Kaum ein gastronomischer Betrieb, der bei Sonnenschein keine Tische und Stühle auf den Bürgersteig stellt,und sei er auch nur 1,50 m breit. Auf der einen Seite ist das ganz nett: Mediterranes Flair entsteht, wenn Angehörige aller Nationen bis spät abends an den Straßen sitzen, relaxt etwas trinken und den Tag Revue passieren lassen. Manchmal ist es aber auch sehr nervig, wenn man schnell mal irgendwo hin will, und überall steht die Möblierung im schmalen Weg, umringt von finanzkräftigen rücksichtslosen angetrunkenen Freizeitgenießern. Auf einem Platz freilich ist es immer in Ordnung.
Bei uns gibt es eine Schanigartenverordnung, die ganz genau vorgibt, wie groß der Garten sein darf. Das wird auch stichprobenartig überprüft.
http://www.wien.gv.at/amtshelfer/wirtschaft/mba/schanigarten.html
Viel ärmer sind die Bewohner der umliegenden Häuser dran, wenn bis spät in die Nacht gelacht, gegrunzt und laut gesprochen wird.
Der Bambus gefällt mir super!
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Uff – das sieht nach viel Bürokratie aus. Soviel ich weiß, wird das hier auch reglementiert, aber die Kontrollen sind lasch. Die Bar in meiner Nachbarschaft hat zwei Blumenkübel vor dem Lokal stehen, da werden abends zwei Bretter draufgelegt, und schon kann man draußen sitzen – ich glaube nicht, daß die das angemeldet haben.
Ich habe Glück, mein Schlafzimmer geht nach hinten raus, aber Freunde von mir rufen nachts regelmäßig beim Bezirksamt an. Die sagen dann: Wir schicken jemanden raus, und notieren sich die Telefonnummer. Nach ca. 1 Stunde rufen sie nochmal an und fragen, ob die Ruhestörung noch besteht – super! – selbst wenn’s inzwischen ruhig ist, ist man nun natürlich wieder hellwach.
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Ruhestörung regelt bei uns die Polizei.
Es ist natürlich viel Bürokratie, aber so wie du geschrieben hast, jeder der ein Glas Wasser ausschenkt, hat auch einen Schanigarten. Und außerdem sind dafür Gebühren zu bezahlen, daher ist ein aufwändiger Verwaltungsapperat unumgänglich. 😉
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