Venloer Str.

„Ich hab drei Haare auf der Brust und bin ein Bär“, singt der Mann im Schunkelrhythmus, kaum hat man es geschafft, sich unbeschadet an der Bühne vorbeizuschieben, schallt einem das nächste Schunkellied entgegen.

Die Straßenfeste ähneln sich doch sehr: Grillwürstchen, Crepe- und Bierbuden, Süßigkeiten, kleine Fahrgeschäfte, Billig-Modeschmuck aus Fernost und Krach einheimische Musik im 4/4-Takt. Aber schön bunt ist es.

Wer Glück hat, gewinnt ein Playboy-Bunny für die lieben Kleinen zu Hause …

0 Gedanken zu “Venloer Str.

  1. Wir waren dieses Jahr noch gar nicht auf einem Straßenfest.
    Eben wegen der von Dir immer gleich beschriebenen Struktur.
    Und weil kleines Monster bei so was immer umgerannt wird, da die meisten Leute nicht gucken, wo sie hin rennen. Nach unten schon mal gar nicht. 😦

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  2. Einen Purzelbaum weiter habe ich in meiner Straße 2 mal im Jahr ein Straßenfest. Es besteht für mich zu diesen Festen eine Hassliebe. Ich mag die Stände nicht, ich mag die Geräuschkulisse nicht, ich mag die Leute nicht, die diese Feste besuchen, ich mag den Geruch nicht und doch gehe ich jedes Mal einmal auf und ab – dafür mag ich mich manchmal selbst nicht. 🙂 Nirgendwo anders kann man aber so viele Originale beobachten – es ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Hier geben sich die Leute so, wie sie sind und legen ihre Masken ab. Nächstens muss ich fotografieren!

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  3. Du bringst es auf den Punkt, ich frag mich auch, wieso ich da immer wieder mal hingehe.
    Bei einem anderen Blogger habe ich gerade gelesen, am Wochenende war in Berlin die „Fuckparade“, das wäre doch sicher mal ganz interessant gewesen, aber sowas gibt’s hier nicht. Ob man da auch das obligatorische Bratwürstchen bekommen hätte?

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  4. Das stimmt, es ist ein ziemlich enges Geschiebe dort, und wenn dann die ersten Alkoholopfer torkelnd zur Karnevalsmusik tanzen wollen, muß man noch mehr aufpassen. Mit irgendwann unausweichlich quengelnden Kindern ist das sicher kein Vergnügen.

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  5. Gerade nachgegooglet. Ich weiß nicht, das sind diese Paraden, „Wir sind gegen alles und wissen eigentlich nicht warum, aber Hauptsache dagegen“. Das ist auch irgendwie ideenlos. Eigentlich müsste man dort gegen den Mainstream der Currywurst auftreten und stattdessen in eine süßsaure Gurke beißen.
    http://www.fuckparade.org/2005/manifest/
    (Kannst dann den Link löschen)

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  6. Danke für den link, ich hatte auch schon etwas gestöbert: Punker, Anarchos und Verwandte machen das, gegen Rechts, für alternatives Leben, gegen Kapital, für mehr Gerechtigkeit im Allgemeinen und im Speziellen für Abu Jamal etc. – besser, als wenn sie im Stechschritt und Nazigruß durch die Straßen laufen 😉
    Aber Würstchen gibt’s auch nicht.

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