Sankt Antonius von Padua, ein Zeitgenosse und Anhänger von Franz von Assisi, ist laut des Heiligenlexikons der beliebteste Heilige der katholischen Kirche. Das wundert mich nicht, wenn man sich anschaut, wofür er das Patronat hat: Er ist Schutzheiliger von „Padua, Lissabon, Paderborn, Hildesheim; der Armen und Sozialarbeiter, der Liebenden und der Ehe, der Frauen und Kinder, der Bäcker, Bergleute, Schweinehirten und Reisenden, der Pferde und Esel; gegen Unfruchtbarkeit, teuflische Mächte, Fieber, Pest und Viehkrankheiten; bei Schiffbruch und in Kriegsnöten; für Wiederauffinden verlorener Gegenstände, gute Entbindung, Altwerden und eine gute Ernte.“ (Zitat Heiligenlexikon) . Das ist doch wirklich sympathisch, einen Helfer für verlorene Gegenstände kann man immer gut gebrauchen, ob allerdings der kirchliche Rat auch in Liebesdingen gut ist – da sollte man sich eine gesunde Skepsis bewahren.
Die bekannteste Legende um St. Antonius beschreibt seinen zuerst fehlgeschlagenen Versuch, am Ufer des Rimini die dort lebenden Menschen zum rechten Glauben zu bekehren. Die wollten allerdings gar nichts von ihm wissen – nur die Fische steckten ihre Köpfe aus dem Wasser, um ihn besser zu hören, worauf Antonius sich ihnen zuwandte und ihnen predigte. Das erstaunte die Menschen derart, das sie sich fast alle bekehren ließen.
Der Künstler Ewald Mataré (1887 – 1965) schuf diese Statue Ende des 2. Weltkrieges – ob es einen Zusammenhang mit der Legende gibt, ist mir unbekannt, ergäbe aber Sinn, oder?

