Cäcilienkloster

Ob das Baumaterial einen Parkschein hat? Wohl kaum. Da möchte ich Politesse sein, jeden Tag ein sicheres Knöllchen. Obwohl … mein Geschlecht möchte ich deswegen eigentlich nicht ändern, aber was ist die männliche Form von Politesse? Stewardesse – Steward. Politesse – Polit? Klingt wie ein Schimpfwort: „Paß bloß auf, du Polit!“ Da bleib ich lieber, was ich bin, und verzichte auf den Knöllchenerfolg.

Cäcilienstr.

In Köln wimmelt es von Baustellen – kaum ist ein neues Gebäude halb fertig,  rücken in der Nachbarschaft die Abrißbirnen an, um das Nebengebäude platt zu machen. Ganz besonders beliebt ist das Aufreißen der Bürgersteige – bis zu drei Mal in einem Jahr, an den selben Stellen, versteht sich: Netcologne und Unitymedia, die ihr Geld mit DSL-, Fernseh- und Telefonverbindungen verdienen, verkabeln die Häuser unabhängig voneinander, und die Stadt Köln erneuert ihre Abwasserkanäle ganz nach eigenem Ermessen und ohne Absprache.
Manchmal beweist ein Bauherr wenigstens etwas Geschmackssicherheit: Diese Baubude steht vor dem Museum Schnütgen, in dem mittelalterliche Kunst ausgestellt wird.

Innenstadt

Tausendfach werde ich hier gefragt, wie den diese Stadt aufgebaut ist, Altstadt-Nord und -Süd, Neustadt-Nord und -Süd – wie soll man sich das vorstellen? Wie man sieht, hat sich die Stadt (auf dem Bild sieht man den Teil, den man Innenstadt nennt) ringförmig entwickelt, oder besser halbringförmig, denn das Rechtsrheinische wurde immer schon stiefmütterlich behandelt: Von da kamen in der Römerzeit die wilden Germanen, später die bösen Hunnen und Goten, die rechtsrheinisch sowieso immer alles kaputt gemacht haben, und noch viel später hatte man Angst vor den Russen. Der Fluß bildete also schon immer ein natürliches Bollwerk gegen die Gefahr aus dem Osten.
In der Mitte teilt eine breite Straße die Stadt horizontal in Nord- und Südteil, die wiederum jeweils durch die Ringstraßen in Neu- und Altstadt geteilt werden. Ganz links sieht man den Aachener Weiher.

U-Bahn

Das ist der geplante Verlauf der neuen Nord-Süd-U-Bahn, die schon seit einiger Zeit für viele Baustellen und Verkehrschaos in der Stadt sorgt und 2010 fertig sein soll. Warum sie gebaut wird, ist mir schleierhaft, diese kurze Strecke lohnt den Aufwand nicht, und zur Verkehrsberuhigung wird sie auch nicht beitragen. Ich vermute, der Hauptgrund ist der, daß dieses Projekt jede Menge Geld kostet und Arbeitsplätze garantiert, und das ist das, wovon unsere Wirtschaftskultur lebt. So macht es auch gar nichts, daß die ursprünglich auf 700 Millionen Euro geschätzten Kosten inzwischen auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen sind, einmal angefangen, wird das auch zu Ende geführt. Und, was die Finanzierung betrifft, ist das wahrscheinlich auch nicht das Ende, da kommt noch was drauf …
Erinnern Sie sich noch? Dieser
Kirchturm wäre fast umgefallen wegen der Grabungen.

Chlodwigplatz

Im Rausch des Elemetaren? Doch eher bei einem Cappuccino im ‚Rendezvous‘ mit Blick auf Kreisverkehr und Großbaustelle (s.u.) gedanklich den mittelmäßigen Umständen des gemeinen Alltags nachhängen. Großstadtprovinz (seufz).