Weihnachtsurlaub an der Nordsee (2)

Diese Schilder hängen an einer Bude ca. 10 Meter vom Strand entfernt, da ist man voller Vorfreude und reibt sich die kalten Hände, da können die beiden Tage ja nicht mehr schief gehen:

Leise Zweifel befallen einen allerdings, betrachtet man den Verkaufsstand genauer:

Vielleicht ist es doch gesünder, vor dem Spaziergang zu Hause ordentlich zu frühstücken …

Aachener Str. (Innenstadt)

Der Oberbürgermeister, das ist schon so einer. Nett gemeint natürlich von der PR-Abteilung, aber ob die zwangsumgesiedelten Hartz-IV-Empfänger sich darüber freuen, wie das an ihnen eingesparte Geld ausgegeben wird? Aber es ist ja Weihnachten, nur Miesepeter und Spielverderber fragen da nach … fettes Fest, Herr Oberbürgermeister!

Im Übrigen schließe ich mich ihm natürlich an: Allen Menschen (nicht nur dieser Stadt) friedliche freie Tage. 

Aachener Str. (Müngersdorf)

Mehr Winter als hier ist nicht in der Stadt. Prima, daß die Sonnenwende nun stattgefunden hat, die nächsten drei Tage werden wir sie ausgiebig feiern – und optimistisch angesichts der täglichen Verlängerung des Sonnenlichteinfalls der Biergartensaison entgegensehen. Holt schon mal den Grill aus dem Keller.

Rudolfplatz

Zwei Tage noch, schnell noch einmal hinein ins Getümmel, übersüßten heißen Glühwein trinken, hastig eine Krakauer Wurst mit Senf in den Rachen schieben, vielleicht noch ein paar gebrannte, gezuckerte Mandeln – dann wäre auch das wieder geschafft. Puuh – anstrengend, dieser Weihnachtsfreizeitstreß.

Cäcilienstr.

Schlaf, Auto, schlaf …
Damit man direkt ins Innere der Stadt fahren kann, direkt vor die Türen der Kaufhäuser, ja keine überflüssige Bewegung, auch wenn es wegen des Verkehrsaufkommens zu Fuß schneller ginge, braucht es natürlich adäquate Abstellplätze für des Bürgers liebstes Kind, überdacht – es könnte doch nass werden – und bewacht, man will schließlich unbeschadet die neue Mikrowelle nach Hause kutschieren.

U-Bahn

Das ist der geplante Verlauf der neuen Nord-Süd-U-Bahn, die schon seit einiger Zeit für viele Baustellen und Verkehrschaos in der Stadt sorgt und 2010 fertig sein soll. Warum sie gebaut wird, ist mir schleierhaft, diese kurze Strecke lohnt den Aufwand nicht, und zur Verkehrsberuhigung wird sie auch nicht beitragen. Ich vermute, der Hauptgrund ist der, daß dieses Projekt jede Menge Geld kostet und Arbeitsplätze garantiert, und das ist das, wovon unsere Wirtschaftskultur lebt. So macht es auch gar nichts, daß die ursprünglich auf 700 Millionen Euro geschätzten Kosten inzwischen auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen sind, einmal angefangen, wird das auch zu Ende geführt. Und, was die Finanzierung betrifft, ist das wahrscheinlich auch nicht das Ende, da kommt noch was drauf …
Erinnern Sie sich noch? Dieser
Kirchturm wäre fast umgefallen wegen der Grabungen.