
Im Skulpturenpark in der Nähe des Zoos stehen neue Kunststücke. Dieses ist von Torsten Slama und heißt „Herbert-Bayer-Zigarettenkiosk/Atomskulptur“. Der Künstler hat sich auch selbst dazu geäußert, aber erstmal schauen:

Schön grell-bunt steht es da mitten im Grünen, schlichte große Flächen und die stehende überdimensionale Zigarette lassen einen an Werbung denken, nur der Gorilla wirkt ein bißchen bedrohlich – dunkel, animalisch, unheimlich.

Im Katalog steht folgender Text: „Der zigarettenförmige Kamin, eine Röhre, dient als Monument und Mahnmal, eine Warnung an künftige Zivilisationen, so Torsten Slama (* 1967). Der Gorilla, der das Monument bewacht, teilt viele Eigenschaften mit der Zigarette. So wie diese sich niemals ihre Giftigkeit wird abgewöhnen können, wird auch er niemals seine Triebe meistern. Die Skulptur basiert auf der Zeichnung Vision 6: Der Herbert-Bayer-Cigarettenkiosk aus dem Zyklus Illustrierte Visionen der Zukunft für die Erhaltung von Monumenten, der Erinnerung an die Menschheit gewidmet. Dargestellt wird ein Gebäude, das, weil es eine namenlose Katastrophe überstanden hat, zukünftigen Tiergenerationen als Denkmal der untergegangenen Menschenzivilisation dient. Als Vorlage diente ein Entwurf von Herbert Bayer aus dem Jahr 1924. Der damalige Lehrer am Bauhaus Dessau war die Blüte einer Zivilisation, die den Gedanken ablehnte, es könne ein Übermaß an Bildung, Fortschritt, Genuss und Energieverbrauch geben. Das Werk Herbert-Bayer-Zigarettenkiosk/Atomskulptur ist ein Monument für den Überfluss im Sinne des Zigarettengleichnisses.“
Oh jee … der Lehrer als Blüte? Und was ist mit dem Zigarettengleichnis? Wenn sie weg ist, ist sie weg, oder wie? Ich finde, der Katalogeintrag trägt ein bißchen dick auf, aber urteilt selbst. Die Vorlage vom Bauhaus-Künstler Herbert Bayer sieht übrigens so aus:
