Panther

Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

23 Gedanken zu “Panther

  1. „Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe / und hinter tausend Stäben keine Welt“ ist mein Lieblingsreim, wenn ich mal wieder von tausend Kleinigkeiten eingeschnürt werde – tief einatmen – die Stäbe sind nur in meinem Kopf – ausatmen – – Gelassenheit.
    So einfach ist das manchmal.
    Leider nicht Paris, Südpark in Marienburg, dem Stadtteil von Köln, wo die Reichen und Schönen wohnen … na, sagen wir: Die Reichen.

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  2. Also, nochmal zu Mitschreiben:
    Du fragtest mich, ob die Skulptur aus Gusseisen sei. Darauf antwortete ich: Nein, aus Bronze. Darauf wieder Du: Dann sei es ja wohl doch Kunst und kein Kitsch. Darauf (und jetzt: Upjepass, wie der Kölner sagt) fragte ich Dich, ob die Frage, ob etwas Kunst oder Kitsch sei, für Dich vom Material abhänge.
    Von einer Empfehlung kann also keine Rede sein. Vielmehr warte ich noch auf Deine Antwort. 😉

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  3. Aha, sieh an, jaja.
    Dieses 1000-Stäbe-Gefühl hat ja wohl jeder mal ab und zu. Ich heute gerade nicht, bin aber mehr oder weniger drüber gestolpert. Otto Sander ist das doch, der da vorträgt, nicht? Ich meine jetzt bei der you-tube-Version.

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  4. Ja, Otto Sander. Hier schließt sich übrigens wieder ein Kreis, auch wenn es gar nicht hier hin gehört: An Tom Hanks stört mich besonders seine Synchronstimme (leider nicht die von Otto Sander, sondern wie von Forest Gump persönlich). Außerdem finde ich, daß er kein besonders guter Schauspieler ist, er stellt meistens die gleichen Typen dar. Deswegen war ich gestern überrascht über die kleine Szene aus Philadelphia bei youtube, die Du mir empfohlen hattest: So habe ich den bisher noch nicht gesehen. Also: Ansehen.

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  5. Es gibt einge Tom Hanks Filme, die ich ganz interessant finde, wie z.B. „Cast away“ und „Road to perdition“. Aber du hast schon recht, verglichen mit Leuten wie Sean Penn, z.B. die in jedem Film einen komplett anderen Gesichtsschnitt zu haben scheinen, ist er eine Niete und vor allem überstrapaziert. Der James Steward des modernen Films.
    (Hab dir grad noch ne Mail geschickt mit Estampie, ich denke, das wäre auch was für dich.)

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  6. Gut gesagt (James Steward) (Du hast mich angesteckt mit Deinen absurden Vertipper-Assoziationen, gerade hatte ich aus Versehen „Janes Steward“ getippt und sofort eine laszive Jane Mansfield vor Augen, die auf einem mondänen Kreuzfahrschiff in einem Liegestuhl liegend von ihrem Steward Feuer für ihre Zigarrette gereicht bekommt).
    Danke für die mail, der Compi, an dem ich gerade sitze, hat leider keine Soundkarte, also heute abend.

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  7. Jane’s Steward is genial. Ich habe genau dasselbe Bild dazu. In einem Film noir, wie sie so an Deck liegt, das klassische „blonde Gift“, äh war die eigentlich blond, also das blonde Gift egal welcher Haarfarbe.
    Ich liebe film noir, solche wie „Double Indemnity“…
    Jane’s Steward könnte aber auch so ein braungebrannter Kerl mit blödem Outfit auf einem schicken Segler der 70er-Jahre-Zigaretten-Werbung sein. (Peter Stewardsand) Und da schließt sich wieder der Kreis. Wortspiel. Hähö.

    (Habe Probs mit dem Jazz-blog, der stürzt mir immer ab, vermutlich reicht mein Pipi-Dorf-Netz nicht aus, ist ja kein Voll-DSL, nein, soweit geht MV nun doch nicht. Bin hier nur mit 1000 (Umdrehungen pro Minute) drin. Schade, wollte was zum Thema Summertime posten, Lieblingsversion usw.. Nun ja, kommt Zeit, kommt Sommerzeit.
    (und nun sag mir mal, was das alles noch mit einem Panther zu tun hat.)

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  8. 1000 was-weiß-ich sind nicht viel, aber zum Posten müßte es doch eigentlich reichen – du mußt doch nur den embed-Code von youtube in den editor bei blog.de reinkopieren und veröffentlichen. Oder willst Du eigene Musik hochladen? Da mußt Du eh vorsichtig sein, denn ganz schnell ist dann Dein Speicher voll und blog.de will Geld von die haben.
    Geschmeidige Ratschläge nach film-noir-Sätzen, paßt doch gut zu schwarzen Panthern.

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  9. Nein, nie gehört. Hast Du die CD? Willst Du vielleicht was bei youtube hochladen? Mich erfüllt es immer mit klammheimlicher Genugtuung, wenn ich irgendwas völlig Abseitiges, was ich aber gut finde, hochgeladen habe. Vielleicht findet es ja jemand, dem es auch gefällt – mehr kann man nicht machen: Gutes in die Welt setzen und darauf warten, daß es erkannt wird. Und wenn nicht – tja, dann eben nicht.
    Wenn Du Dich nicht auskennst mit youtube, helfe ich Dir gern.

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