„Ficken und shoppen“ heißt ein sehr unangenehmes Theaterstück, das ich mal gesehen habe. Provokanter Titel: „Ach, Du warst im Theater? Wie hieß das Stück denn?“ „Ja … äh … irgendwas mit Shoppen, weiß nicht mehr genau …*räusper*“.
Das erinnert mich an den Film „Baise moi- fick mich“, bei dem es auch sehr peinlich war, wenn man an der Kasse stand und es hieß: „Für welchen Film die Kinokarte?“ Entweder nur das französische sagen, da das aber in einem Ostkino war (ein Freund berichtete das), sagten die alle nur gemurmelt den deutschen Titel.
In dem Film waren dann auch zu 98% nur Männer.
„Fuck and shop“ fiele mir dann auch noch ein, erst gehen die Männer in den Puff, dann bringen Sie ihren Gattinnen zuhause was aus dem angrenzenden Souvenirladen mit. Au weia, wat für Ideen.
Ach apropos peinlich: als ich damals mit der Schule in Paris war (so 1986 ungefähr) kaufte ich mir eine Short mit dem Aufdruck „baiser rouge“ Was das bedeutete wusste ich nicht, ich habe mich nur gewundert warum die Verkäuferin gemeint hat „Don’t be afraid that you look too sexy in it“ (Mein Französisch war damals nicht gerade besonders, ich hatte erst knapp 1 1/2 Jahre Französisch, deshalb habe ich mich damals lieber auf Englisch unterhalten …)Ich habe die Short dann mitten auf einem größeren Platz in einiger Entfernung vor einem Café angezogen. Das heißt: Jeans aus, Short an. Mitten auf dem Platz. Ich erntete damals einen tosenden Applaus der Cafébesucher und als unser Lehrer mich dann mit der Short ankommen sah, meinte er nur trocken „Ja Klaus, woßt scho, dass de fuck hoaßt“ (Übersetzung: „Ja Klaus, weißt du schon , dass das fuck heißt“) Ja, da wußte ich es dann auch …
Aber das Wort mit F … also, das habe ich nie benutzt! 😉
Gut, daß Du mich aufklärst. Das F-Wort habe ich auch nie benutzt, irgendwie ist es unangenehm – seltsam eigentlich, alle anderen Schimpfwörter haben doch Eingang gefunden in die Alltagssprache und ihren provokativen Gehalt darin abgewetzt: Ein kräftig gefluchtes „Scheiße!“ regt niemanden mehr auf. Auch das englische „fuck“ gebraucht man ohne Scham, aber f… (die Finger wollen nicht – Herr Freud, übernehmen Sie). Da fällt mir das Wort der großen Philosophin Fürstin von Thurn und Taxis ein: „Der Afrikaner schnackselt gern.“ Dabei kommen wohl mehr als 1,37 Kinder heraus, und das ist ja eigentlich ganz gut.
Ja, stell dir vor, sogar bei unserer Hochzeit haben sie ein Theaterstück aufgeführt, in der ich (bzw. der Darsteller, der mich gespielt hat) genau diese Hose angehabt hat!!! und dann kam auch genau der Spruch „ja Klaus, …“
Ich hatte die Hose (for sentimental reasons) nie weggeschmissen und meine Frau hat das Erinnerungsstück ganz heimlich aus meinem Schrank geklaut…
Und dann dereinst an deinem Grab: Auf dem Stein (alle haben dafür zusammen gelegt und der Bürgermeister von Paris hat neben seinem Kondolenztelegramm auch noch ein ganz hübsches Sümmchen dazu überwiesen) steht:
Hier ruht
der Besitzer
der Shorts mit der Aufschrift…..
Möge er in die ewigen F….-Gründe eingehen…
Die Shorts selber (schon arg zerschlissen und zerfallen) kommt in eine Glasvitrine und es geht die Mär, daß unfruchtbare Männer und Frauen, sowie Männer mit gewissen Potenzproblemen, so wie auch übermütige Jugendliche der Stelle regelmäßig Besuche abstatten….
Was sie dort tun, ist bisher nicht geklärt worden. Es sollen aber immer viel Französisch dabei im Spiel sein.
Schnackseln klingt eigentlich ganz nett.
Ok, bleiben wir beim F-Wort. Warum gibt es für die netteste Nebenbeschäftigung der Welt eigentlich immer nur so brutale oder so alberne Ausdrücke?
Warum erfindet niemand mal etwas, das man getrost sagen kann?!
„Beischlaf“ ist ja wirklich total gaga.
„Die Ehe vollziehen“- herrlich!
„Pimpern“- mein Lieblings-Anti-Wort.
Oder Helge Schneiders Lieblingswort „Poppen“.
Das widerlichste, was ich jemals hörte, war ein Typ, der zu seiner Begleitung sagte: „Ok, dann hacken wir erst und danach gehen wir in die Stadt!“
So, Jungs, Eure Vorschläge bitte, was kann man/frau sagen, was nicht blöde klingt.
Wieso eigentlich immer er sie? Kann sie ihn denn auch frippen?
Also mich persönlich würde das zu sehr an Robert Fripp (King Crimson) erinnern, das wäre nicht so mein Wort.
„Frippig“ finde ich allerdings ziemlich witzig, daß klingt nach einer Mischung aus flippig, frickelig, fickrig.
In den 70ern war ja bumsen sehr populär, aber das klingt, als wenn es weh tut und ist damit zu Recht aus der Mode. „Liebe machen“ ist andererseits eher was für Handwerker und Techniker – obwohl ich auch mal die weibliche Ansicht gelesen habe, ein bißchen technisches Wissen würde dem einen oder anderen Mann in der Angelegenheit ganz gut tun. Kuscheln? – klingt nach Blümchensex, wobei ich nicht genau weiß, was das ist. Und überhaupt: Ich bin ratlos – es gibt kein Wort, das souverän genug ist, den Vorgang zu benennen. Die Kirche hat’s da gut: Die sagt einfach „Zeugung“, für was anderes ist Sex ja sowieso verboten.
Zeugung ist reines Kindermachen, also fällt aus.
Kuscheln- nee geht nicht, dann kann man nicht mehr sagen: „Wir haben doch nur gekuschelt“.
Bumsen ist vollkommen blöde. Vögeln, ich weiß nicht…klingt nicht gut.
Liebe machen, ja, aber irgendwie hab ich das nie benutzt.
Meine Freundin schlug mal „leiben“ vor, als Abform von „lieben“ nur körperlich. Aber das klingt so nach Theologiestudent letztes Semester: „Na meine Liebe, wollen wir leiben?“ (Der Herr sei mit uns)
Wie ist denn das erste Bild entstanden?
Vom Weltstadthaus aus?
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Tääätääää…und Alaaf 😉
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Wie sagte schon Hermann van Veen:
„Alles steht zum Kauf,
alles ist zu kaufen
von kleinen Geschenken
bis zu großen, weißen Kühlschränken….“
„Shut up and shop“, ich weiß nicht, woher das wieder ist, aber das gibt es auch irgendwo.
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Ein paar Häuser weiter, oben vom Parkhausdach vom Kaufhof.
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„Wolle mer se reinlasse?“ „Och nööööö!“
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„Ficken und shoppen“ heißt ein sehr unangenehmes Theaterstück, das ich mal gesehen habe. Provokanter Titel: „Ach, Du warst im Theater? Wie hieß das Stück denn?“ „Ja … äh … irgendwas mit Shoppen, weiß nicht mehr genau …*räusper*“.
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Das erinnert mich an den Film „Baise moi- fick mich“, bei dem es auch sehr peinlich war, wenn man an der Kasse stand und es hieß: „Für welchen Film die Kinokarte?“ Entweder nur das französische sagen, da das aber in einem Ostkino war (ein Freund berichtete das), sagten die alle nur gemurmelt den deutschen Titel.
In dem Film waren dann auch zu 98% nur Männer.
„Fuck and shop“ fiele mir dann auch noch ein, erst gehen die Männer in den Puff, dann bringen Sie ihren Gattinnen zuhause was aus dem angrenzenden Souvenirladen mit. Au weia, wat für Ideen.
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Lach…:))
Nur mit ner Pappnas im Jesesch 😉
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Ah danke.
Köln mal von oben erkunden, ich glaub das muss ich mal mit dem Großem machen. 😉
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Ach apropos peinlich: als ich damals mit der Schule in Paris war (so 1986 ungefähr) kaufte ich mir eine Short mit dem Aufdruck „baiser rouge“ Was das bedeutete wusste ich nicht, ich habe mich nur gewundert warum die Verkäuferin gemeint hat „Don’t be afraid that you look too sexy in it“ (Mein Französisch war damals nicht gerade besonders, ich hatte erst knapp 1 1/2 Jahre Französisch, deshalb habe ich mich damals lieber auf Englisch unterhalten …)Ich habe die Short dann mitten auf einem größeren Platz in einiger Entfernung vor einem Café angezogen. Das heißt: Jeans aus, Short an. Mitten auf dem Platz. Ich erntete damals einen tosenden Applaus der Cafébesucher und als unser Lehrer mich dann mit der Short ankommen sah, meinte er nur trocken „Ja Klaus, woßt scho, dass de fuck hoaßt“ (Übersetzung: „Ja Klaus, weißt du schon , dass das fuck heißt“) Ja, da wußte ich es dann auch …
Aber das Wort mit F … also, das habe ich nie benutzt! 😉
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Ein Tusch zur Einstimmung:
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ohaho, was für eine Story, vermutlich wird das bei jedem Klassentreffen ausgegraben. Wißt ihr noch, der Klaus in seiner F…-mich-Shorts. *g*
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Lach…:))
Suuuper….:))
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Gut, daß Du mich aufklärst. Das F-Wort habe ich auch nie benutzt, irgendwie ist es unangenehm – seltsam eigentlich, alle anderen Schimpfwörter haben doch Eingang gefunden in die Alltagssprache und ihren provokativen Gehalt darin abgewetzt: Ein kräftig gefluchtes „Scheiße!“ regt niemanden mehr auf. Auch das englische „fuck“ gebraucht man ohne Scham, aber f… (die Finger wollen nicht – Herr Freud, übernehmen Sie). Da fällt mir das Wort der großen Philosophin Fürstin von Thurn und Taxis ein: „Der Afrikaner schnackselt gern.“ Dabei kommen wohl mehr als 1,37 Kinder heraus, und das ist ja eigentlich ganz gut.
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Ja, stell dir vor, sogar bei unserer Hochzeit haben sie ein Theaterstück aufgeführt, in der ich (bzw. der Darsteller, der mich gespielt hat) genau diese Hose angehabt hat!!! und dann kam auch genau der Spruch „ja Klaus, …“
Ich hatte die Hose (for sentimental reasons) nie weggeschmissen und meine Frau hat das Erinnerungsstück ganz heimlich aus meinem Schrank geklaut…
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Und dann dereinst an deinem Grab: Auf dem Stein (alle haben dafür zusammen gelegt und der Bürgermeister von Paris hat neben seinem Kondolenztelegramm auch noch ein ganz hübsches Sümmchen dazu überwiesen) steht:
Hier ruht
der Besitzer
der Shorts mit der Aufschrift…..
Möge er in die ewigen F….-Gründe eingehen…
Die Shorts selber (schon arg zerschlissen und zerfallen) kommt in eine Glasvitrine und es geht die Mär, daß unfruchtbare Männer und Frauen, sowie Männer mit gewissen Potenzproblemen, so wie auch übermütige Jugendliche der Stelle regelmäßig Besuche abstatten….
Was sie dort tun, ist bisher nicht geklärt worden. Es sollen aber immer viel Französisch dabei im Spiel sein.
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Schnackseln klingt eigentlich ganz nett.
Ok, bleiben wir beim F-Wort. Warum gibt es für die netteste Nebenbeschäftigung der Welt eigentlich immer nur so brutale oder so alberne Ausdrücke?
Warum erfindet niemand mal etwas, das man getrost sagen kann?!
„Beischlaf“ ist ja wirklich total gaga.
„Die Ehe vollziehen“- herrlich!
„Pimpern“- mein Lieblings-Anti-Wort.
Oder Helge Schneiders Lieblingswort „Poppen“.
Das widerlichste, was ich jemals hörte, war ein Typ, der zu seiner Begleitung sagte: „Ok, dann hacken wir erst und danach gehen wir in die Stadt!“
So, Jungs, Eure Vorschläge bitte, was kann man/frau sagen, was nicht blöde klingt.
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Frippen wäre doch ziemlich neutral.
Kommissar
Wollte er Sie frippen?
ein Frippchen
Oh ja, Herr Kommissar! Stellen Sie sich vor, einfach so!
Kommissar
So, so. Einfach so. Harry, was sagst du denn dazu?
Harry
Ich, Chef? Ich bin schon gaz frippelig.
Kommissar
Warum denn?
Harry
Na sehen Sie sie doch mal an!
Kommissar
Ich sehe sie ja an.
ein Frippchen
Wollen Sie mich frippen?
Kommissar
Nein, Danke gnädigste, ich habe heute schon gefrippelt, ausserdem bin ich im Dienst.
ein Frippchen
Och, das ist aber Schade.
Kommissar
Ein andermal gern.
ein Frippchen
Oh ja!
Harry
Und was ist mit mir, Chef?
Kommissar
Was ist mit ihm?
ein Frippchen
Och nee, da ist mir gar nicht mehr so frippig zumute.
Harry
Alles muss man selber machen …
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Verfrippelt nochmal, jetzt habe ich ganz übersehen auf „Kommentar Antworten“ zu klicken … Na, musst halt unten lesen …
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Wieso eigentlich immer er sie? Kann sie ihn denn auch frippen?
Also mich persönlich würde das zu sehr an Robert Fripp (King Crimson) erinnern, das wäre nicht so mein Wort.
„Frippig“ finde ich allerdings ziemlich witzig, daß klingt nach einer Mischung aus flippig, frickelig, fickrig.
Weitere Vorschläge….
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etwas politisch unkorrektes zum Thema …
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In den 70ern war ja bumsen sehr populär, aber das klingt, als wenn es weh tut und ist damit zu Recht aus der Mode. „Liebe machen“ ist andererseits eher was für Handwerker und Techniker – obwohl ich auch mal die weibliche Ansicht gelesen habe, ein bißchen technisches Wissen würde dem einen oder anderen Mann in der Angelegenheit ganz gut tun. Kuscheln? – klingt nach Blümchensex, wobei ich nicht genau weiß, was das ist. Und überhaupt: Ich bin ratlos – es gibt kein Wort, das souverän genug ist, den Vorgang zu benennen. Die Kirche hat’s da gut: Die sagt einfach „Zeugung“, für was anderes ist Sex ja sowieso verboten.
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Zeugung ist reines Kindermachen, also fällt aus.
Kuscheln- nee geht nicht, dann kann man nicht mehr sagen: „Wir haben doch nur gekuschelt“.
Bumsen ist vollkommen blöde. Vögeln, ich weiß nicht…klingt nicht gut.
Liebe machen, ja, aber irgendwie hab ich das nie benutzt.
Meine Freundin schlug mal „leiben“ vor, als Abform von „lieben“ nur körperlich. Aber das klingt so nach Theologiestudent letztes Semester: „Na meine Liebe, wollen wir leiben?“ (Der Herr sei mit uns)
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