Bahnhofsvorplatz

Im Gebäudekomplex gegenüber dem Hauptbahnhof hat ein neues Brauhaus aufgemacht – ein neues Brauhaus? Mitten in der Stadt? Das ist natürlich ein Fake: Man muß wohl besser sagen: Ein Restaurant im Stil einer Brauhauskneipe: Groß und hoch wie eine Halle, mit langen Tischreihen und vielen Sitzplätzen, auf der Speisekarte steht die übliche regionale Hausmannskost: Himmel un Ääd (Blutwurst mit Apfelkompott und Kartoffelmuß – bäh!), Haxen mit Sauerkraut und für den kleinen Hunger Halve Hahn (Roggenbrötchen mit einer dicken Scheibe Goudakäse). Alte kupferne Braukessel stehen als Zierde in einer Ecke, damit man weiß, wo man ist. Am Nebentisch wollte jemand ein gemischtes Bier, also mit Cola oder Sprudel haben – gibt’s nicht, „Biermischgetränke schenken wir nicht aus“, hieß es süffisant. Überall ist der Kunde König, im kölschen Brauhaus allerdings traditionell ein Bittsteller.

Und treffen sich zwei Ur-Kölner, kann das Gespräch so ablaufen, wie es Konrad Beikircher hier vorführt und analysiert (ich hoffe, der Wunsch nach Beispielen des kölschen Dialekts ist dadurch erfüllt):

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0 Gedanken zu “Bahnhofsvorplatz

  1. Du übertreibst: Das Ende jeder Getränkekultur ist dann erreicht, wenn es nichts anderes mehr gibt als Mischgetränke. Denk nur an die Kaffee-Päds – schrecklich, entsetzlich, aber solange ich die italienische Bohne noch kaufen kann, soll’s mir egal sein, was die Leute sich für eine Plörre eintrichtern.

    Danke für das Lob 🙂

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  2. Dat Hörprobe is net schlecht.

    Aber sage mal… erst willste kleine niedlich Katzen essen (das muß ich hier mal öffentlich machen), dann moserst Du über Biermischgetränke unf jetzt geht es auch noch gegen Kaffeepads.

    Das trifft mich alles sehr tief, damit Du das mal weißt.

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  3. Bei den letzten Vorschlägen war leider kein Treffer mehr dabei.
    Ich weiß wie gutes Leben geht, ich schicke Dir mal meine Kontonummer und BLZ, dann kann ich es auch wieder genießen.

    Vielen Dank schonmal. Wäre nicht unbedingt nötig gewesen, ist aber ein netter Zug von Dir.
    Ich bin ja ein böser Linker und da gilt, wer ein ganzes Gehalt bekommt, kann ein halbes abgeben.

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