Tünnes un de Schäl sin op der Beerdigung vun deren Fründ Pitter. Der Schäl wirf däm Sarg ne Struß Blome noh, der Tünnes wirf zwei Frikadde hingerher. Schäl: „Tünnes, beste jeck? Wat soll dä Pitter domet, der kann die doch nit mieh esse.“ Darauf dä Schäl: „Ja gläuvs do dann, hä dät ding Blome en de Vas stell?“
Puuuh …
Tünnes-und-Schäl-Witze sind, glaube ich, bundesweit bekannt. Die beiden waren gegensätzliche, sich ergänzende Charaktere aus einem Stockpuppentheater Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie waren und sind sehr populär, da sie angeblich zwei Wesenszüge der Kölner widergeben: Tünnes ist naiv, gutmütig, ein bißchen phlegmatisch, aber clever (im Bild links), Schäl ist gerissen, hinterlistig, aber letztlich doch ein guter Mensch.
Die lebensgroßen Skulpturen stammen von Wolfgang Reuter und wurden 1974 aufgestellt. Die Nase der Tünnes-Figur glänzt deshalb so, weil es Glück bringen soll, sie zu streicheln.
Herrlich!!
Und ich liebe diesen Dialekt!!!
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Eigentlich muß man das ja hören – der Dialekt ist wie Gesang. Leider hört man das nicht mehr allzuoft.
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Ja, das stimmt.
Man sagt mir nach, wenn ich lang genug mit meiner Oma rede das ich dann auch wieder in diesen Dialekt verfalle 😉
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:)) danke ich kannte die Beiden nicht 🙂
und gesprochen (gesungen) tät ichs auch mal gern hören
liebe Grüsse
Karen
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muss der karen hier mal wieder zustimmen 🙂
denn wenn ich diesen dialekt lese, dann hört sich das grausam an, aber ansonsten wie gesang wohl, gesprochen, und erinnern tuts mich dann sofort auch an wolfgang niedeckens texte bei bap …
lg ludi
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Da muss ich bei meinem nächsten Köln-Besuch hin. Ich bin ja dann doch häufiger am Mainzer Fastnachts-brunnen. Aber ich bin sicher, dass die Nasen von T+S Glück bringen 😉
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