Halloween

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Halloween kommt von „all hallow’s eve“, übersetzt: Der Abend vor Allerheiligen. Die Leute laufen verkleidet durch die Straßen und feiern in Kneipen und privat bei lauter Musik und gehen allen anderen damit auf die Nerven. Die Kostümmotive speisen sich hauptsächlich aus dem Horrorbereich, blutige Fratzen, Zombies, Vampire. Zu unrühmlicher Bekanntheit hat es der Horrorclown gebracht, ihr habt ja bestimmt davon gehört: Leute in einem Clownskostüm und zähnefletschender Clownsmaske erschrecken ahnunglose Passanten und gehen scheinbar – aber manchmal auch wirklich – mit Baseballschlägern oder Hämmern auf sie los. Es hat schon Verletzte und Tote gegeben – kaum zu fassen, was es für Idioten gibt!

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Eine Kölner Boulevardzeitung macht auch mit – es ist aber nicht ganz sicher, ob die Macher den Horroranteil ihrer Werbung absichtlich eingebracht haben.

Was soll das eigentlich mit dem Horror? Die Psychologen sprechen von Angstlust: Man setzt sich in einem kontrollierbaren Rahmen seinen Ängsten aus, um besser mit ihnen umgehen zu können, und das erzeugt Befriedigung und macht Spaß. Das ist auch der Grund, weshalb Leute in Horrorfilme gehen, oder – ein paar Stufen tiefer – Krimis oder Märchen lesen. Eigentlich ist nichts dagegen zu sagen, wenn die Leute das wollen, meinetwegen – was ich allerdings zum Kotzen finde, daß das ein weiterer Termin ist, an dem die Feiernden glauben, sie könnten die ganze Nacht so viel Krach machen wie sie wollen, und wer das anders sieht, ist ein elender Spießer.

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Da sind mir diese Gespenster lieber – auch unheimlich, sie hausen sie in einer Unterführung und sind so leise, daß ich fast achtlos an ihnen vorbei gegangen wäre.