Urlaub in der Schweiz – Fronalpstock

Wir stapfen einfach mal los, natürlich geht’s sofort bergauf. Ein schöner Blick auf Brunnen …

… und den See von oben.

Unerwartet ein Golfplatz – hier möchte ich nicht der Rasenpfleger sein.

Hm – wo gehen wir jetzt hin? Rüti ist nicht weit, außerdem gibt es da eine Seilbahn zum Berg Fronalpstock, mal schauen.

Die geschlossenen Gondeln geben einem ein trügerisches Sicherheitsgefühl …

… aber an der Zwischenstation hat man bereits einen halbwegs guten Ausblick, wenn es die Wolken zulassen.

Uups! – was ist das, bitte – da schwingt man beklommen ins Nichts. Das hört sich übrigens so an:

Bin ich in einem Film von Bunuel? Neben dem Gipfelkreuz steht still und stumm ein Pferd in den Wolken herum.

Manchmal reißen die Wolken, die uns umgeben, auf, und dann ist der Blick einfach großartig. Leider dauert das meistens nicht lang.

Bergluft macht hungrig – aber das Gipfelrestaurant bremst uns aus: Diese kleine Stärkung kostet bereits umgerechnet 6 Euro.

Fortsetzung folgt.

Urlaub in der Schweiz – Brunnen

Ankunft in Brunnen am Vierwaldstätter See: Regen! Och nee – das war nicht abgemacht, die Sommersonne war doch extra bestellt.

Einen Schirm habe ich gar nicht eingepackt, ist auch nicht vorgesehen im Budget, außerdem tröpfelt es ja auch nur …

Der Himmel hängt tief – ein paar Meter nur und man wäre in den Wolken.

Positiv denken: Hier ist soo viel Platz, daß wir uns aussuchen können, wo wir sitzen wollen, ha! Ich sitze ja schon immer gern unter einer Markise …

Am nächsten Morgen sieht alles schon ganz anders aus, die Sonne hat sich nur etwas verspätet und soll uns die nächsten drei Wochen nicht mehr verlassen (gut, daß ich mir nicht schnell einen Schirm gekauft habe). Das Foto oben ist übrigens all jenen gewidmet, denen ich keine Postkarte geschickt habe – also allen.

Was machen wir zuerst: Bootfahren oder spazierengehen?

Fortsetzung folgt.

Ferien

Quelle

Sommerpause, am 31.08. bin ich wieder da. Für Notfälle habe ich schnell eingezeichnet, wo ich zu finden bin, aber ich denke, es wird schon alles gutgehen. Kamera, Portemonnaie … hab ich, es kann losgehen. Ach ja, bevor ich es vergesse: Den Sommer muß ich leider mitnehmen … aber mal schauen, vielleicht schicke ich ihn ab und zu mal über die Grenze.

Bis dann.

Volle Fahrt Voraus

… heißt diese Plastik von Monika Simon. Den Blick beschattet, damit man weit in die Zukunft sehen kann, Männer und Frauen gleichermaßen – allerdings in verschiedene Richtungen.

Der Stammheimer Schloßpark, am nördlichen Rand Kölns rechtsrheinisch direkt am Fluß gelegen, ist immer einen Besuch wert, er ist sehr ruhig, wenig besucht, relativ weitläufig und von Jahr zu Jahr immer wieder teilweise mit neuen Skulpturen bestückt. Nur Kaffee und Kuchen muß man sich woanders besorgen.

Im Olivandenhof

Im Olivandenhof gibt es keine Elefanten zu besichtigen (die Bezeichnung geht auf das mittelalterliche Franziskanerkloster „ad olivas“=“zu den Oliven“ zurück, das hier mal stand), aber falls man sich auf die Pirsch machen will, um sie in freier Wildbahn zu beobachten, ist man hier richtig: Über vier Etagen werden ausschließlich Outdoor-Artikel angeboten.

Passen die grünen Flossen besser zur Farbe des Schnorchels, oder doch lieber die blauen, und wie sieht das im Wasser aus? Kein Problem, einfach mal anprobieren – die Jury sitzt schon in den Startlöchern. Irgendwo soll es auch eine Regenkammer geben, in der man ausprobieren kann, wie wasserabweisend die Regenjacke wirklich ist …

Büchermarkt am Rhein

Büchermarkt am Rheinufer – kein leichtes Unterfangen bei diesem wechselhaften Wetter, da muß man schnell sein mit den Plastikplanen, sobald es anfängt zu tröpfeln. Es werden meist modern-antiquarische Bücher angeboten, viele Taschenbücher zwischen einem und fünf Euro, je nach Abnutzungsgrad, aber auch günstige Bildbände und Sachbücher, die es schon längst in keiner Buchhandlung mehr gibt.

"Wohngemeinschaft" in der Richard-Wagner-Str.

Der Kunstautomat von vorgestern hängt in einer relativ neuen … wie soll man sagen: Bar, Café, Kneipe – alles zusammen, aber nichts richtig. „Die Wohngemeinschaft“ heißt der Ort, da er aus mehreren verschieden gestalteten Zimmern besteht: Auf dem Bild sieht man den Hauptraum, Mobiliar aus den 50er und 60er Jahren bestimmt das Bild, viele Sessel und Sofas, in denen sich sehr gemütlich quatschen läßt. Am hinteren Ende ist eine Art Mädchenschlafzimmer – auch aus längst vergangenen Jahrzehnten, um die Ecke steht ein VW-Bus mit Polstern ausgelegt, in einem Zimmer liegen hippieske Sitzmatratzen auf dem Boden, und im letzten Raum steht eine Tischtennisplatte. Abends ist es z.Zt. DIE angesagte „Location“ in der Stadt und entsprechend voll, aber sowas wechselt ja schnell. Nachmittags ist es jedenfalls sehr schön, Kaffee und Kuchen sind gut.

Kunstautomaten

Rauchen ist ungesund, das hat sich ja wohl herumgesprochen, und mit den Automaten, die in den Kneipern hängen, kann man auch viel Besseres anfangen: Man wirft 2 Euro ein und zieht sich eine Schachtel Kunst. Allerdings Vorsicht, auch hier gibt es einen Warnhinweis. Auf der Schachtel steht: „WARNUNG! Diese Kunst kann verwirren, erhellen, aufregen und süchtig machen! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie sich selbst und schreiben Sie uns die Antwort. Jegliche Haftung ist ausgeschlossen. Es gehört jetzt dir.“

Und das war drin in der Schachtel: Ein signiertes Kunstwerk von Kathrin Ollroge, ein kleines Holzklötzchen mit einer Fotografie von einem Puppenhausspielzeug. Mir gefällt’s, ich mag Wundertüten.

Engeln in der Cranachstr.

Als ich das erste mal das Wort Analogkäse hörte, dachte ich entsprechend der verschiedenen Tonträger, die es gibt, also Schallplatten (analog) und CDs (digital): Sieh an, jetzt gibt es schon digitalen Käse, und fragte mich, ob der auch aus Nullen und Einsen besteht, und falls ja, wie er dann satt macht. Aber weit gefehlt: Analogkäse ist ein Kunstkäse (digitalen Käse gibt es im Internet zwar auch zuhauf, aber eher im bildlichen Sinne). Und nun habe ich neulich einen Bericht im TV gesehen, daß immer mehr Anbieter von Speiseeis dieses aus reiner Profitgier nicht mehr mit Milch, sondern mit Pflanzenfett herstellen – man leckt also unter Umständen an dünner gekühlter Margarine mit Vanillezuckergeschmack, pfui deibel!

Das Eis von der Konditorei Engeln ist garantiert pflanzenfettfrei. Die Herstellungstradition reicht schon drei Generation zurück. Jedes Eis ist sogar ein „Unikat“, d.h., es wird nicht etwa eine Grundmasse angerührt, in die dann jeweilig künstliche Geschmacksnoten zugegeben werden, nein, jede Eissorte wird einzeln mit natürlichen Produkten hergestellt. Verglichen mit dem Analog-Dreck fühlt man sich als Kunde geradezu geehrt und geadelt.

(Weitere Informationen)