Am Leystapel

Dernier cri in den Metropolen: Ein Vier-Gänge-Menü in 50 Meter Höhe. Ein Tisch mit 22 Sitzen hängt an einem Kran, die Gäste sitzen festgegurtet in Schalensitzen und lassen sich von einem Koch, der in der Mitte frei herumläuft, bekochen. 159,00 Euro pro Person, alkoholische Getränke extra – nicht alle Leute sind von der Finanzmisere betroffen (ich übrigens schon, allerdings schon seit 30 Jahren). Wer mal Pinkeln muß, läßt es einfach laufen – ich habe mal gehört, daß das in bayerischen Bierzelten jedenfalls so gehandhabt wird. Hier natürlich nicht, in 30 Sekunden ist der Tisch unten.

0 Gedanken zu “Am Leystapel

  1. Mein Alptraum, da höhenängstlich. Ich bekäme nix runter und müßte das Essen in einer Plastetüte mit nach Hause nehmen.
    Wie sagte Volker Pispers: „So lange die Leute noch Bücher von Dieter Bohlen kaufen, kann es ihnen noch gar nicht schlecht gehen.“
    Nicht daß das mit diesem Dinner in einem Zusammenhang stünde, aber nun ja.
    Ein Dinner der viel netteren Art findet sich im Übrigen hier:
    http://de.youtube.com/watch?v=iZHwMVhJ81g

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  2. Liebevoll gemacht.
    Einfach da in der Luft zu hängen ist doch langweilig. Der Kran sollte sich noch drehen, so schnell, daß die Fliehkraft den Tisch samt Esser in einen 45-Grad-Winkel zum Erdboden treibt. Oder wie wäre es mit einem Dinner in der Achterbahen? Könnte man sogar als neue Show ans Fernsehen verkaufen. Promi-Dinner am Fallschirm: Der Tisch wird samt Essern 10.000 km per Flugzeug in die Höhe gebracht und abgeworfen, in der Mitte steht die durch ihren Mann in Geldnöte geratene Veronika Poth und schenkt Cocktails aus, während ihr Ex-Mann Dieter eine Dose Ravioli öffnet und auf übliche Art das Fernsehpublikum beschimpft.

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  3. Ah ja – das habe ich mal gesehen, für Leute, die Speed-Dating mögen und ihre Fähigkeiten in Small-talk üben wollen. Eigentlich eine ziemlich traurige Angelegenheit, denn der Hintergrund ist ja oft genug die Sehnsucht nach Kontakt und Nähe, die hier aber nur simuliert wird.

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  4. du sagst es
    speed dating ist abartig. nur witzig, wenn man es überhaupt nicht ernst meinte, aber dann ist es auch wieder hinterhältig.
    ganz verirrt auch das konzept von „einkaufswagen für singles“, die durch irgendein merkmal zeigen, daß man „willig“ ist. und dann so durch den supermarkt schieben….

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  5. Ich habe vor kurzem einen amüsanten Film über Speeddaten gesehen, „Shoppen“ heißt der, eine deutsche Komödie, nicht klischeefrei, aber trotzdem lustig.
    Was sind das denn für Merkmale? Wer weiß, was mir da schon entgangen ist, da ich introvertierter Naivling immer nur möglichst schnell wieder raus will aus dem Supermarkt und überhaupt nicht bemerke, welche Avancen ich da verpasse.
    Ich glaube, die Japaner waren es, die haben ein kleines batteriebetriebenes Gerät erfunden, an dem man einstellen kann, wie man sich gerade fühlt (bis hin zu: Ich bin heiß und willig), und wenn man dann jemanden in der Öffentlichkeit trifft, der sein Gerät auch so eingestellt hat, gibt es bei beiden ein Signal. Ob es dann auch die Geräte sind, die sich dann unterhalten?

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  6. ich glaube das waren irgendwelche herzchen und schilder mit „Single-Wagen“ oder so. Keine Ahnung, war mal irgendwo im TV.
    Die Japaner haben ja auch Auftankstellen wo man für umgerechnet 5 Euro ne halbe Stunde frische Luft einatmen kann. brave new world!

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