein Besuch lohnt sich immer.

Wochenende

Liebe Leute, nutzt das Wochenende, der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Schnell nochmal in die Sonne und die natürliche Wärme und ein kühles Getränk genießen – in den Supermärkten fängt der Weihnachtsterror schon wieder an. Am Rhein ist Büchermarkt, mal sehen, vielleicht mache ich mir ein frühes Weihnachtsgeschenk.

Jahnwiese

„Tschöhööö!“ wie es auf gut kölsch heißt – und viel Glück, möchte man hinzufügen, bei dieser Omnibusbesatzung. Neulich war in der Stadt ein sogenanntes Heißluftballonfestival, bis zu 60 Ballons sollten gleichzeitig in den Himmel steigen.

Es gibt auch kleinere Körbe, aber ob das deswegen sicherer ist? No risk, no fun! – aber auch mit Fallschirm wäre das nichts für mich.

In die Luft gegangen (also aufgestiegen) sind dann bloß sechs Ballons, die anderen mußten wieder einpacken: Das Wetter war hervorragend, aber zu wenig Wind, der zudem noch Richtung Innenstadt und Flughafen wehte. Und es ist wohl kein Vergnügen, wenn man etwa auf der Domplatte landen muß. Also nicht ganz unvernünftig, diese Leute.