Brüsseler Platz

Als im Innenstadtbereich ein paar Urinale aufgestellt wurden, gab es ein klein wenig Protest mit nachfolgendem Rauschen im Boulevardblätterwald: Was soll das überhaupt (Antwort: Damit die jungen Leute nicht immer an die Haustüren und -wände pissen), die sind ja viel zu offen, da kann man ja alles sehen (Antwort: Damit die nur das dort machen, was sie machen sollen, und wer das genauer sehen will, soll ruhig hinschauen), wer weiß, was die dort sonst noch machen (Antwort: ?? Schlafen? Essen? Zeitung lesen?).
Ich finde, man sollte noch viel mehr aufstellen, ich kenne nur zwei.

19 Gedanken zu “Brüsseler Platz

  1. Aaaalso!
    Ich mag gerne das Graffiti am Häusl sehen.
    Piselt man da in den Rinnsal, oder doch in eine Schüssel?
    Ich finde Klos sehr spannend, aber mehr als das würde ich dort auch nicht machen.
    In der Schulzeit, ok, da haben wir einen Tschik oder mehr geraucht, da war die Toilette die Kommunikationszentrale des Hauses.
    Ach ja, bei der schriftlichen Matura (Mathe), haben wir uns dort Nachrichten hinterlassen. Die gute Mathematikerin musste zuerst aufs Klo und die schlechten haben dann alle plötzlich Bauchkrämpfe gehabt. „Ja wissen’s FrauFessor, die Aufregung von dem ganzen Prüfungsstress, da krampfts ma die Gedärm z’sammen.“

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  2. Rinnsal, auf einer Höhe, daß auch noch Zwerge dran stehen können – nicht sehr hygienisch, wenn Du mich fragst.
    Es wundert mich eigentlich – seit ein paar Jahren stehen die Urinale schon, die glatten Wände laden doch geradezu dazu ein, sie farblich zu verschönern. Deshalb vermute ich, daß sie so eine besondere Oberfläche haben, die sich leicht von Graffiti reinigen läßt. Kunstzerstörung nenne ich sowas!
    Auf dem Klo Nachrichten zu hinterlassen bei einer Klausur gehört doch eigentlich zum Standardrepertoire von Schülern – sind sie euch etwa nicht auf die Schliche gekommen?

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  3. Wenn es sich vermeiden läßt, benutze ich ja sowas nicht – weder Telefonzelle (ohne Zelle) noch Urinal. Aber ich erinnere mich: Als es früher noch die gelben Zellen gab, konnte man durchaus ab und zu den Eindruck gewinnen, daß Leute der Ansicht sind, man könne sie für beide Angelegenheiten benutzten. Puuuh.

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  4. Aah ja – Du meinst Ex-Natogeneralsekretär Wörner und die Kießling-Affäre … und damit wären wir auch wieder in Köln (wo sich der Brüsseler Platz befindet), denn es wurde unter anderem behauptet, Kießling sei knutschenderweise in einer hiesigen Schwulenbar gesehen worden. Und das gehört sich natürlich nicht für einen General, hat der denn keine Kaserne?

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  5. Tun sie aber nicht. Warum eklig? Besser als Hauswände und Haustürfluchten doch auf jeden Fall.
    Versenkbare – das klingt interessant. Auf Knopfdruck kommt ein Pissoir aus dem Boden, der Pi… also der, der muß, macht sein Geschäft, vielleicht ein wenig durch eine Schamwand getrennt von der Umwelt, und dann verschwindet es wieder im Boden?

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  6. Im ersten Moment habe ich gedacht, das ist ne Bushaltestelle mit Windschutz für die nördlichen Gebiete *ablach*

    Schön ist aber echt was anderes *find* Wenn die Dinger wenigstens schön bunt wären, aber so wirken sie eher wie ein Schandfleck.

    Ich bin ja echt kein Pingel, aber warum bekommen es die Herren in unserer Gesellschaft nicht hin, wie die Frauen eine öffentliche Toilette aufzusuchen? Nun kommt mir nicht mit dem männlichen Gen und er kann nicht anders *Augen roll*

    Aber wenn für die Männchen schon extra solche Urinal-Teile aufgestellt werden, weil sie sonst alles anpinkeln würden, was keinen Stromzaun als Schutzschild besitzt, dann sollten sie auch für die Verschönerung dieser unschönen Objekte verantwortlich sein.

    Wie sich das mit den versenkbaren Dingern verhält, würde mich auch mal interessieren. Klingt erstmal völlig lustig 🙂

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  7. Fände ich ja auch schöner, wenn die Herren eine bessere Kinderstube hätten. Haben sie aber nicht, also was tun? Nase zu und durch? Dann doch lieber diese Häuschen. Erziehungscamps für notorische Umweltverschmutzer? Meinetwegen. Auch hundert Euro Strafe für jeden erwischten Stadtwildpinkler hielte ich für angemessen, und an jeder Ecke einen Wachtmeister, der das kontrolliert (solange er mich nicht wegen der fehlerhaften Lichtanlage an meinem Fahrrad anhält 😉

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  8. Die Kasernen stehen leer. Die Peaceaktivisten und die Untauglichen leisten Zivildienst in Heimen, Tagsstätten usw. 😉 . Die kämpfende Truppe (Heer, Luftwaffe) ist mit der UNO in (KOS) oder in (BiH). Jetzt sind wir in (JUG) und (NY) :))
    Was bleibt einem Obrist, dem Stabchef oder einem General als ins Disko zu gehen.

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  9. Das mit den versenkbaren Urinalen habe ich mal im Kölner Stadtanzeiger gelesen:
    http://www.ksta.de/html/artikel/1201184464419.shtml

    @Videbitis: Stimmt natürlich, Tatsache ist, die Männer pinkeln nun mal überall hin. Also praktisch gesehen ist das dann vielleicht folgerichtig, sowas aufzustellen. Aber PRINZIPIELL gesehen, gibt es dem Fehlverhalten nach.

    Außerdem bin ich immer wieder bass erstaunt, wie lange Männer einhalten können. Wenn ich schon 5x aufm Klo war, geht der Herr vielleicht 1x. Widerspricht sich doch auch. Also hat es doch was mit markieren zu tun?

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  10. Ja, Du hast ja Recht, prinzipiell.
    Hunde und andere Tiere (also außer Männer jetzt) markieren ihr Revier, Männer machen aber überall hin. Ich vermute eher mangelhaftes Sozialverhalten.
    Danke für den link, super, was es alles gibt …

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  11. Den Urlift find ich ein wenig skuril und fast unnötig. Ich meine, wenn der Kanaldeckel wie von Geisterhand hochfährt, dann macht das mehr Aufsehen als, wenn einer in so ein Urinalhüttl wandert. Was sich die Leute für Gedanken machen und im Gegensatz dazu sch***t und pischt jeder Hund an die Ecke.

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