Urlaub in Süd-Devon, England – Ankunft

Ich hasse fliegen, auch wenn die Aussicht gut ist und man innerhalb einer Stunde fast da ist, wo man hin will.

 

Noch nicht viel los hier am berüchtigten Terminal 5 des Heathrow-Flughafens, ist aber auch erst kurz vor acht.

 

Die erste Erkenntnis in diesem fremden Land: In den Zügen haben die Sitze rote Ohren – da man permanent überall gefilmt wird, liegt die Vermutung eines großen Lauschangriffs nah.

 

Nach vier Stunden Fahrt endlich am Ankunftsort: Torquay an der sogenannten englischen Riviera – auch an der französischen soll es ja mal geregnet haben, aber so ein Sturm …

 

Aber ein erster trockener Spaziergang am Nachmittag läßt hoffen …

 

… auch wenn die Umkleidekabinen wahrscheinlich schon sonnigere Tage gesehen haben.

 

Weihnachtsurlaub an der Nordsee (7)

Das war es wieder mal, auf Wiedersehen, Nordsee, Deine Luft sucht ihresgleichen, Dein Wellengang … na, reden wir nicht drüber. Ob ich mir ein Souvenir mitnehmen soll? Klammheimlich, so eine Möwe in ganz klein, oder eine Leutturmlichterkette (auja auja!) … der Laden hat geschlossen, noch mal Glück gehabt.

Weihnachtsurlaub an der Nordsee (6)

Schlick, soweit das Auge schaut – gut für die Möwen, immer auf der Suche nach Wattwürmern. Nur die Fahrrinne, die vom Siel (s.u.) aus zum Arngaster Leuchtturm führt, hat ständig Wasser. Im Sommer kommt es so manchmal zu einer bizarr anmutenden Erscheinung, wenn nämlich das kleine Ausflugsschiff „Etta von Dangast“, beladen mit Touristen, bei Ebbe Richtung Leuchtturm schippert: Kein Wasser weit und breit (so sieht es jedenfalls aus), und das Schiff bewegt sich doch.

Weihnachtsurlaub an der Nordsee (5)


Die Vareler Schloßkirche am Schloßplatz – und wo ist das Schloß? Gibt’s nicht mehr, abgebrannt, so’n Pech. Das ist aber schon ein paar Jahrhunderte her. Die Kirche ist nicht das einzige Wahrzeichen des Städtchens, es gibt noch eine Mühle, abends sogar mit Beleuchtung, die ein Museum beherbergt.

Das Städtchen ist ganz nett – wenn man zu Besuch ist und weiß, wann man wieder abreist. Hier – die Vareler Bürger mögen mir verzeihen – möchte ich allenfalls begraben sein, und zwar erst, nachdem ich gestorben bin …

Weihnachtsurlaub an der Nordsee (4)


Bei langen Spaziergängen auf dem Deich müssen Hunde draußen bleiben – die Schafe hätten einfach zu viel Streß und könnten ihrer Funktion als Rasenmäher nicht mehr gerecht werden. Aus lauter Dankbarkeit sch… sie überall hin, aber gutes Schuhwerk sollte ja im Winter kein Problem sein.
Überall trifft man auf geheimnisvolle Kunstwerke, das ist wiederum sehr nett. Im Hintergrund sieht man übrigens Wilhelmshaven – scheint ganz nah zu sein, es sind aber doch ein paar Kilometer. Und zufällig ist das Wasser sogar mal da, das erscheint nämlich nur ca. alle 12 Stunden, mit leichter Verzögerung, so daß das Hochwasser (also der Wendepunkt von Flut zur Ebbe) von Tag zu Tag etwas später ist. In der übrigen Zeit ist das Wasser weg, man sieht nur Schlick – macht aber nichts, zum Baden ist es eh zu kalt und die Luft ist trotzdem gut.

Weihnachtsurlaub an der Nordsee (3)

Soweit ich weiß, ist dies der einzige Strand an der Nordseeküste, an dem zu liegen kein Geld kostet, weder Kurtaxe noch Eintritt. Er ist in Privatbesitz und gehört zum Kurhaus, ein Café/Restaurant mit angeschlossenem Pensionsbetrieb. Der Rhababerkuchen ist berühmt. In der Vergangenheit fanden hier einige Kunstaktionen statt, wozu auch der Phallus (1984) von Eckart Grenzer gehört, der im Sommer zum Gaudium der Einheimischen die Touristen irritiert. Der war 1929 natürlich noch nicht da, also zu der Zeit, als der Maler Franz Radziwill (von Zeitgenossen nach dem 2. WK auch „Naziwill“ genannt), der hier bis zu seinem Tod (1983) lebte, das Bild unten aus ungefähr der selben Perspektive malte.

Weihnachtsurlaub an der Nordsee (2)

Diese Schilder hängen an einer Bude ca. 10 Meter vom Strand entfernt, da ist man voller Vorfreude und reibt sich die kalten Hände, da können die beiden Tage ja nicht mehr schief gehen:

Leise Zweifel befallen einen allerdings, betrachtet man den Verkaufsstand genauer:

Vielleicht ist es doch gesünder, vor dem Spaziergang zu Hause ordentlich zu frühstücken …