Zeughausstr.

Auf dem Turm des Stadtmuseums ist das geflügelte Auto des Künstlers HA Schult angebracht. HA Schult ist ein sehr unangenehmer Mensch, die Gefälligkeit seiner Kunstwerke glaubt er durch Rüpelhaftigkeit ausgleichen zu müssen – wenn er nicht so vervtötend wäre, könnter er einem leidtun.

13 Gedanken zu “Zeughausstr.

  1. Wir haben hier unter der Hochstraße (Hannover, hinterm Hbf) auch ein Autokunstwerk. Da hängen direkt unter der Hochstraße Gipsabdrücke oder so in der Art von 2- 4 Autos (1:1). der Künstler soll in irgendeinem Verwandtschaftsgrad zu einem ex Bundespräsidenten stehen.

    Ich gehe sie nachher mal fotografieren.

    Like

  2. Auch in der Künstlerszene gibt es absolute Vollioten. Eigentlich sogar vorwiegend, wenn ich es recht überlege. Sie fühlen sich immer als Elite oder so. Das allein finde ich schon sowas von anmaßend. Daher habe ich auch häufig Probleme mit dem Begriff „Künstler“. Im Grunde kann sich jeder so nennen. Und das machen ja auch viele, bei denen ich sagen würde, nöööö. Womit bewiesen ist, dass Kunst eben viel mit dem subjektiven Empfinden zu tun hat. Für den einen ist etwas Kunst, während es für den anderen totaler Schrott ist. Ein Auto mit Flügeln auf ein Dach zu stellen ist zwar witzig, aber ob das Kunst ist, darüber könnte man dann schon wieder streiten 😉 Vielleicht ist es auch einfach nur Humor oder total abgefahren oder total bescheuert, aber muss es gleich Kunst sein?

    Das Foto von dir gefällt mir jedoch 🙂

    Einen genialen Montag dir und liebe Grüße von Vonsky

    Like

  3. Ford Fiesta. Ford ist in Köln ein großer Arbeitgeber, der Fiesta wird hier hergestellt. Bei dieser Kunstaktion Anfang der 90er haben sie dem Künstler ein paar Autos zur Verfügung gestellt, der dann alles Mögliche damit machen konnte, ich erinnere mich noch daran, daß z.B. eins irgendwie auf dem Rhein schwamm, Ponton oder Floß, ich weiß nicht mehr.
    Wenn HA Schult öffentlich auftritt, fängt er sofort an, kreischend rumzuschreien, preist seine Kunst in höchsten Tönen, alle anderen sind Idioten und Schlimmeres. Gestern Abend habe ich ihn zufällig in „Das perfekte Promi-Dinner“ gesehen: So gut wie nichts hat ihm geschmeckt, was ja in Ordnung ist, aber die Beleidigungen, übelste Schimpfwörter und Schmähungen, die er sowohl in der Runde als auch in den Einzelinterviews abgelassen hat, das war schon unterirdisch. Ich bin kein Psychiater, aber ich vermute, er hat zumindest Züge einer pathologischen Persönlichkeit. Ein übellauniger, die Umelt terrorisierender Wicht, bei dem man froh sein kann, den nicht zum Kreis seiner Bekannten zu zählen.

    Like

  4. Wenn ich mir seine Biografie durchlese, dann liest es sich nicht so schlimm, wie du beschreibst.
    Aber warum lädt man solche Poltergeister ein? Das ist doch alles für die Quote. Man darf sich so einen Schrott einfach nicht ansehen!

    Like

  5. Bei Wikipedia? Sehr zahm, was da steht.
    Für die Quote, Du sagst es. Und ich Depp bleibe davor hängen … aber es lief auch gerade nix anderes, eigentlich gar nichts, was mich interessierte, aber aus Trägheit bleibt man dann irgendwo.
    Und der Kölner Express (sowas wie Bild-Zeitung) hatte von dem Auftritt auch noch einen riesen Aufmacher. Trash-Stories in Trash-Medien – für Trash-Leute?

    Like

  6. Ich weiß natürlich genau, was Du meinst, aber wir können das getrost alles Kunst nennen, die bloße Bezeichnung ist ja noch kein Werturteil. Das ist ja bei der Literatur auch nicht anders: Wenn Du ein Buch, einen Roman, schreibst, dann darfst Du Dich natürlich Schriftstellerin nennen, ob das Buch gut ist oder grottenschlecht, spielt keine Rolle. Und wenn Du Deinen Papierkorb ausschüttest und den Haufen dann „Alltag“ nennst oder auch „Ohne Titel“, dann bist Du eine Künstlerin, auch wenn Dein Werk kaum Chancen hat, ins Museum zu kommen – sowas Ähnliches gibt es nämlich schon 😉
    Wenn sich jeder hergelaufener Spinner Künstler nennt – warum nicht? Aber schauen wir mal, ob das auch gut ist, was der macht. Die Kunst von HA Schult ist oberflächlich, dekorativ, unoriginell, denn sie erinnert an die Pop-Art der 60er Jahre, und das ist nun schon 40 Jahre her. Der schlimmste Vorwurf, den man Kunst machen kann, ist der: Langweilig! Das trifft auf Schult zu – vielleicht haut er deswegen verbal so auf den Putz.

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu gelschter User Antwort abbrechen