Heutzutage kann man sich die Pflastersteine in handlichen Beuteln liefern lassen, praktisch. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da mußte man die „Argumente“ mühsam aus dem Boden lösen.
(Pfui, was für ein böser Scherz! Ich bekenne: Ich lehne jede Gewalt ab, und das mit den Pflastersteinen habe ich auch nie gemacht. Kinder, laßt die Finger davon!)
Stimmt, ich kenne niemanden, der das wirklich mal gemacht hat. Aber im TV war mal eine Wohndesignerin, die hatte einen Pflasterstein-Hocker geschenkt bekommen als „Hommage an die 60er“ wie sie das nannte.
Na, da mache ich mir lieber ne Blumenkette und hänge sie an die Wand.
Oder – is doch sehr in- ein Wandtattoo, Aufschrift:
Make love not war!
Peace, LWT
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jetzt musste ich doch lachen, weil ich mir vorgestellt habe zur näxten grossen demo ne tüte steine mitzunehmen. :))
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Ich verstehe den Witz mit den Argumenten jetzt leider nicht.
Das Bild erinnert mich aber an Rotkäppchen, als man dem bösen Wolf Steine in den Bauch genäht hat.
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Ich hatte das absurde Bild im Kopf (als Cartoon), daß einer aus dem schwarzen Block mit seinem Handy bei der Firma anruft: „Ich hätte da gern noch zwei Tüten, bitte per Express an die Wiener Str.“ Wahrscheinlich habe ich zu viel Monty Python gesehen. 😉
Peace forever!
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Ich nehm lieber eine Tüte Gummibärchen mit, sind auch nicht so schwer. 😉
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Das geht zurück auf die sich eskalierenden Auseinandersetzungen bei Demonstrantionen zwischen den Demonstranten und der Polizei in den 70er Jahren. Die Gewaltbereitschaft wuchs auf beiden Seiten, die sich beide im Recht wähnten. Auf der Demonstrantenseite gab es vernünftige Stimmen, die sagten, Gewalt sei doch kein Argument, worauf die militanten Demostranten antworteten, das einzige Argument, das die „Bullen“ verstünden, sei der Plasterstein, den man auf die hochgerüstete Staatsmacht werfe. Das wurde dann von Cartoonisten und Kabarettisten aufgenommen, ebenso wie die sprichwörtliche „Dachlatte“, die nach Aussage des damaligen Hessischen Ministerpräsidenten Börner einzig dazu tauge, den Demonstranten Manieren beizubringen.
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Ja, nach dem Motto: Was so alles passieren kann, wie sich die Zeiten ändern.
Ich habe jetzt sofort ein Bild im Kopf von einem alten 68er Opa, der neben einem „Pflasterstein-Tüten“-Empfänger steht und sagt: „Mensch, Junge, weißt du eigentlich, daß wir damals noch jeden einzelnen Stein mühsam aus dem Boden polken mußten! Ihr Jungspunde wißt gar nicht, wie verwöhnt ihr mittlerweile seid, völlig verweichlicht! Weißt du überhaupt, wie man nen Molli bastelt, hm, oder läßt man sich so was jetzt auch fertig kommen, antworte Junge!“
Häch! Was so ein Foto für Gedanken frei setzt- köstlich, oder?
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Aaah, Danke!
Ich war keine von den Wilden. Ich rede lieber und streite gerne, als dass ich jemals mit irgendetwas nach jemanden geworfen hätte. Das entspricht nicht meinem Naturell.
Und die Dachlatte hatte man den Leuten um den Kopf gehaut, oder wie?
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Genau. Früher war man in der SPD (ebenso übrigens wie in der SPÖ, wie ich gelesen habe) mal stolz darauf, unter den hochrangigen Politikern auch welche zu haben, die ein Handwerk gelernt haben. Holger Börner war gelernter Betonfacharbeiter und ist über die Gewerkschaftsarbeit in die Politik gekommen. Das genaue Zitat, bezogen auf Demonstranten: Ich bedauere, daß es mir mein hohes Staatsamt verbietet, den Kerlen selbst eins auf die Fresse zu hauen. Früher auf dem Bau hat man solche Dinge mit der Dachlatte erledigt.
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