Dominikanerkloster in der Lindenstr.

Die Kirche des Dominikanerklosters, 1904 erbaut, 40 Jahre später in Schutt und Asche gelegt, aber bereits 1947 bis 52 wieder aufgebaut, ist von Innen recht schlicht gehalten, Farb- und Lichtakzente sind sparsam und wirkungsvoll eingesetzt.

Und auch von Außen fällt das Gotteshaus kaum auf, dieses Tor ist das Markanteste der ganzen Fassade, und hätte es nicht wie neulich weit offen gestanden, würde ich vielleicht immer noch achtlos daran vorbeigehen.

Was man aber dringend einmal renovieren sollte, ist das:

Wer, zum Teufel, ist für diese Decke verantwortlich? Genau der, oder? Oder der Zeitgeschmack der 50er Jahre? Okay, dann ist es natürlich ein historisches Dokument, und mir kann es ja auch egal sein – ich denke dabei nur an die Dominikaner … vielleicht könnte man sie wenigstens zuhängen …

0 Gedanken zu “Dominikanerkloster in der Lindenstr.

  1. Hoppla! Die Decke sieht ja aus wie Schwimmbad der 70er!
    Nein also das erwartet man nun wirklich nicht.
    Interessant auch Jesus im umgekehrten Dreieck, ich meine, jeder weiß, daß dies (wenn auch nicht in rot) das Symbol für den weiblichen Schoß ist. Oder doch in rot? Menstruationssymbolik? Ich sage: YES, why not!!!

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  2. Ein stehendes Dreieck ist bekanntermaßen das Symbol für den männlichen Schoß, und das – so blutrot – ist irgendwie auch unanständig. Dreiecke, die ja offenbar immer irgendetwas Genitales zu haben scheinen, sind vielleicht für kirchliche Belange gar nicht gut geeignet, in sexueller Hinsicht viel zu aufgeladen. 😉

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  3. Also stehendes Dreieck, rot, Spitze nach oben: Mann, auch Feuer-Dreieck genannt. Das Dreieck mit Spitze nach unten, blau, Wasserdreieck=Frau. Hier scheint also dem Künstler etwas durcheinander geraten zu sein. Aber warum nicht, Jesus als Transe, meinetwegen geht das in Ordnung. Oder nein, nicht Transe, Hermaphrodit! Die finde ich sehr erotisch!
    Mehr Eros könnte dem Glauben gar nicht schaden, der Religion, der Kirche.
    Gerade mit der Lektüre „Die Bibel und ich“ kann ich immer wieder den Kopf schütteln, was da alles für ein Unsinn draus erwächst….

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  4. Auf jeden Fall! Ist schon ziemlich interessant. Der Typ nimmt das alles sehr wörtlich und es gibt erschreckend viele Leute in Amiland, die’s tun.
    Zum Beispiel steht irgendwo in der Bibel, man dürfe keine Mischgewebe tragen. Wobei perverserweise Wolle/Polyester ok ist, Wolle/Leinen aber nicht. Ergo kannst du einen „Mischgewebe-Aufstöberer“ engagieren. Der Knabe kommt dann und untersucht deine Sachen. Gibt es Zweifel, schickt er ne Faserprobe ins Labor. You’ll never know.
    Was das noch mit Glauben und Gott zu tun haben soll, ist mir vollkommen schleierhaft.
    Dem Autor übrigens auch.

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