Sülzburgstr.

Solche lebensgroßen Figuren, die mit Stroh ausgepolstert sind, hängen zur Karnevalszeit besonders häufig an den Fassaden von den Kneipen, die gerne mal bis morgens um 6 lautstarke Schunkelmusik spielen und deren Besucher sich durch Gesang auch auf der Straße in stimmlicher Selbstüberschätzung trunken daran beteiligen – zum Leid der Anwohner.
Die „Nubbel“, so werden die Figuren genannt, werden Karnevalsdienstag um 24 Uhr, das Ende der Session symbolisierend, während eines Rituals öffentlich verbrannt: Eine Art Hohepriester bejammert erst den Tod des Nubbels, um langsam umzuschwenken in eine Beschimpfung unter johlendem Zuspruch der Zuschauer. Eine solche Stellvertreterfigur, die für unsere begangenen Sünden büßen muß, erinnert mich irgendwie an andere Zusammenhänge …

3 Gedanken zu “Sülzburgstr.

  1. Das ist ja echt interessant.
    Ich habe noch nie vorher über etwas diese Nubbel gehört oder gelesen. Schön, dass du uns hier solche Besonderheiten zeigst und erklärst! Man wird ja zum Köln-Spezialisten! 😉
    Helau und Alaaf!
    Kika

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