Ferien

Quelle

Sommerpause, am 31.08. bin ich wieder da. Für Notfälle habe ich schnell eingezeichnet, wo ich zu finden bin, aber ich denke, es wird schon alles gutgehen. Kamera, Portemonnaie … hab ich, es kann losgehen. Ach ja, bevor ich es vergesse: Den Sommer muß ich leider mitnehmen … aber mal schauen, vielleicht schicke ich ihn ab und zu mal über die Grenze.

Bis dann.

Urlaub in Berlin (4)

Neueröffnung – der Schriftzug auf der stark spiegelnden Scheibe über einem Plakat mit einem Bild Salvador Dalis kündigt es an: Seit dem 05. Februar 2009 ist Berlin um eine Attraktion reicher, das Dali-Museum am Leipziger Platz (ganz in der Nähe des Potsdamer Platzes) hat seine Türen geöffnet. Im Eingangsbereich steht ein pieselnder Flügel, ob man den auch bespielen kann, war nicht zu erfahren.

Im Innenbereich sind auf zwei Etagen hauptsächlich Lithographien, Radierungen und ein paar Kleinplastiken zu sehen. Zuerst war ich etwas enttäuscht über die völlige Abwesenheit von Ölgemälden, war dann aber doch begeistert: Die Fülle und die Qualität der Arbeiten sind wirklich erstaunlich, die 11 Euro Eintritt haben sich gelohnt.

Leider konnte ich nicht die fotografieren, die mir am besten gefielen, sondern erst die, die ziemlich weit am Ende ausgestellt wurden – da wäre ein Rausschmiß nicht mehr so schlimm gewesen. Aber diesen Engel aus Glas finde ich auch sehr schön.

Und wer soll das sein? Hmm, mal überlegen …

Postkarten, ein Katalog, Poster – Pustekuchen. Vielleicht kommt es ja noch. Immerhin gibt es ein Café, allerdings scheinen die Betreiber ihrer eigenen Ausstellung nicht zu trauen: Vier kümmerliche Tischchen, acht Stühle – wenn sich erstmal herumgesprochen hat, was hier für ein Juwel zu finden ist, kann man noch einen Saal anbauen.

Das war Berlin in diesem Jahr, wer weiß, vielleicht komme ich im Sommer nochmal wieder. Und was gibt es sonst noch? Die Oranienstr. in Kreuzberg, wo die Firma mokono/blog.de ihren Sitz hat. Hier würde ich auch gern „night and day“ arbeiten: Jede Menge gute Restaurants und Cafés. Ich gönne es ihnen, denn ich kann mich nicht beklagen – toll, was ich hier auf blog.de alles machen kann (kann man doch auch mal sagen!).

Urlaub in Berlin (3)

Im „C/O Berlin“ in der Oranienburger Str. habe ich eine sehenswerte Ausstellung besucht: „Annie Leibovitz . A Photographer’s Life . 1990 – 2005“. Die Fotografin Annie Leibovitz arbeitete für die Rockzeitschrift „Rolling Stone“ seit ihrer Gründung, wurde dann Cheffotografin der Zeitschrift „Vanity Fair“, ebenfalls schon bei der Gründung.

Es gibt wohl kaum einen Prominenten, den sie nicht abgelichtet hat, sie hat einen so guten Ruf, daß allein ihr Name sämtliche Türen öffnet, auch die vom Weißen Haus.

Da die Ausstellung einen Teil ihres Lebens darstellen soll, hat man kleine Fotos wie auf einer Pinwand nach Jahren aneinandergereiht, einige findet man dann vergrößert und gerahmt in der Ausstellung.

Auch das Gebäude ist interessant: Es ist das ehemalige kaiserliche Postfuhramt, klassizistische Architektur des 19. Jahrhunderts. Da es unter Denkmalschutz steht, hat man aus der Not eine Tugend gemacht: Die Wände sind nicht neu gestrichen, man hat nichts geglättet oder verschönt, die Farbe blättert an einigen Stellen ab, und die Türen scheinen auch noch die allerersten zu sein. Sehr charmant.

Natürlich sind auch die Räume so geblieben, wie sie waren, nach einem engen Durchgang steht man plötzlich mit offenem Mund in einer riesigen Halle.

Und Humor hat man hier auch – oder ist das ganz normaler Berliner Pragmatismus?

Urlaub in Berlin (2)

Manchmal kann man bei Vollmond die einzelnen Mondkrater nicht richtig erkennen, also besorgt man sich eine Zweimeterleiter, steigt bis zu Spitze, schon ist man etwas näher dran. So ähnlich verhält es sich mit diesem Ausguck am Potzdamer Platz, denn was man dort oben sieht ist das:

Die Fassade des Hauses rechts ist übrigens nur auf eine Plane gemalt, ich weiß nicht genau, ob das so bleiben soll – ich habe mich aber vergewissert, daß sich dahinter ein echtes Haus befindet.

Die dreistöckige Einkaufspassage in der Neubebauung des Potsdamer Platzes unterschiedet sich kaum von anderen „Einkaufsparadiesen“, alle möglichen Ketten sind hier vertreten.

Anders das Sony-Haus – architektonisch sehr reizvoll, eröffnet es immer neue Perspektiven.

50 Kilometer 500 Meter weiter – aber bei Regen und Kälte leider geschlossen:

Das folgende Haus ist auch ganz neu – die Baufirma hat damit geworben, daß man sein Auto mit dem Aufzug zu seiner Etage mitnehmen und neben seinem Schlafzimmer parken kann, kein Scherz.

Das Haus steht nicht etwa in einem der dringend sanierungsbedürftigen Viertel, sonder mitten in – Kreuzberg! – ein Hoch auf die Gentrifizierung. Da die Anwohner langsam die Nase voll haben, daß ihnen ihr Viertel kaputt gemacht wird, wacht jede Nacht Wachpersonal in dem kleinen Container, um zu verhindern, daß auch weiterhin Farbbeutel an die Fassaden geworfen werden.

Urlaub in Berlin (1)

Da flüchte ich vor dem Karneval nach Berlin – und dann sowas, mitten auf dem Kudamm. Glücklicherweise war das eher eine angenehm traurige, sehr überschaubare Veranstaltung, daran sollten die Kölner sich ein Beispiel nehmen, statt sich in Massenschlägereien verwickeln zu lassen.

In den nächsten Tagen erzähle ich ein bißchen von meinem Berlin-Besuch, in der nächsten Woche geht’s dann weiter mit Köln-Bildern.

PS: Das Video kann man sich relativ kontaminationsfrei anhören, die Karnevalsschlagerstrahlung ist nur ganz gering.

Urlaub in Süd-Devon, England – Abend in Torquay

Dieser Uhrturm steht auf dem zentralen Roundabout (Kreisverkehr) am Hafen in Torquay.

Im Hintergrund sieht man den Ballon, mit dem man an einem Seil für 20 Euro nach oben schweben kann.

Abendrot …

Mächtig was los hier: Eine Damentanzgruppe führt einen plumpen traditionellen Tanz auf – ihnen macht es sichtlich Spaß, also ist es schon okay.

Lichtspiele …

… und eine Art Hafenwahrzeichen …

… erhellen den entspannten Abend. Hier wie überall: Sehen und gesehen werden.

Wir bevorzugen es ruhiger und gehen zum ältesten Pub in Torquay, dem „Hole in the Wall“.

Das Bier schmeckt hier genauso schlecht wie überall: Das „Lager“ (Pils) ist wässrig, das Ale hat keine Kohlensäure und ist zimmerwarm (würg), und Guiness mag ich nicht. Aber Kölsch-Bier ist eine gute Schule in schlechtem Geschmack, also rein damit.

Ein letzter Blick zurück – bye bye, England, bis zum nächsten Mal!

Urlaub in Süd-Devon, England – Teignmouth

Teignmouth ist, wie der Name schon sagt, ein kleiner Ort an der Mündung des Flusses Teign.

Eine angenehme Stadt – kleine Geschäfte in engen Gassen schaffen eine wohnliche Atmosphäre.

Hunger – ein nettes kleines Café-Restaurant, alles sehr zwanglos: Man bestellt am Thresen, bezahlt schon mal, und in Windeseile steht alles auf dem Tisch.

Zu früh für Bier … obwohl, die Engländer trinken schon mal gern eins um 10 Uhr vormittags, das habe ich jedenfalls mehr als einmal gesehen.

Anfang September – die Saison geht zu Ende.

Auf solchen Piers sind oft Vergnügungsstätten, bzw. was der Engländer dafür hält, dies ist schon der dritte Ort, der sowas hat.

Diese Orte nennen sich gern irgendwas mit „Leisure“, das englische Wort für Muße … jaja, fremde Welten, neue Erfahrungen, man lernt immer dazu.

Man wirft oben 2 Penny hinein, und mit etwas Glück kommen unten jede Menge wieder heraus – die dann natürlich alle wieder oben hineingeworfen werden, was soll man auch mit so vielen 2-Penny-Stücken? Es gibt pro Halle nicht einen solchen Automaten, sondern zig!

Gut, daß die Häuser Namen haben, man könnte sonst schon mal aus Versehen vor der falschen Tür stehen.

Am Strand ist jetzt nicht soo viel los, aber die Aufsicht paßt trotzdem auf.

Geh mir weg – nicht schon wieder Fish and Chips. Langsam wird’s Zeit, wieder nach Hause zu fahren.

Urlaub in Süd-Devon, England – Gärten

Die englischen Gärten sind etwas ganz Besonderes: Auf großen Flächen angelegt, mit exotischen Pflanzen zwischen verschlungenen Wegen, gibt es immer wieder Neues zu entdecken: Alles ist kultiviert und gepflegt, und dennoch wähnt man sich mitten in der Wildnis. Die folgenden Bilder sind aus vier Gärten, die übrigens immer so versteckt liegen, daß man sie nur mit dem PKW erreichen kann – mit öffentlichen Verkehrsmitteln keine Chance. Es gibt allerdings organisierte Gruppenreisen, bei denen nur Gärten besucht werden, habe ich gehört, aber organisiert, und dann noch in einer Gruppe – nichts für mich.

In diesem Bootshaus wurde jemand ermordet – allerdings nur in einem Roman von Agatha Christie (die wurde in Torquay geboren, man bildet sich mächtig was darauf ein, sogar auf das Hotel, in dem sie das erste Mal gepoppt ihre Hochzeitsnacht verbracht hat, wird überall hingewiesen).

Noch ein kleines Rätsel: An welchen Maler erinnert dieses Bild?

Hier ist ein ganz besonderes Restaurant: Man darf selbst kochen! Donnerwetter! – was für ein Angebot! Ob man auch die Zutaten selbst mitbringen muß? Bitte bitte – ich möchte auch den Abwasch selbst erledigen, dann bin ich auch gern bereit, etwas mehr zu zahlen …

Urlaub in Süd-Devon, England – Totnes

Totnes ist ein kleines Städtchen im Landesinneren an einem Hügelhang, auf dessen Spitze eine mittelalterliche Burgruine steht.

So sah es früher aus:

Am Fuß laden Parks und Cafés am Dart River zum Verweilen ein – wirklich angenehm beschaulich und zur Abwechslung mal gar nicht touristisch.

Eine steile Straße führt nach oben – der Blick zurück verheißt nichts Gutes.

Kleine Geschäfte und windschiefer Fachwerkbau …

… ein pechschwarzes Pub …

… und eine eindrucksvolle englisch-gotische Backsteinkirche gegenüber …

… mit Lettner, der den Chor von den Laien trennt.

Und da winkt die Vergangenheit.

Ein netter dreistündiger Aufenthalt, auch wenn man uns auf die Burgruine (s.o.) zehn Minuten vor Toresschluß nicht mehr lassen wollte *grummel*. Dann müssen wir eben nochmal hinfahren.