Aachener Str. (Innenstadt)

Der Oberbürgermeister, das ist schon so einer. Nett gemeint natürlich von der PR-Abteilung, aber ob die zwangsumgesiedelten Hartz-IV-Empfänger sich darüber freuen, wie das an ihnen eingesparte Geld ausgegeben wird? Aber es ist ja Weihnachten, nur Miesepeter und Spielverderber fragen da nach … fettes Fest, Herr Oberbürgermeister!

Im Übrigen schließe ich mich ihm natürlich an: Allen Menschen (nicht nur dieser Stadt) friedliche freie Tage. 

Aachener Str. (Müngersdorf)

Mehr Winter als hier ist nicht in der Stadt. Prima, daß die Sonnenwende nun stattgefunden hat, die nächsten drei Tage werden wir sie ausgiebig feiern – und optimistisch angesichts der täglichen Verlängerung des Sonnenlichteinfalls der Biergartensaison entgegensehen. Holt schon mal den Grill aus dem Keller.

Rudolfplatz

Zwei Tage noch, schnell noch einmal hinein ins Getümmel, übersüßten heißen Glühwein trinken, hastig eine Krakauer Wurst mit Senf in den Rachen schieben, vielleicht noch ein paar gebrannte, gezuckerte Mandeln – dann wäre auch das wieder geschafft. Puuh – anstrengend, dieser Weihnachtsfreizeitstreß.

Cäcilienstr.

Schlaf, Auto, schlaf …
Damit man direkt ins Innere der Stadt fahren kann, direkt vor die Türen der Kaufhäuser, ja keine überflüssige Bewegung, auch wenn es wegen des Verkehrsaufkommens zu Fuß schneller ginge, braucht es natürlich adäquate Abstellplätze für des Bürgers liebstes Kind, überdacht – es könnte doch nass werden – und bewacht, man will schließlich unbeschadet die neue Mikrowelle nach Hause kutschieren.

U-Bahn

Das ist der geplante Verlauf der neuen Nord-Süd-U-Bahn, die schon seit einiger Zeit für viele Baustellen und Verkehrschaos in der Stadt sorgt und 2010 fertig sein soll. Warum sie gebaut wird, ist mir schleierhaft, diese kurze Strecke lohnt den Aufwand nicht, und zur Verkehrsberuhigung wird sie auch nicht beitragen. Ich vermute, der Hauptgrund ist der, daß dieses Projekt jede Menge Geld kostet und Arbeitsplätze garantiert, und das ist das, wovon unsere Wirtschaftskultur lebt. So macht es auch gar nichts, daß die ursprünglich auf 700 Millionen Euro geschätzten Kosten inzwischen auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen sind, einmal angefangen, wird das auch zu Ende geführt. Und, was die Finanzierung betrifft, ist das wahrscheinlich auch nicht das Ende, da kommt noch was drauf …
Erinnern Sie sich noch? Dieser
Kirchturm wäre fast umgefallen wegen der Grabungen.

Limburger Str.

„Alibi“ ist der beste Krimibuchladen der Stadt, allerdings auch der einzige. In Anlehnung an den Titel eines Krimis von Edmund Crispin („Der wandernde Spielzeugladen“) kann man hier auch von einem wandernden Buchladen sprechen: Zuerst war er ganz klein in einer Nebenstraße, dann kamen größere Räumlichkeiten schräg gegenüber. Später eine Top-Adresse direkt am Ring, großzügig wie ein Haute-Couture-Geschäft, dann plötzlich für kurze Zeit im Keller einer anderen Buchhandlung. Ich dachte schon, das war’s, aber nein, wie Phönix aus der Asche tauchte der Laden in der Ehrenstr. wieder auf, super Lage, hier brummt’s, viel Fußgängerdurchgangsverkehr, aber die Situation für Krimis ist wohl nicht mehr so gut, und bei gleichzeitig steigenden Mieten ist es vermutlich schwer. Nun ist er wieder umgezogen, kleiner, bescheidener, die Lage nicht so günstig, wenn auch ganz in der Nähe.
Ich hoffe, es gibt ihn noch lange, denn Manfred Sarrazin, auch ein gern gesehener Gast im Fernsehen und Radio, und seine MitarbeiterInnen sind absolute Spezialisten, es gibt wohl nichts, was die nicht kennen. Hat man einen guten Krimi gelesen und möchte etwas Ähnliches: Kein Problem, die wissen garantiert zu helfen. Wenn Bücher nicht so teuer wären, wäre ich viel öfter da … nehmen wir an, von guten Krimis kann man zwei pro Woche lesen, 10 Euro das Stück, sind 80 Euro im Monat. Wer soll das bezahlen?

EDIT Anfang 2013: Kürzlich wurde der Laden leider geschlossen, da der Inhaber unheilbar erkrankt ist. Ich wünsche ihm alles Gute.

EDIT Anfang April 2013: Der Inhaber ist leider verstorben.