Die englische Gotik (hier ab 1224, 24 Jahre vorm Kölner Dom) baut nicht so hoch wie die kontinentale, dafür mehr in die Breite und Länge:
Die Kirche hat mit 100 Metern das längste ununterbrochene Gewölbe der Welt – sehr beeindruckend.
Unzählige Schlußsteine laden ein zum Sattsehen …
Die Uhr ist von 1480, als die Sonne sich noch um Mond und Erde drehte – hat auch funktioniert, man wußte trotzdem immer, wie spät es ist.
Seid umarmt, Millionen! Aber ist das nicht schön?
Die Ärmste liegt ein wenig steif, aber ohne Totenkopf hätte es nicht die selbe Wirkung.
Kleines Rätsel: Wieso spiegelt sich der Fotograf nicht? Garantiert keine Retusche.
Vor riesigen Orgelpfeifen liegt dieses Paar, der mächtige Löwe zu seinen Füßen ist Attribut seiner außerordentlichen Männlichkeit. Die beiden sterbenden Schwäne symbolisieren die große Liebe zwischen den beiden, die nun leider auch zu Ende ist.
„Ich bin das Licht der Welt“, hat Jesus mal gesagt, das war um 1600 ein beliebtes Motiv (in Köln hängt ein ähnliches Bild), besonders , weil es sich gut dazu eignete, die von dem Maler Caravaggio entwickelte Methode des starken Licht/Schatten-Kontrastes auszuprobieren.
Orgel und Chorgestühl – die roten Lampen verraten auch neuzeitliches Stilbewußtsein.
WOW!!
Einfach nur WOW!!!!
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Atemberaubend schön. Vielen lieben Dank für den wundervollen Rundgang. Die Schlusssteine sind in der Tat jeder für sich ein Kunstwerk.
Wer ist sie? Maria Stuart vermutlich nicht, aber sie sieht ihr irgendwie ähnlich.
Zum Rätsel – vermutlich ist es vorne eine Marmorreplike und hinten war früher der Originalleichnahm hinter Glas, jetzt auch Replike? (Geraten, ich habe keine Ahnung!)
Die roten Leselämpchen, oder um den Bischöfen, das Licht der Welt zu geben, finde ich sehr witzig.
War eigentlich in England das Chorgestühl auch verborgen(getrennt), wie früher in Frankreich?
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… ohne h … die Leiche.
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Wenn mich meine spärlichen Lateinkenntnisse nicht täuschen, war sie Dorothea, die Frau des Kronanwalts John Doderidge (der hier auch irgendwo liegt), der laut Wiki-England das Amt von 1604 bis 1607 inne hatte. Das muß doch eine einflußreiche Familie gewesen sein, wenn die Frau hier liegt … schau, das habe ich noch über Google gefunden: „Doderidge was one of the most distinguished legal figures of his age. A member of the Kings Bench, a Serjeant for Prince Henry, solicitor-general and a member of Parliament, he was the author of five important works that all later published posthumously. Holdsworth, History of English Law V:397-398.“
Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Spiegel, ist gar keiner, man schaut in den nächsten Raum, wo noch so eine Figur liegt – der reinste Friedhof, diese Kirche.
Verborgenes Chorgestühl? Davon weiß ich gar nichts – erzähl! Ich kenne nur die Klappen unter den Sitzen, die man Misericordia (=Barmherzigkeit) nennt: Da die Mönche während der Messen so viel stehen mußten, konnten sie den Sitz hochklappen, an der Unterseiseite des Sitzes befindet sich eine verkleinerte Sitzfläche, die auf den ersten Blick aussieht wie Holzschmuck, auf die die Mönche sich setzen konnten, ohne daß das auffiel, von vorn sah es so aus, als würden sie stehen – getreu dem alten Berufsmotto: Wasser predigen, Wein trinken (nach Heine) ;).
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Google nach „Lettner wiki“.
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Ach soo – Du meinst den Lettner. Doch, der taucht hier manchmal auch auf, in Exeter trägt er die Orgel. Auch in Köln ist er in einigen der zahlreichen romanischen Kirchen noch erhalten. Im Kölner Dom grenzen Chorschranken den Platz für die christlichen Profis vom Rest ab.
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hab ich auch wieder was gelernt 🙂
bedankt
lg K
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