Rathausplatz

Die Mikwe, ein altes jüdisches Ritualbad aus dem 12. Jahrhundert, ist durch einen 16 m tiefen Schacht mitten auf dem Rathausplatz begehbar. Das Bad diente, wie gesagt, nicht der hygienischen, sondern der religösen Reinigung, wer sich detaillierter dafür interessiert, kann hier nachlesen. Um sie vor Wind und Wetter zu schützen, hat man ein kleine Glaspyramide darüber gesetzt – die auf dem Bild wegen naher Bauarbeiten abgedeckt ist.

0 Gedanken zu “Rathausplatz

  1. „Die Braut wird beim Eintauchen mit Bonbons beworfen und besungen“, meine Assoziation dazu ist natürlich sofort 1. Kamelle und 2. die schönen Bonbons, da liegen sie im Wasser. Werden die eingesammelt? Lutscht die Braut dann die nassen Bonbons auf dem Weg nach Hause?

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  2. oh ich hab grad gesehen, wir haben in Berlin sogar 2 davon, die auch genutzt werden 🙂
    aber die sehen halt so grrr aus
    Euer altes sieht entschieden schöner aus 🙂
    wird es noch (oder wieder) genutzt ?

    liebe Grüsse
    Karen

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  3. Nein, das wird nicht mehr benutzt. Zwischen 1424 und 1794 durften sich keine jüdischen Einwohner in der Stadt niederlassen, die bereits ansässigen wurden vertrieben, wenn sie die Pogrome überlebt hatten. Das jüdische Viertel wurde „christianisiert“, mit anderen Worten: Die Bürgerschaft riß sich die Häuser und Grundstücke unter den Nagel. Einige Juden gingen einfach auf die andere Rheinseite (dem heutigen Deutz), und da sie ja keinen Handel und kein Handwerk mit der Stadt betreiben durften, entwickelten sie etwas, damit die Städter zu ihnen kamen: Ein Vergügungsviertel (man lese und staune). Aber davon zu einem anderen Zeitpunkt mehr.
    Die Stadt ist gerade dabei, den ganzen Rathausplatz aufzureißen, um die jüdischen Überreste zu bergen und in der Folge an der Stelle ein jüdisches Museum zu errichten. Auch davon später mehr.

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